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Grundlegende Informationen über Kratom findet ihr in unserem offiziellem Kratom-Konsumleitfaden !

Kratom Booster Liste

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    • Kratom Booster Liste

      Moin Moin!

      Ich habe in den wenigen Jahren meiner Kratomkarriere viel mit Boostern herumexperimentiert, da mir die normale Wirkung schnell zu langweilig wurde. Selbst Mischungen verschiedener Strains, horned Sorten, gepimpte oder enhanced Sorten brachten mit kein gutes Nodding mehr ein. Natürlich ging es aber auch nicht nur ums Nodden, denn Booster können noch viel mehr.

      Sie helfen die benötigte Tagesdosis gering zu halten, können beim abdosieren oder beim Entzug sehr nützlich sein, verändern und verbessern die Wirkung auf eine Art die man mit schlicht mehr Material nicht hinbekäme, verlängern den Turn, lassen die Wirkung schneller anfluten oder mindern Nebenwirkungen von schlechten Chargen. Einige sind auch sehr gesund! Bis auf wenige verschreibungspflichtige Ausnahmen sind alle Booster von mir legal.

      Bitte beachtet das die Effekte sehr subjektiv sind und bei jedem anders auftreten können. Man muss schon ein gutes Gespür für Kratom haben um die teilweise nur minimalen Effekte eines Boosters wahrzunehmen. Einige muss man einschleichen und wieder andere wirken richtig angewendet beim ersten mal wie ein Hammer. Ich gehe aber davon aus das Kratomkonsumenten ein vergleichsweise feines Gespür haben :)
      Bei vielen Kombinationen merken manche User einfach garnichts. Es gibt ja auch einige Leute die selbst bei enorm hohen Mengen Kratom absolut nichts merken, sogenannte Nonresponder. Auch Booster sind hier keine Garantie für Erfolg. Grundsätzlich sollte man wissen das Kratom sehr subtil wirkt und man am meisten von der Wirkung mitbekommt wenn man auf nüchternen Magen konsumiert oder 3-6 Stunden vor der Einnahme nichts gegessen hat. Liegt man im Bett und kann die Wirkung genießen, ist sie bei gleicher Menge deutlich stärker als wenn man aktiv oder abgelenkt ist.

      Im folgenden also meine ganz persönliche Erfahrung und Meinung, die sich definitiv nicht auf jeden gleichermaßen übertragen lässt (speziell was die Dosierung angeht). Nehmt die Liste daher einfach als Anreiz oder grobe Orientierung. Viel Spaß!

      Grapefruitsaft:
      Die in Grapefruitsaft enthaltenen Flavonoide Naringenin und Bergamottin hemmen die Cytochrome P450-1A2 und CYP3A4 in der Leber. Diese Cytochrome werden benötigt um die Kratomalkaloide abzubauen, folglich braucht der Körper viel länger um die Wirkstoffe zu metabolisieren, was in einer erheblich verlängerten und verstärkten Kratomwirkung resultiert. 3 Frische Früchte auspressen und 45min vor der Kratomeinnahme trinken. Man kann auch seine Cytochromaktivität dauerhaft niedrig halten indem man täglich 0,5-1L kommerziellen Grapefruitsaft trinkt. Das kann die sonst benötigte Dosis innerhalb von wenigen Tagen halbieren. Die frischen Früchte sind allerdings deutlich effektiver.

      Der Saft ist geeignet als Dauer-Booster, da viele gesunde Vitamine enthalten sind die bei Drogenkonsumenten häufiger zu kurz kommen. Bitte beachtet das Grapefruitsaft teils schwere Kreuzwirkungen mit einigen Medikamenten haben kann, da ja deren Abbau ebenfalls gehemmt sein kann und es zu Überdosierungen kommen kann, also bitte vorsichtig sein. Obwohl der Saft die Wirkung verlängert und man deutlich weniger Material braucht, ist die Grapefruit nicht oder nur bedingt zum entziehen geeignet, da die Früchte Zucker und Ascorbinsäure enthalten. Um Booster und andere Hilfsmittel zum Entziehen zu benutzen, dazu schreibe ich in einem eigenen Leitfaden gerne mehr.

      Chili / Capsaicin:
      Beschleunigt die Aufnahme, so das man nicht so lange warten muss bis zum Anfluten. Auch geeignet als Dauer-Booster, da regelmäßiger Chilikonsum durch das stoffwechselanregende und Blutdruck stabilisierende Capsaicin unglaublich gesund ist (googelt mal nen bisschen). Die Darmschleimhaut wird besser durchblutet und somit werden mehr Opioide aufgenommen = Mehr Wirkung aus der gleichen Menge Kratom. Den Mengen sind hier keine Grenzen gesetzt, esst einfach so scharf und so oft wie ihr es wollt, mit oder ohne Kratom. Zu Scharf? Kein Wasser trinken, kalte Milch hilft viel besser, da Capsaicin fettlöslich ist!

      Pfeffer / Piperin:
      Besonders schwarzer Pfeffer ist durch den hohen Gehalt an Piperin besonders zum boosten geeignet. Die Wirkungsverstärkung ist allerdings eher schwach und man sollte auch nicht dauerhaft große Mengen Pfeffer zu sich nehmen, da in Pfeffer leicht neurotoxische Pinene und eventuell mutagene Polyphenole enthalten sind. Die Wirkungsverstärkung beruht auf der sekretionssteigernden Wirkung von Piperin, das darüber hinaus als Bioenhancer (Erhöhung der Bioverfügbarkeit vieler Stoffe) eingestuft wird. Ein halber Teelöffel Pfefferpulver vorzugsweise mit ein wenig Nahrung (damit der Magen nicht zu stark gereizt wird) 30 Minuten vor der Kratomeinnahme essen.

      Koffein:
      Ein häufiger Irrtum ist, Koffein mache wach. Da allerdings Koffein als simpler inversiver Adenosinrezeptoragonist nur temporär die weitere Ermüdung der Nervenzellen aufhält, kann man damit keinerlei Steigerung der "Wachheit" erreichen. Reines Koffeinpulver wirkt anders als Koffein aus Getränken, da Kaffee, Mate-Tee, Energydrinks und Co. noch viele weitere Stoffe enthalten die die eigentliche Koffeinwirkung beeinflussen. 20-30 Minuten nach der Kratomeinnahme getrunkene koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Energydrinks und Cola scheinen mit den Opioiden Wechselwirkungen auszulösen. Ich persönlich finde die Kombination als nicht sehr angenehm, und wenn dann nur mit geringen Mengen Koffein aus z.B. Cola, aber das ist Geschmackssache. Besonders mit weißen Sorten ergeben sich sehr euphorische Zustände und man wird etwas hibbelig. Mit roten Sorten konkurriert das aktivierende Koffein, da diese ja eher sedieren. Wenn, dann fand ich die Kombination mit einem klassischen grünen Strain wie Green Malay ganz interessant.

      Man kann sich auch die einzelnen Eigenschaften der Getränke zunutze machen um Kratom zu verstärken. Z.B. kann man die Kratomdosis zusammen mit Kaffeepulver aufkochen um mehr Alkaloide in Lösung zu bringen, oder man gießt seine Dosis mit Cola auf (schäumt wie blöd!) und lässt die in Cola enthaltene Phosphor- und Citronensäure die Alkaloide herauslösen. Einfach in der Cola ne halbe Stunde liegen lassen. Klingt eklig? Kratom-Kaffee oder Kratom-Cola schmecken zwar wie Fuß, aber darum gehts ja auch nicht oder? Was ihr auch mal testen könnt, koffeinfreier Kaffee! 3-5g des Granulats zusammen mit Kratom aufbrühen, dabei kann man die boostenden Effekte des Kaffees nutzen, ohne mit dem Koffein kämpfen zu müssen wenn man es nicht verträgt.

      Mischungen:
      Meiner Erfahrung nach sind Mischungen von Strains oder Sorten oft deutlich besser als die besten Sorten im Solokonsum. Das kommt daher das das Alkaloidprofil einer Sorte sehr gut durch eine andere ergänzt werden kann. Beispielsweise liebe ich die Kombination aus einem analgetischen Red Strain wie Red Thai und einer aktivierenden Sorte wie Maeng Da White. Obwohl man denken müsste das Red und White sich nicht vertragen, kann man oft nicht voraussagen wie gut 2 oder mehr Sorten zueinander passen. Green und White gemischt nutze ich zum konzentrieren, Red/Red zum schlafen und gegen Schmerzen. Green/Red vertrage ich fast nie, da wird mir oft schwindlig. Außerdem ist das Mischungsverhältnis sehr wichtig. Probiert es aus: 3x33%, 50/50, 4x25%, 80/20, mit Yellow, Gold, Enhanced, Extrakten..., da gibt es endlose Möglichkeiten.

      Kola Nuss:
      Von der Stoffgruppe der Xanthine bzw. der Purinalkaloide kommen hauptsächlich 3 für uns wichtige Vertreter in Pflanzen vor. Coffein, Theobromin und Theophyllin. Daneben enthalten die Pflanzen noch unterschiedliche Konzentrationen von Catechinen, Saponinen, Polyphenolen und etlichen weiteren sekundären Pflanzenstoffen, die damit jeder Pflanze ihren eigenen Wirkungscharakter geben. Koffein aus Kaffee wirkt anders als Koffein aus Guaraná, Tee oder Kola. Der Grund ist die Bindung von Koffeinmolekülen an andere Stoffe. Koffein im Kaffee ist an Chlorogensäure gebunden, die durch die Magensäure sehr schnell zerstört wird und das Koffein freigibt. In Tee zum Beispiel sind die Bindungspartner Polyphenole, deren Abbau erst in Darm geschieht und die damit das Koffein langsamer abgeben. Daher wirkt Tee weniger stark aber länger als Kaffee. Durch die unterschiedliche Zusammensetzung hat auch das Pulver der Kola Nuss ganz eigene Eigenschaften, obwohl Coffein der stärkste Vertreter der Xanthine ist. Kola Nuss ist bisher die stärkste Stimulanz die ich mit Kratom gemixt hab. Ich empfand die Kombination als nicht besonders angenehm.

      Kola braucht etwa 30 Minuten um zu wirken und macht eher körperlich wach und hibbelig als das es konzentrationsfördernd wirkt. Ich hatte es mit einem Green Vein gemischt und die Dosis hat auch stärker gewirkt als ohne Kola. Fangt erstmal mit 1g des Pulvers an und steigert es langsam, probiert es mal zu verschiedenen Zeitpunkten, z.B. 30 Minuten vorm Kratom, zusammen mit Kratom, oder 45 Minuten nach dem Kratom. Guaraná finde ich persönlich viel angenehmer und sanfter in der Wirkung, aber natürlich bei weitem nicht so stark wie Kola, obwohl der durchschnittliche Koffeingehalt beider Stoffe um die 3-5% liegt. Außerdem schmeckt Kolanuss wie Kreide.

      Grüner Tee:
      Enthält neben kleinen Mengen Koffein besonders viel Epigallocatechingallat (EGCG). Grüner Tee ist aus Aufguss allerdings viel zu schwach und daher empfehle ich Grüntee-Extrakt Kapseln mit so viel EGCG Gehalt wie möglich (ist meist angegeben). EGCG hat indirekten Einfluss auf unsere Dopaminsynthese, da es die periphere decarboxylase von Levodopamin mindert und so die Passage über die Blut-Hirn-Schranke begünstigt. Besonders groß ist der Effekt zusammen mit L-Dopa aus Medikamenten, Nahrungsmitteln oder Pflanzen wie Mucuna Pruriens. Auch ist in Grünem Tee L-Theanin enthalten, eine nicht-proteinogene Aminosäure, die leichte GABAerge Eigenschaft besitzen soll. Das Extrakt am besten gleichzeitig mit Kratom einnehmen, da beide Substanzen 20-60 Minuten brauchen um anzufluten. Bei den Mengen kommt das darauf an wie gut euer Extrakt ist, also müsst ihr selbst rumprobieren. EGCG ist unglaublich interessant, es bindet z.B. auch an einen Cannabinoid-Rezeptor und hemmt die 11ß-Hydroxysteroid-Dehydrogenase, wodurch weniger Cortisol gebildet wird. Cortisol ist ein Stresshormon das zwar wichtige Eigenschaften im Körper übernimmt, aber bei dem ein zu hoher dauerhafter Serum-Spiegel Gesundheitsschäden verursacht.

      Guaraná:
      Im Schnitt flutet Kratom nach 20-30 Minuten an, sofern der Magen leer war. Die Wirkung erreicht nach 60-90 Minuten ihren Höhepunkt (Peak), der villeicht 10-30 Minuten andauert. Danach folgt der „Afterglow“, der sehr unterschiedlich lange ausfallen kann. Bei mir waren es früher 2 Stunden. Mittlerweile nehme ich nur noch das Anfluten war, da es die Entzugssymptomatik lindert, also einfach den Normalzustand wieder herstellt. Jedenfalls ist es wichtig die Booster mit Kratom richtig zu timen. Ein aktivierender Booster wie Guaraná passt natürlich weniger direkt zusammen mit einer sedierenden Red Sorte, sehr wohl aber nach dem Peak der Red Sorte um nicht so müde beim Afterglow zu sein. Oder natürlich direkt zusammen mit einem Green oder White genommen, zum arbeiten, lernen und konzentrieren.

      Guaraná ist sehr mild in der stimulierenden Wirkung. Wenn man wie ich erhebliche Mengen Energydrinks gewöhnt ist, wird man von Guaraná nicht viel merken und muss schon recht hoch dosieren. Ich würde das Kratom zusammen mit Guaraná einnehmen, mit Mengen von 2g anfangen (ca. 80-100mg Koffein), und mich dann in 0,5-1g Schritten steigern. Ein 500ml Energydrink hat schon 160mg Koffein das zusammen mit Taurin, Zucker und der Kohlensäure extrem schnell wirkt. Im Schnitt müssten das 4g Guaraná sein, aber das wirkt vergleichsweise so langsam und gleichmäßig, als würde man über 12 Stunden an dem E-Drink nippen. Guaraná ist auch gut appetithemmend. Wer Kratom regelmäßig nutzt sollte viel trinken, und wer zusätzlich Guaraná oder andere Koffeinhaltige Quellen verwendet, so gilt viel Wasser trinken in verstärktem Maße, da sie alle harntreibend sind. Dehydration ist kein Spaß, glaubt mir, ich hab das schon auf die harte Tour lernen müssen.

      Schokolade / Kakaopulver / Theobromin:
      Besonders dunkle Schokolade mit hohem Kakaogehalt hat viel Theobromin und interagiert angenehm mit Kratom. Reines Kakaopulver ist natürlich noch besser, schmeckt pur aber recht trocken. Kratom in einem richtigen warmen Kakaogetränk ist wirklich etwas für kalte Tage. Theobromin ist ein dem Koffein strukturell sehr ähnliches Alkaloid und stellt auch dessen Abbauprodukt dar, wirkt aber leicht anders. Es ist stimulierend und wirkt länger und sanfter als Coffein. Im Gegensatz zu Koffein geht Theobromin bei mir Hand in Hand mit Kratom, vor allem mit White Strains, und kann die Euphorie und Konzentrationsfähigkeit verstärken. Bei Schokolade liegt das vielleicht auch an dem allseits bekannten Glücksgefühl beim Naschen. Es gibt aber auch reines Theobromin oder ein Kakaoextrakt zu kaufen. Einnahme idealerweise auf dem Höhepunkt (Peak) der Kratomwirkung. Zu einem Kratomkakao passen wunderbar Gewürze wie Ingwer, Zimt, Vanille, Kardamom oder etwas Chili. Das wärmt so richtig durch!

      Auch mit Guaraná lässt sich Kakao gut kombinieren. Wenn ich von Kakao rede, meine ich allerdings 100% Pulver aus Kakaobohnen, nicht dieses lösliche Zeug für Kinder das zum Großteil aus Zucker besteht. Kakao enthält etwa 6 mal mehr Theobromin als Koffein, dazu Amine wie Serotonin, Tyramin und Dopamin, sowie Catechine, Isochinolin-Alkaloide und über 300 weitere Substanzen die teilweise mit Cannabinoid- und Vanilloidrezeptoren interagieren. Das hört sich zwar alles super vielversprechend an, jedoch sind die Konzentrationen in Kakao einfach zu gering für großartige Effekte. Es gibt also 2 Möglichkeiten, entweder Extrakte verwenden, oder große Mengen benutzen. Extrakte sind meist minderwertig und enthalten nur einen Teil des Spektrums vollwertigen Kakaos. 10g Kakaopulver auf dem Peak der Kratomwirkung empfinde ich als sehr anregend. Auf Kratom futter ich auch gerne (viel zu viel) Schokolade, analog zu den Fress-Attacken bei Cannabis.

      Tabak / Nikotin:
      Nikotin macht als Acetylcholinrezeptorstimulator im Gegensatz zu Koffein wirklich wacher. Nikotin ist zudem Dopaminerg, Serotoninerg und Adrenalinerg (erg = bewirkt dessen Ausschüttung) und gleicht somit die ermüdende Wirkung von Kratom aus und verstärkt gleichermaßen die euphorische Eigenschaft des Kratoms. Natürlich darf man auch hier keine Wunder erwarten und solange man nicht onehin schon Raucher ist, sollte man sich auch davon fernhalten. Bei mir funktioniert rauchen am besten kurz vor der Kratomdosis. Oder wie es euch gefällt, probiert es selbst aus.

      Distickstoffmonoxid / Lachgas:
      Lachgas verstärkt die entspannende Wirkung erheblich, wobei die Kratomtypische Wirkung schnell in den Hintergrund gedrängt wird. Durch die kurze Wirkungsdauer von 2-5 Minuten ist Lachgas nicht als Dauer-Booster geeignet, aber harmoniert hin und wieder ganz gut. Gefahr besteht eventuell durch die atemdepressiven Effekte beider Substanzen, wenn sie kombiniert werden. Was hab ich in meinem Leben schon Kapseln vernichtet...und keinen Schaden davongetragentragentragen....hä was?

      Kurkuma / Curcuma:
      Das im Kurkuma enthaltene Curcumin wirkt als leichter COX-2 Hemmer zusammen mit Kratom analgetisch. Daneben erhöht es die Magensaftproduktion. Idealerweise sollte es mit Pfeffer kombiniert werden da Piperin die Bioverfügbarkeit von Curcumin hundertfach erhöht. 1 drittel Teelöffel Pfefferpulver mit der volumenmäßig gleichen Menge Kurkuma 30 Minuten vor, oder zusammen mit der Kratomdosis sollte für den Anfang genügen. Bitte nicht dauerhaft anwenden.

      Ibuprofen:
      Ibuprofen verstärkt als mittelmäßig starker, multipler COX-Hemmer die analgetische Wirkung von Kratom deutlich, jedoch wird der Rausch auch stark verändert. In geringen Mengen, etwa 100-200mg Ibuprofen, könnte es jedoch so mancher als angenehm empfinden, mir selbst ist es eher unangenehm. Sollte jeder selbst ausprobieren, aber bitte vorsichtig dosieren und nicht regelmäßig anwenden, Ibuprofen geht stark auf die Magenschleimhaut und verursacht bei Daueranwendung Magenblutungen, Leberschäden und diverse andere Probleme. Im akuten Notfall mit Kratom aber meine Wahl gegen Zahnschmerzen, Migräne oder Schmerzen der Wirbelsäule (was keine Empfehlung sein soll!).

      Alkohol:
      Wirkt in geringen Mengen angenehm mit Kratom zusammen, aber nur bei 1 bis 2 Bier, je nachdem wie viel man gewöhnt ist. Alles darüber drängt die Kratomwirkung schnell in den Hintergrund.

      Schwarzkümmelöl (SKÖ):
      SKÖ ist mit einer der besten Booster überhaupt, verringert die Opioidtolleranz, steigert und verlängert die Wirkung sehr stark. Wichtig ist eine gute Quelle zu finden. Dragonspice bietet gutes und günstiges SKÖ. In Apotheken bezahlt man locker das doppelte. Gutes SKÖ erkennt man wie bei Olivenöl daran das es sanft nussig schmeckt und man kein Sodbrennen bekommt oder davon aufstoßen muss. Je weniger es im Hals kratzt, desto besser. Zum einmaligem boosten: 1-3 Teelöffel oder 1 Esslöffel Öl 10-30 Minuten vor dem Kratom einnehmen. Man kann das äußerst gesunde SKÖ auch problemlos regelmäßig nehmen um die Toleranz niedrig zu halten. 3 Teelöffel bis 2 Esslöffel über den Tag verteilt nehmen, ruhig über mehrere Wochen. SKÖ ist auch nach wie vor eines der besten Mittel um den Entzug zu schaffen. Beim boosten mit SKÖ sollte man vorsichtig sein, da eine gewohnte Dosis manchmal enorm verstärkt werden kann, also lieber geringer als üblich dosieren. In SKÖ ist unter anderem die für den Menschen essentielle Linolsäure enthalten, die das Immunsystem stärkt und für die Haut sehr wichtig ist

      Zimt (Ceylon):
      Hat wahrscheinlich durch verdauungsfördernde Stoffe auch einen minimal positiven Einfluss auf die Aufnahme. Darauf achten das es Ceylon-Zimt ist (muss auf der Packung angegeben sein, denn der oft verwendete billige Cassia Zimt enthält viel des krebserregenden Chromen-2-on). Zimt immer zusammen mit Kratom einnehmen, das verbessert auch den Geschmack. Mengen bis zu 2g Gramm am Tag. Kann man ohne großes Risiko über Wochen benutzen und mit vielen anderen Boostern kombinieren. Harmoniert hervorragend mit Kakao, Vanille, Kardamom, Ingwer, Zitronensaft, Quark und vielen mehr.

      Quark / Fruchtquark / Magerquark / Speisequark / Casein:
      Einer der besten Booster und Hilfsmittel beim Entzug. Enthält viel Casein aus denen Opioidpeptide, sogenannte Casomorphine entstehen die die Kratomwirkung verstärken, verlängern und "abrunden". Außerdem fördern Aminosäuren und Fette im Quark die Löslichkeit der Kratomalkaloide aus dem Pulver. Da die Morphine wunderbar gegen das gefürchtete Restless-Legs Syndrom helfen, mehrere Stunden wirken und viele Entzugssymptome lindern, kann man beim Entzug der zum boosten ruhig 500g Magerquark über den Tag futtern. Es spricht nichts gegen eine Daueranwendung. Zum boosten am besten das Kratom in den Quark einrühren. Kann auch mit Zimt und/oder Kakao für besseren Geschmack, und SKÖ für enorme Wirkung kombiniert werden. Ein bisschen Marmelade oder Honig gegen die Bitterkeit dazu und fertig. Mit solchen "Desserts" hatte ich einige der besten Kratom-Turns ever. Skyr, Frischkäse, Joghurt und andere Milchprodukte funktionieren auch, sind aber aufgrund des geringeren Caseingehalts etwas schwächer.

      Kreuzkümmel:
      Wirkt ähnlich wie Schwarzkümmel, aber schwächer. Allerdings habe ich bisher auch nur die Samen oder das geriebene Pulver und noch kein Öl oder Extrakt genutzt, weil es schwer zu bekommen ist. 1 halber Teelöffel des Pulvers direkt zusammen mit der Kratomdosis bewirkt bei mir eine gute Verstärkung der analgetischen Komponente. Außerdem hilft Kümmel super gegen Magenschmerzen und Blähungen.

      Damiana:
      Ein Damianatee ist selbst schon beruhigend, und kombiniert mit einer moderaten Menge eines Red Vein Kratoms perfekt zum chillen und abschalten. 1-2 Esslöffel Damiana in einen Teebeutel packen. Die gewünschte Menge Kratom mit kochendem Wasser aufgiessen und den Teebeutel dazugeben. Nach 10 Minuten den Beutel entfernen und den Tee inklusive Kratompulver trinken. Damiana wirkt auch geraucht sehr angenehm.

      Cannabis:
      Ob gegessen, verdampft oder geraucht, Gras passt in kleinen Mengen wunderbar zu Kratom. Kratom kann man übrigens ähnlich wie Cannabis beim kochen, besonders aber zum backen verwenden. Den berühmten Hasch-Brownis kann man bei der Zubereitung wunderbar Kratom hinzufügen. Die Kombination ist die reinste Ekstase!

      Levodopamin / L-Dopa:
      Als Prodrug, das den Vorgänger für die Dopaminsynthese im Gehirn liefert ist L-Dopa sehr euphorisierend. Die Kratomwirkung wird beinahe ekstatisch, je nach Menge. L-Dopa sollte 30 Minuten vor der Kratomeinnahme genommen werden, wobei man sich sehr vorsichtig und langsam herantasten und jedwegen anderen Mischkonsum unterlassen sollte. Levodopamin kann schon alleine schwerwiegende Nebenwirkungen auslösen. Nicht vergessen, das ist ein Medikament gegen Parkinson und sollte es auch bleiben und nicht zum Dauerbooster werden. Abhängigkeiten von L-Dopa können tödlich enden wenn es abrupt abgesetzt wird.

      Juckbohne / Mucuna Pruriens:
      Mucuna ist eine Kletterpflanze die in den selben Regionen wie Kratom gedeiht. Ihr getrocknetes Bohnenpulver enthält natürliches Levodopamin. Das Pulver gibt es unbehandelt oder auch als Extrakt. Gutes Extrakt enthält etwa 40% L-Dopa. Im Gegensatz zu synthetischen Präparaten wie Restex, ist die Wirkung von L-Dopa aus Mucuna deutlich sanfter und Nebenwirkungsärmer. Das macht sie so interessant für Parkinson- und RLS Patienten, aber auch für Kratomkonsumenten. Da in der Juckbohne kein Decarboxylase-Hemmer enthalten ist wie bei Medikamenten, gelangt nur ein kleiner Teil über die BHS ins Gehirn wo es zu Dopamin umgewandelt wird. Der Großteil wird außerhalb des Gehirns abgebaut. Das bedeutet das 1g Mucuna-Extrakt zwar 400mg L-Dopa enthält, das aber viel schwächer und auch anders wirkt. Damit die Dopamin-Synthese im Gehirn gesteigert wird ist es günstig Mucuna mit Grüntee-Extrakt zu kombinieren das viel EGCG enthält (siehe Grüner Tee). Daneben hilft Folsäure bei der Resorption.

      Auch für den Entzug ist die Kombination EGCG/MP besonders interessant. Wer Kratom damit boosten möchte, kann mit 250mg Mucuna-Extrakt (ca.100mg L-Dopa bei einem 40% Extrakt) anfangen und es zusammen mit der Kratomdosis nehmen. Wer wie ich mit chronischem RLS zu kämpfen hat, bei dem hilft 1 Kapsel Mucuna-Extrakt (400mg mit 40% L-Dopa) zusammen mit 1 Kapsel Grüntee-Extrakt (100mg EGCG) sehr zuverlässig gegen die Bewegungsstörungen. Man sollte aber nicht mehr als 200mg EGCG und nicht mehr als 1200mg Mucuna-Extrakt (40%ig) am Tag zu sich nehmen. Zu viel Mucuna kann Angst, Herzrasen und Wahrnehmungsstörungen verursachen. Seid vorsichtig und verantwortungsbewusst wenn ihr mit Prodrugs im Gehirn herumstochert.

      Kamille / Matricaria Chamomilla :
      Als Tee wie Damiana zu verwenden, wirkt beruhigend und hilft gegen Magenschmerzen und Übelkeit. Hilft beim einschlafen.

      Ingwer:
      Einer meiner Favoriten aller Dauer-Booster. Etwa 2-3 Kubikzentimeter frischer Ingwer in kleine Stückchen geschnitten passen hervorragend in einen heißen Aufguss mit Kratompulver, Zimt, Kakao oder auch Zitronensaft. Auch roh gegessen, kurz vor der Kratomdosis, wirkt er verdauungsfördernd und Kreislauf anregend. Ingwer funktioniert sehr gut gegen Übelkeit und ist einer der angenehmsten und gesündesten Langzeit-Booster. Er minimiert Kratombedingte Muskelzuckungen während des Noddings. Ingwer ist kombinierbar mit Chili, Zimt, Pfeffer, Kümmel, Kurkuma, Magnesium, Damiana, Kamille, Zitronensaft, Moringa, Schokolade, Kakao und Guaraná.

      Magnesium:
      Magnesium setzt wie SKÖ die Opioidtoleranz herab, aber nicht ganz so stark. Sehr effektiv sind Magnesium-Brausetabletten mit etwa 300mg, einfach gleichzeitig mit dem Kratom getrunken. Maximal eine Brausetablette pro Tag zum boosten nehmen, zu viel kann Probleme mit dem Muskeltonus und der Reizweiterleitung geben. Präparate aus der Apotheke sind im allgemeinen hochwertiger, aber Multivitaminbrausetabletten aus dem Supermarkt tuns auch.

      Phenibut:
      Habe ich leider noch keine eigenen Erfahrungen sammeln können, kann wohl ebenso wie Kratom recht abhängig machen aber auch die anxiolytischen Eigenschaften enorm verstärken. Wirkt stark zeitverzögert.

      Mulungu / Erythrina Mulungu / Korallenbaum:
      Das getrocknetes Rindenpulver von Mulungu enthält wohl anxiolytisch wirkende, Benzodiazepinähnliche Alkaloide. Es gibt Meinungen aus englischen Foren, die gute Eigenschaften als Booster versprechen. Bei meinen wenigen Versuchen habe ich einen leicht besseren angstlösenden Effekt verspürt als bei der gleichen Menge Kratom solo, der aber auch Einbildung gewesen sein kann. 1 halber Tl Pulver zusammen mit Kratom als Tee aufbrühen und mitsamt dem Pulver trinken.

      Ashvaganda / Ashwagandha / Withania Somnifera / Schlafbeere:
      5-10g des getrockneten Wurzelpulvers zusammen mit Kratom genommen kann zu starkem Nodding führen, wobei man es bei 1-2 Anwendungen pro Woche belassen sollte. Komischerweise funktioniert der Effekt manchmal sehr gut und manchmal gar nicht, obwohl alle Faktoren bei meinen akribisch dokumentierten Versuchen die Selben waren. Das breite Spektrum an Alkaloiden und Lactonen in der Schlafbeere interagiert mit Kratom in noch unbekannter Weise, erhöht die Schlafqualität, die Regeneration und meiner Meinung nach auch die kognitive Leistungsfähigkeit. Nicht ohne Grund gilt sie als ein potentes Nahrungsergänzungsmittel in Indien. Sehr sedierend fand ich, 10g Pulver zusammen mit Kratom, ein wenig Honig und 200ml Milch einige Zeit lang köcheln zu lassen. Das "Gebräu" schmeckt eigenartig aber eigentlich sehr gut und macht wunderbar müde.

      Moringa Oleifera / Meerrettichbaum / Wunderbaum:
      Enthält massenhaft Vitamine, Mineralstoffe, gesunde Glykoside, und gilt als Multivitaminpulver der Natur. Ich nehme seit langer Zeit täglich zwischen 1 und 2 Gramm Pulver, es gibt aber auch Kapseln oder gepresste Tabletten. Direkt mit Kratom genommen wirkt es gegen die opioidtypischen Muskelzuckungen und beschleunigt das Anfluten. Äußerst gesundes Nahrungsergänzungsmittel, wobei hunderte überteuerte Hype-Produkte den Markt überschwemmen. Lasst euch nicht das Geld aus der Tasche ziehen, man bekommt 100g hochwertiges Bio Pulver schon ab 5€.

      L-Tryptophan:
      Die freie Aminosäure soll Opioid-Toleranz senken können und die Schlafqualität verbessern. Bei meinem ersten Test mit 500mg wurde mir schwindlig und ich hatte ein Katerähnliches Gefühl am Tag danach. Beim zweiten Test bekam ich Kopfschmerzen und leichten Schwindel. Ich vertrage es wohl nicht, aber es gibt viele gute Berichte darüber.

      Ginseng:
      Ginseng als Tee oder als Extrakt in Getränken ist eine meiner neuesten Entdeckungen. Bei Produkten die schon Ginseng enthalten ist meist nicht angegeben um welche Sorte es sich handelt, aber große Unterschiede hab ich noch nicht feststellen können. Es gibt Stärkungs-Tee mit Ginseng, der zusammen mit Kratom sehr fokussierend bzw. konzentrationsfördernd wirken. Die Lustlosigkeit etwas zu tun ist weitestgehend gemindert. Ginseng Extrakt findet man auch in asiatischen Erfrischungsgetränken und am besten passen sie zu grünen Sorten.

      Baldrian:
      Als Tee mit individueller Dosierung genau wie Damiana zu verwenden. Wirkt sehr beruhigend und entspannend. Macht müde und erleichtert das einschlafen. Bei entsprechender Menge ist wachbleiben unmöglich.

      Hopfen:
      Als Tee mit individueller Dosierung genau wie Damiana zu verwenden. Wirkt sehr beruhigend und entspannend. Macht müde und erleichtert das einschlafen. Schmeckt deutlich besser als Baldrian.

      Glutamin:
      Eine Aminosäure, die viele Sportler nehmen, und die vor allem katabole Effekte verhindern soll, wohl aber auch sehr gut für die Regeneration und das Immunsystem ist. Normalerweise nimmt man 5-10g auf einmal und pro Tag maximal 15g. Die Kratomdosis zusammen mit 5g L-Glutamin finde ich, vor allem morgens auf nüchternen Magen, leichter verdaulich und sanfter. Ist also kein Booster wenn man mich fragt, sondern ein Puffer, falls der Magen morgens nicht so ganz mit dem grünen Zeugs zurecht kommt. Eventuell flutet Kratom dadurch schneller an. Nachteil ist der fiese Geschmack nach Gips.

      Piment:
      Pimentkörner, auch Nelkenpfeffer genannt, schmecken wirklich wie eine Kreuzung aus Nelke und Pfeffer, aber weniger penetrant. Jedenfalls sind 3-4 im Mörser zerriebene Körner für einen Tee mit Kratom geeignet, der subjektiv bei den ersten paar Versuchen schneller und stärker wirkte. Der Effekt konnte sich aber nicht halten, beim 6-7ten Teeversuch war die Booster-Eigenschaft nicht stärker als bei normalen kochendem Wasser, vielleicht hatte sich eine Toleranz aufgebaut.

      Nelken:
      5 kleingemörserte Nelken mit Kratom als Tee aufgebrüht haben bei mir die sedierenden Effekte verstärkt. Ganz deutlich ist mir das bei onehin schon sedierenden roten Sorten bewusst geworden, bei denen sich dann fast schon Schwindel eingestellt hat. Man nimmt Nelken zwar gerne gegen Zahnschmerzen, aber zu viele davon können auch Kopfschmerzen auslösen.

      Kardamom:
      Einer der besten Booster überhaupt, wenn man boosten als potenzieren der Wirkung definiert. Sehr angenehm, sehr zuverlässig, sehr günstig und sehr lecker. Die grünen Kapseln, die voller kleiner schwarzer Kerne sind, muss man aufbrechen und die kleinen Kerne Mörsern oder mit einem Hammer zerdrücken. Sie sind innen weiß und riechen sehr aromatisch. Die Kerne von 3-5 Kapseln zermahlen und sofort mit der Kratomdosis zusammen als Tee aufbrühen und die Tasse dann mit einem Teller abdecken. Nach 20-30 Minuten ist der Tee auf Trinktemperatur abgekühlt. Wer mag kann sie auch direkt zum Kratom knabbern. Die Wirkung ist erheblich beschleunigt und der Peak deutlich früher. Kardamom regt auch die Verdauung und die Magensaftproduktion an und ist recht gesund, es spricht nichts gegen eine Daueranwendung. Man muss allerdings auf gute Qualität der Kapseln achten. Billige Discounterware im Glas hat praktisch keine ätherischen Öle. Lieber auf Marke setzen, man braucht pro Tee ja nicht viel.

      Lorbeerblätter:
      Getrocknete Lorbeerblätter haben den gleichen Effekt wie Nelken. Mir gefällt diese Charakteristik nicht besonders, aber vielleicht findet es jemand ganz angenehm. Ich habe 2 Blätter kleingebröselt und sie in einem Teebeutel aufgegossen. Ich würde sie nicht mittrinken.

      Bourbon Vanille:
      Kein Booster im eigentlichen Sinn, wieder eher ein Puffer, da ich die Kratomwirkung zusammen mit einer halben bis ganzen, frisch ausgekratzten Bourbon Vanilleschote als sehr angenehm "federnd" und befriedigend empfinde. Ich reagiere jedoch auch generell sehr empfindlich auf jede Art von chemischer Beeinflussung, und kann daher Effekte wahrnehmen, die die meisten nicht einmal bei der dreifachen Dosierung bemerken. Ich weiß nicht ob jemand mit Einzeldosen von 8-12g einen Unterschied bemerken würde, ob 10g Kratom oder 10g Kratom + Vanille, wie es bestimmt auf einige der von mir vorgestellten Booster zutrifft. Aber einen Versuch ist es mMn allemal Wert, obwohl Vanille sehr teuer ist. Manchmal spricht man gut auf eine Kombination an und kann dem viel abgewinnen.

      Sternanis:
      Von Sternanis kann man die gleichen Effekte erwarten wie von Piment. Die Kapseln öffnen und 5 der linsengroßen Kerne herausnehmen. Die Kerne mörsern und im Tee verwenden oder zum Kratom knabbern.

      EAAs (Essential Amino Acids):
      Wieder aus dem Supplementbereich. Die EAAs, eine Mischung aller 8 essentiellen Aminosäuren, also Proteinbestandteilen die unser Körper nicht selbst produzieren kann, funktionieren ganz hervorragend als Booster. Ich löse morgens 10g EAAs in Wasser auf, gebe 1 Esslöffel Flüssighonig dazu und benutze dieses Gebräu bei der Kratomeinnahme statt Wasser zum runterspülen (Tosh´n Wash). Die Wirkung ist, vor allem Morgens auf nüchternen Magen, ganz erheblich beschleunigt. Der Honig ist dabei der Schlüssel. Erst die leichte Gabe von kurzkettigen Kohlenhydraten ermöglicht die schnelle Resorbtion und funktioniert als eine Art Türöffner für die Aminosäuren um ins Blut zu gelangen, und damit wohl auch den Alkaloiden. Einmal musste ich mich 20 Minuten nach dem Aufstehen und der Einnahme direkt wieder hinlegen, weil mich die Kombination total in den Orbit geschossen hat. Definitiv ein waschechter Booster mit Noddinggarantie für mich, dem gleichzeitig die positiven und gesunden Effekte des Honigs und der Aminosäuren eine Daueranwendung ermöglichen.

      L-Arginin:
      Schon wieder eine Aminosäure, diesmal jedoch eine semi-essentielle, die hauptsächlich in Erdnüssen enthalten ist. Sie kann auch beim Entzug nützlich werden. Arginin hat eine gefäßerweiternde Wirkung und damit einen Pump-Effekt. Der Körper kann in kürzerer Zeit mehr Nährstoffe bewegen, da die Blutgefäße bis hin zu den kleinsten Kapillaren eine höhere Durchsatzrate haben. Die Aminosäure bekommt man als Pulver oder in Kapseln, manchmal mit Ornithin kombiniert. Sie mindert oxidativen Stress, fördert die Wundheilung und stimuliert das Immunsystem. Dosierung so um die 500-1000mg mit Kratom zusammen.

      Zink:
      Bei Zink lohnen sich ausnahmsweise die teuren Supplemente (vor allem die Brausetabletten) aus der Apotheke zu kaufen, da sie einfach richtig gut wirken. Zink ist unglaublich wichtig für uns und regelmäßig Zink zusätzlich zuzuführen hat im Gegensatz zu vielen anderen Spurenelementen einen deutlich und direkt spürbaren Effekt. Ich empfehle gerne Zink-Sandoz Brausetabletten mit 25mg. Davon am besten 1-2x pro Woche eine direkt vor dem Schlafen gehen trinken, und darauf achten das man am nächsten Tag ausschlafen kann. Man spürt richtig die regenerierten Zellen des Körpers und für mich scheint es nur logisch zu sein das Zink damit auch eine gute Ergänzung bei regelmäßigem Drogenkonsum ist. Jaja ich weiß, ist kein Booster, aber es hält euch gesund und dann habt ihr länger was vom Kratom!

      ß-Alanin, Creatin, BCAAs, Whey-Protein, Xylitol:
      4 Sportlersupplemente und ein Zuckeraustauschstoff, die wie ich finde alle minimal die Aufnahmegeschwindigkeit von Kratom erhöhen.

      Kochendes Wasser:
      Nach wie vor ein super Booster, und bevor ihr mich auslacht, denkt an Tee! Heißes Wasser zieht wesentlich mehr Alkaloide aus dem Pflanzenmaterial und somit kann man aus der gleichen Menge Kratom erheblich mehr Wirkung erzielen. Kratom mit kochendem Wasser aufgießen kostet nix und hat noch 2 positive Effekte. Erstens sinken Sandpartikel (oder Metall, welches leider schon in Kratom gefunden wurde) zu Boden und man muss es nicht mittrinken. Und zweitens ist Kratom ja lediglich getrocknetes und nicht steriles Pflanzenpulver aus der Dschungel, das heisst darin können durchaus die fiesesten Krankheitserreger enthalten sein, die aber glücklicherweise alle keine 100°C aushalten. Dieser Booster ist damit einer der billigsten, gesündesten und sichersten überhaupt.

      Wer Angst vor Verunreinigungen oder Bakterien hat oder so große Mengen am Tag nimmt, das der Magen nicht mehr mitmacht, sollte sich daran gewöhnen sein Kratom immer aufzukochen. Wem das zu aufwändig ist, täglich konsumiert und auch des öfteren diskrete Dosen auf der Arbeit nehmen muss, dem rate ich seine Tagesdosis abends aufzukochen, es über Nacht abkühlen zu lassen und am nächsten Morgen in eine undurchsichtige Flasche abzufüllen. Man kann es dann auch mit Saft oder Milch mischen gegen des fiesen Geschmack und niemand wird euch mehr dumm angucken weil ihr grünes Pulver nehmen müsst. Trotzdem, Kratom zusammen mit Boostern wie Kakao, Zimt, Kardamom und auch unserem nächsten Booster aufzukochen ist noch viel effizienter, schmeckt besser und spart Material.

      Zitronensaft / Zitronensäure:
      Säure verbessert die Löslichkeit der Alkaloide in hohem Maße, vor allem in Kombination mit heißem Wasser. Gebt zu eurer Dosis einfach den Saft einer Zitrone hinzu oder nehmt Zitronesäure Pulver und gießt es mit kochendem Wasser auf. Eigentlich funktionieren alle organischen Säuren, also auch Vitamin C (Ascorbinsäure) oder Essigsäure, aber Vitamin C ist viel schwächer als Zitronensäure und Essig schmeckt absolut brutal.

      Amaranth:
      Amaranth gilt als das Getreide-Pendant zu Moringa und ist als überaus gesundes Nahrungsmittel anzusehen. Genau wie Moringa ist es ein dauerhaft anwendbares Adaptogen. Amaranth gibt es als Mehl, als Flocken oder gepufft. 10-20g gepuffte Körner über den Tag einnehmen oder ins Müsli mischen, schmeckt leicht nussig-süßlich. Boosten kann man damit nicht, aber es trägt zu einer guten Versorgung mit notwendigen Mikronährstoffen bei, die bei Drogenkonsumenten oft zu kurz kommen.

      Goldmohn, Helmkraut, Kalmus, Lavendelextrakt:
      Es werden geringe psychoaktive Wirkungen behauptet, jedoch habe ich selbst bei diversen Tests auch in Verbindung mit Kratom keinerlei Verstärkung, Abschwächung oder Veränderung erleben können. Eine große Dosis Goldmohn-Kratomtee fand ich recht Opium-ähnlich, aber das war nichts was nicht auch Placebo hätte sein können.


      So das wars erstmal was die Booster angeht, wobei es noch hunderte weitere Stoffe gibt die man ausprobieren kann, ob legal, illegal, biologisch, chemisch...
      Zum Schluss noch 3 Rezepte meiner Lieblingsrezepte guter Booster-Kombinationen:

      1. Kratomquark:
      -250g Speisequark (20% Fett)
      -1g Ceylon Zimt
      -1 Tl Schwarzkümmelöl
      -5g 100% Kakaopulver
      -1 El Honig oder Marmelade
      -4g Maeng Da Red (oder was ihr bevorzugt)
      ->Alles untermischen (mit einem EL Wasser dazu staubt es weniger), genießen und wegnodden!

      2. Kratomtrunk:
      -4g Green Malay (oder was ihr bevorzugt)
      -0,5g Ceylon Zimt
      -Die zermahlenen Kerne aus 3 Kardamomkapseln
      -Den Saft einer halben Zitrone
      -ein Esslöffel Honig
      ->Alles in eine Tasse zusammen geben, mit kochendem Wasser aufgießen und einen Teller auf die Tasse legen damit die ätherischen Öle nicht entweichen. Sobald der Trunk auf Trinktemperatur ist, genüsslich schlürfen und zum Jupiter fliegen!

      3. Kratomkekse:
      -50g Butter
      -35g Zucker
      -75g Mehl
      -10g Kratom
      -1 Messerspitze Backpulver
      -1 halbes Päckchen Vanillinzucker
      -1 halben Tl Ceylon Zimt

      Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.
      Butter und Zucker in eine Schüssel geben und schaumig rühren. Die restlichen Zutaten und das Kratompulver hineingeben und untermischen, bis ein weicher Teig entsteht.
      Die Hände anfeuchten und 10 gleichgroße Kugeln aus dem Teig formen. Die Kugeln mit ausreichendem Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legenund leicht flach drücken. Die Kekse 15-18 Minuten backen, bis sie ein wenig fest und bräunlich geworden sind. Dann das Blech aus dem Ofen nehmen, die Kekse vorsichtig auf einen Teller schieben und abkühlen lassen. Die Kekse werden beim Abkühlen noch fester, bleiben innen aber schön saftig. Jeder Keks hat 1g Kratom.

      Antidote:
      Mit Boostern kann es auch schnell mal zu stark werden, vor allem mit SKÖ oder Grapefruitsaft, bei deren Potenz ich mich schon oft verschätzt hab, lag ich anschließend 3 Stunden wie im Koma auf dem Sofa und war zu nichts in der Lage. Im Extremfall kommt es zu Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und Zittern, was zwar nicht wirklich gefährlich ist, aber sich stundenlang in diesen Zuständen zu befinden bis die Wirkung langsam abklingt ist schon verdammt unangenehm. Um den Turn abzuschwächen oder abzubrechen gibts einige kleine Hilfsmittel. Hier gilt das gleiche wie bei Boostern, was bei mir funktioniert kann bei euch nichts bringen, daher probiert einige Sachen aus und haltet euch ein geeignetes Antidot bereit, irgendwann nimmt jeder mal eine Überdosis.

      Kohletabletten:
      Sie binden Alkaloide und Giftstoffe durch ihre hohe Absorptionsfähigkeit schnell und zuverlässig, so dass die weitere Aufnahme gestoppt wird. Je später nach der Kratomeinnahme, desto schwächer wirken sie logischerweise. Gibts in der Apotheke.

      Isodrinks / Isotonische Getränke:
      Wirken wahrscheinlich durch ihren hohen Gehalt an Cyanocobalamin und verringern die Kratomwirkung im Nervensystem. Hilft mir regelmäßig um den Turn zu beenden oder abzumildern. Ich hab immer ein paar solche 500ml isotonischen Sportgetränke da um einen Turn zu beenden. Auch bei Dehydration, Durchfall oder Erbrechen sind die Getränke klasse gegen den Elektrolytverlust.

      Heilerde:
      Hevert Ultrafein (Lilafarben) hat mir schon oft geholfen, auch gegen Übelkeit und Sodbrennen, wirken mMn noch besser als Kohletabletten.

      Vitamin C / Ascorbinsäure:
      Hoch dosiert als Brausetablette gut gegen Cannabis und Kratom Überdosierungen. Auf keinen Fall bei Opioidentzügen verwenden.

      Glucose / Dextrose:
      Kurbelt den Kreislauf an und hilft gegen zu viel drückendes Nodding. Generell sollte man wenn man kann, sich bei zu viel Stoff nicht hinlegen, da die Kratomwirkung dann erst recht ihr volles Potenzial erreicht. Besser ist, sich abzulenken und irgendwas zu machen wie Zocken oder Spazieren gehen.

      Obstipation:
      Bei Opioid-Dauerkonsumenten ist Verstopfung ein teilweise erhebliches Problem und kann sogar tödlich enden bei Darmverschluss, was schneller passieren kann als man denkt, vor allem wenn man täglich große Mengen Kratom nimmt, eine ohnehin langsame Verdauung hat und viel Fastfood oder Weizenprodukte isst.

      Hierbei helfen folgende Dinge (probiert sie durch was am besten funktioniert oder kombiniert 2-3):
      -Jeden Tag 1-2 Äpfel (hilft super bei leichter Verstopung)
      -Milchzucker / Laktose (nur wenn ihr keine Laktose-Intoleranz habt)
      -Rizinusöl (wenn es akut Probleme gibt)
      -Lactulose aus der Apotheke (Ein Sirup der täglich genommen werden kann)
      -Getrocknete Feigen (zu viele schlagen in Durchfall um)
      -Pflaumensaft
      -Zuckerfreie Kaugummis mit hohem Sorbit Gehalt (funktionieren nicht bei jedem)
      -Kaffee und Tabak (Die Kombination ist sehr gut bei akuter Verstopfung)
      -Macrogol oder Movicol (das beste präventive Mittel um nebenwirkungsfrei Verstopfung zu verhindern. 1-2 Beutel über den Tag verteilt nehmen, geht ohne Probleme über Monate und Jahre)
      -Viel trinken! (wie bereist erwähnt, Kratom entwässert und viele Booster auch noch zusätzlich.

      Bei Übelkeit oder Magenbeschwerden durch Kratomkonsum:
      -Ingwertee
      -Fenchel-Anis-Kümmel Tee
      -Kamillentee
      -Iberogast
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    • Deine Liste wird ja immer länger ;) Auch wenn ich bei manchen Boostern skeptisch bin; Danke für deine Arbeit!
      In deiner letzten Liste fehlen unbedingt noch Leinsamen. Sind nicht nur gut, wenn es im Abgang stockt, sondern auch noch günstig und sehr gesund!
      Liebe Kinder, das Christkind hat eure Fotos und Posts auf Facebook gesehen - darum bekommt ihr dieses Jahr ein Wörterbuch und was zum Anziehen!

      The post was edited 1 time, last by Mofi ().

    • Uff ein starkes Stück Arbeit,

      erstmal mein Respekt und Dank für die ganze Mühe. Muss dass mal in Ruhe alles durchgehen.

      Was ich aber definitiv ausprobieren werde ist dein Quark Rezept, das könnte selbst mit Kratom noch ganz gut schmecken :). Auch Zitronensaft klingt gut, stehe auf den Geschmack irgendwie.
      Manche kannte ich auch schon, allerdings bin ich zum Teil echt überrascht was ich so alles auf deiner Liste gefunden habe. Werde in Zukunft sicher noch oft darauf zurückgreifen.
    • wow, da hast Du dir eine große Mühe gemacht Peelz.
      Mega gut! Vielen dank dafür, ich werde einiges austesten.

      edit: irgendwie komme ich nicht mit dem Gedanken klar Kratom aufzukochen.. ich hab da so das Vorurteil im Kopf dass da viele Wirkstoffe zerstört werden könnten.
      geht statt Magerquark auch griechischer Joghurt? Oder hat Quark einfach mehr fett und ist dadurch besser?!

      The post was edited 1 time, last by F1n4lly ().

    • Danke, Peelz. es ist hilfreich, das so auf einen Blick zu haben.

      Gegen Verstopfung helfen Indische Flohsamen.

      5-HTP:
      Daraus bildet der Körper Serotonin. Bringt nach meiner Erfahrung mehr Euphorie. Eignet sich auch gut für Kratom-Pausen, damit der Serotonin-Spiegel nicht so stark absinkt (bessere Laune).
      5-HTP muss man 2 Stunden vor dem Kratom nehmen, weil es so lange dauert, bis die Wirkung eintritt.

      Iberogast:
      Enthält Schöllkraut, was ein Mohngewächs und Opioid ist. 30 Tropfen Iberogast boosten die Kratom-Wirkung merklich (meine persönliche Erfahrung).

      Kratom bestellen ist wie Lotto spielen.

      The post was edited 2 times, last by anandaprem ().

    • Meine Erfahrungen mit Mulungu:
      Ich darf davon nur ganz wenig nehmen, sonst wird es richtig unangenehm. Letzte Nacht habe ich 1 Messerspitze Mulungu, 30 Tropfen Baldriantinktur und eine Pipette voll CBD-Öl genommen. ein paar Stunden später bin ich hochgeschreckt und hatte eine richtige Panikattacke. Das habe ich sonst nie. Vom Baldrian und Hanföl kam`s nicht. Da das nicht die einzige unangenehme Erfahrung mit Mulungu war, werde ich es jetzt wegschmeißen.

      @Peelz Ich trinke grad die ganze Zeit schon eifrig O-Saft. Jetzt hab ich grad gelesen, dass das beim Entzug nicht gut ist. Das höre ich zum ersten Mal. Wieso denn nicht?
      Kratom bestellen ist wie Lotto spielen.
    • Erstmal Danke euch allen für das Lob :thumbup:

      @anandaprem
      Beim Entzug schiesst der NorAdrenalinspiegel durch die Decke und verursacht einen Großteil der Entzugssymptomatik. Noradrenalin wird im Körper mithilfe von Ascorbinsäure aus Dopamin gebildet. Der Dopaminspiegel sinkt und es entsteht als sekundäres Entzugssymptom RLS. Weniger Ascorbinsäurezufuhr aus Saft, Früchten oder Nahrungsergänzungsmitteln = weniger NorAd Synthese = leichterer Entzug + mehr Dopamin = weniger RLS als Symptom. Beim Entzug ist Vitamin C also eher ungünstig und verstärkt erfahrungsgemäß die Schmerzen. Dazu aber später mehr.

      @Mofi
      Stimmt, Leinsamen hab ich glatt vergessen. Auch Flohsamenschalen sind klasse gegen Verstopfung. Ich verwende allerdings seit 2 Jahren hauptsächlich Macrogol, das einfach am zuverlässigsten wirkt.

      @F1n4lly
      Keine Angst, das einzige was beim kochen von Kratom kaputtgeht, sind eventuelle Krankheitserreger. Alkaloide kannst Du problemlos stundenlang auch mit Säuren zusammen kochen ohne das das Material dabei schwächer wird, im Gegenteil. Zu Deiner anderen Frage, alles was Casein enthält funktioniert, auch Käse, Joghurt oder Milch, wobei der Caseingehalt bei diesen Produkten viel niedriger ist als bei Magerquark.
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    • Man Casein auch als Eiweißpulver kaufen

      Und sachmal , wegen dem Damiana findet man irgendwie wiedersprüchliche wirkungsbeschreibungen.
      Bei magische Pflanzen steht das es stimuliert ,viele andere schreiben es entspannt.Hast ne Ahnung Peelz wo da jetzt der Fehler ist.
      Hab Damina schon ausprobiert und hab irgendwie auch beide Wirkungen gehabt.

      The post was edited 1 time, last by Der Pizzabaecker ().

    • @Der Pizzabaecker
      Die gute alte Turnera diffusa enthält Koffein, Hydrochinone und Alkylbenzole. Die beiden letzten Stoffgruppen führen besonders bei der Inhalation, also wenn man Damiana verdampft oder raucht, zu einer Sedierung, und Koffein ist natürlich anregend. Je nachdem wie hoch der Gehalt des einen oder anderen Inhaltsstoffs ist, der ja von Pflanze zu Pflanze schwankt, kann dann natürlich auch die Wirkung je nach Charge aktivierender oder sedierender ausfallen. Aber abgesehen von der Anbauregion, der Charge, der Behandlung der Pflanze und der Konsumform ist der Konsument selbst hier wohl der größte Faktor, wie er die Wirkung denn nun wahrnimmt.

      Wer kein Koffein gewöhnt ist bei dem wird ein Damianatee vermutlich eher stimulierende Effekte zeigen (muss aber nicht, wenn der Gehalt z.B. sehr niedrig ist). So ist das halt mit biogenen Drogen, teilweise unberechenbar, selbst wenn es ein und die selbe Sorte ist (Kratom nicht vergessen, bei dem es ja selbst bei gleichem Batch Unterschiede gibt ob man 5 oder 15g nimmt, da auch die Dosierung ausschlaggebend ist welcher Wirkstoff sozusagen die überhand gewinnt.. ;) ). Im Gegensatz zu den meisten Reinstoffen ist die Wirkung aus Pflanzen mit ihren teilweise 10.000 verschiedenen Komponenten nicht linear der konsumierten Menge zuzuordnen.

      @FilzPilz
      Hmm, das wechselt natürlich und kommt drauf an ob ich arbeiten, nodden oder entziehen will. Aber so zum reinen boosten der Wirkung würd ich sagen:

      1. Kombinationen aus Boostern
      2. Schwarzkümmelöl
      3. Magerquark
      4. Ingwer
      5. Grapefruitsaft
      6. Kardamom oder Juckbohne
      7. Ibuprofen

      oder so ähnlich :P
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    • Sehr gute Liste! Was ich ergänzen würde, wäre Jiaogulan, das so ähnlich wie Ginseng ist und drei mal so viel Saponine enthält.
      Der Tee an sich wirkt ausgleichend, nicht nur in Verbindung mit Kratom. mMn auch etwas fokussierend. Wird in China auch das "Kraut der Unsterblichkeit" genannt. Der Tee schmeckt leicht süßlich nach Lakritze.

      Und für mich persönlich ist Essen generell der zuverlässigste Booster. :thumbup: Welches genau ist mir gar nicht so wichtig. (Auch wenn ich das Gefühl hab, dass scharfes Essen noch mal mehr reinkickt, aber das hat scharfes Essen so an sich.)
      1-2 Stunden nach der Kratomeinnahme eine Mahlzeit und die Wirkung wird bei mir definitiv gepusht.
    • Also ich hab mal dein Quark Rezept ausprobiert Dope. Es schmeckte schon echt sehr lecker :) , dass muss man wohl sagen. Allerdings hab ich jetzt noch keinen boostenden Effekt verbuchen können. Hatte wohl kein Öl mit rein geten, hatte da keins da. Aber soweit ich das richtig verstanden habe, ist ja auch zum Boosten des Kratoms der Quark ausschlaggebend?
    • krauterling wrote:

      Bei einer Kratomüberdosis hilft bei mir zwei oder drei Flaschen starkes (7% oder mehr) Bier. Keine Zittrigkeit mehr, statt unangenehmer Überdosis fühlt man sich plötzlich sogar richtig gut! Ist aber eher nicht unter Safer Use zu verbuchen....


      Das finde ich sehr interessant. Ich trinke manchmal abends ein paar Bier, auch mehr, als gesund ist.
      Dann lass ich aber das K weg, weil Alkohol die Kratomwirkung killt, wenn es zuviel wird.
      Bei zuviel K hab ich das aber noch nicht ausprobiert.
      Liebe Kinder, das Christkind hat eure Fotos und Posts auf Facebook gesehen - darum bekommt ihr dieses Jahr ein Wörterbuch und was zum Anziehen!
    • Jellyfish wrote:

      Sehr gute Liste! Was ich ergänzen würde, wäre Jiaogulan, das so ähnlich wie Ginseng ist und drei mal so viel Saponine enthält.
      Der Tee an sich wirkt ausgleichend, nicht nur in Verbindung mit Kratom. mMn auch etwas fokussierend. Wird in China auch das "Kraut der Unsterblichkeit" genannt. Der Tee schmeckt leicht süßlich nach Lakritze.

      Und für mich persönlich ist Essen generell der zuverlässigste Booster. :thumbup: Welches genau ist mir gar nicht so wichtig. (Auch wenn ich das Gefühl hab, dass scharfes Essen noch mal mehr reinkickt, aber das hat scharfes Essen so an sich.)
      1-2 Stunden nach der Kratomeinnahme eine Mahlzeit und die Wirkung wird bei mir definitiv gepusht.


      Jiaogulan halte ich ebenso für eine durchaus interessante Pflanze. Vom Gesundheitseffekt abgesehen, finde ich dass Sie dem Kratomturn eine schöne Komponente gibt. Das Kratom wirkt dann i. d. R. sehr ausgeglichen und irgendwie "rund". Ausserdem mag ich den Geschmack auch gut leiden.

      Bezüglich des Essens stimme ich Jellyfish auch 100% zu.
      Ich mag es auch unheimlich, wenn man nach dem ersten Anfluten was zu sich nimmt und dann nochmal die Wirkungssteigerung kommt. Das zusammen mit der Zufriedenheit nach einem guten Mahl ist wirklich eine schöne Sache.