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Kratom lebenslänglich ?

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    • Kratom lebenslänglich ?

      Leute

      ich les jetzt hier im Forum schon eine Weile mit und und hätte auch mal ne Frage.
      Ich bin nun schon seit 15 Jahren abhängig von potenten Opioiden und war bis vor 2 Jahren noch mit Pola substituiert. Wollte dann weg vom Programm und hab mich
      bis auf 20 mg runterdosiert. Weiter wollten die Ärzte mich nicht runterlassen. Hab dann das Rezept einfach auslaufen lassen
      und bin seitdem nicht mehr bei der Ambulanz gewesen. Glücklicherweise fand ich einen netten Hausarzt, der meine Situation verstand
      und mich mit Codidol und Psychopax versorgte ( war zu der Zeit auch Diazepam abhängig 50 mg pro Tag). Auf einmal bekam er dann Probleme
      mit der Krankenkasse und hat mich von heute auf morgen einfach sitzen lassen mit den Worten "Wenden Sie sich an die Drogenambulanz "
      Dann hatte ich nätürlich nen Kracher der nach 6 Wo nur 10 % an Intensität verloren hatte. Ich war verzweifelt.. Durch einen Zufall stieß ich auf Kratom das in dieser Situation meine Erlösung war.
      Jetzt bin ich seit ca. Monaten dabei und sofort mit Dauerkonsum eingestiegen. Ich hab damit auch die Polyarthrose etwas im Griff.

      Es ist mir schon seit 5 Jahren nicht mehr so gut gegangen wie mit K. Ich verzichte zur Zeit auf andere Schmerzmittel. Wenn nichts dazwischen kommt werd ich mein Leben lang auf K bleiben .
      Könnt ihr euch das auch vorstellen oder will jemand auch wieder mal aufhören ?

      LG
    • Ich könnte es mir weiß Gott nicht vorstellen. Nicht unbedingt wegen der Wirkung von Kratom oder dem Wunsch clean zu werden, sondern eher, weil Kratom mir auf Dauer doch zu aufwendig ist.
      Es ist halt doch dezent nervig, immer 5g+ konsumieren zu müssen, das vorher in Kapseln zu füllen, die Sauerei dabei... Außerdem ist es wahnsinnig unpraktisch für unterwegs.
      Momentan hält es mich über Wasser und von schlimmeren Abstürzen fern. Aber den Rest meines Lebens würde ich ungern dran hängen bleiben. Außerdem kann ich 'normalen' Opioiden einfach nicht vollständig den Rücken kehren.

      Aber schön, dass du es mit Kratom aus dem Teufelskreis rausgeschafft hast :thumbsup:
    • Nachdem ich seit längerer Zeit mit Kleinstmengen klarkomme und auch mit Pausen kein Problem hab, werd ich den Teufel tun und damit aufhören, solange es mir noch Genuß bringt und mich nicht einschränkt. Wieso auch?

      -e-was nicht heißt, daß es "lebenslänglich" sein muß- wenn es zb einfach nur noch Sorten gäbe, die ich nicht mag oder die Beschaffung sehr viel komplizierter würde, wär es mir das nicht mehr wert. Aber einfach mal davon ausgegangen, daß Legalität und Qualität in etwa gleich bleiben, seh ich da keinen Grund, es aus meinem Leben zu verbannen.
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      The post was edited 1 time, last by nO1 ().

    • So dachte ich damals auch mal. Ich kam von Subutex weg und war heilenfroh das ich Kratom gefunden habe. Ansich ja auch eine gute Sache und THEORETSICH könnte man es auch ganzes Leben lang sicherlich nehmen aber da gibt es ein paar Dinge die dem wohl ein Strich durch die Rechnung machen.

      Punkt 1 die Legaliät. Kratom wird 100% nicht ewig legal bleiben. Es ist mitlerweile in vielen Ländern verboten (damit meine ich nicht nur Thailand und Co. sondern auch inzwischen EU Länder), erst dieses Jahr wurde es in Frankreich verboten, vor ein paar Jahren in der Schweiz und DE wird irgendwann auch noch folgen.

      Punkt 2 ist die Toleranz. Kratom hat im Gegensatz zu den meisten anderen Opioden einen Ceiling effekt wie z.B bei Codein. Die Toleranz steigt und ab einen gewissen Punkt kannst du die Dosis nicht mehr erhöhen. Als praktisch kannst du dir natürlich immer mehr Kratom geben aber die Wirkung steigt dadurch nicht mehr, dafür nehmen die Nebenwirkungen aber zu und die können echt ekelhaft sein.

      Punkt 3 wäre dann noch der gesundheitliche Aspekt. Es gibt zwar 99% der User die noch nie gesundheitliche Probleme mit Kratom hatten aber einem muss klar sein das wir uns hier trotzdem ungeprüftes Pulver reinziehen was u.A Pestizide, Schwermetalle oder sonstigen Kram enthalten kann. So weiß man natürlich auch nie was das für Langzeitfolgen haben kann.

      Punkt 4 sind die Schwankungen. Pharma Opiode wirken immer gleich. Bei Kratom kann die eine Charge so wirken und die andere so (gerade das macht es für viele aber auch aufregend), wenn man aber grad auf eine bestimmte Wirkung angewiesen ist kann das ziemlich schlecht sein da die gewünschte Wirkung nicht durchkommt.

      Punkt 2-4 sind natürlich eher Dinge die zu vernachlässigen sind wenn man A sich damit abfindet und damit leben kann das Kratom ein Naturprodukt ist und B auch mal drüber hinweg sehen kann das man mal eine nicht so "gesunde" Charge erwischt. Im Vergleich zum Straßen-Zeug ist das wohl noch harmlos. Für Leute die aber nur Pharma Opiode gewohnt waren muss einem klar sein das diese "gesünder" sind wie Kratom und man immer ein gewisses Risiko hat.

      Ich nehme Kratom auch schon ca. 10 Jahre täglich und es ist bis auf 2 "Gift-Chargen" noch nichts passiert. Aber diese 2 Chargen hatten es echt in sich und haben mir nochmal ganz deutlich gemacht das es nicht immer so harmlos ist. Aus dem Grund taste ich mich an neue Chargen immer erst mit eine Art Allergietest ran. Und selbst mit 1g könnte im worst case schon ziemliche Scheiße passieren wenn da irgendwas drin ist was da nicht reingehört.

      Nebenbei noch ein Tipp: Ich empfehle dir das Kratom immer zu sieben bevor du es konsumierst (bzw. siebe ich immer gleich die ganzen Beutel ab wenn ich sie öffne weil ich keine Lust habe das vor jeder Konsumeinheit zu machen). Es wurden auch schon Metall-Stücke im Pulver gefunden (höchstwarscheinlch vom Mahlwerk gekommen). Das ist zwar extrem selten aber nicht 100% ausgeschlossen. Wenn so ein Stück richtig scharf ist kann es dir schlimmstenfalls den Magen/Darm von Innen auffschlitzen und du hast ein riesen Problem.

      Falls mich jetzt hier jemand steinigen will weil ich so krasse Beispiele genannt habe. Ich sage ja nicht das es Gang und Gebe ist das sowas passiert aber man kann es eben auch nicht ausschließen und ich wollte das hier nur mal mit in den Raum werfen, da man gewisse Risiken einfach vermeiden kann (punkto Kratom immer absieben vorher). Ein Restrisiko (wenn auch eher gering) bleibt aber trotzdem.

      The post was edited 1 time, last by Dope ().

    • Da ich wohl auf ewig allein schon Schmerzpatient sein werde und solange kratom in dem Bereich mehr abdeckt, als es Tilidin, oxy oder gar Morphium tun, könnte das u.U. ein lebenslanges Thema sein.

      Es verbessert auch scheinbar meine vital Werte und taugt mir neben L-tryptophan auch psychisch besser als das was es i.d.R. vom Rezeptblock gibt.

      Zudem bin ich damit von ein paar fiesen, Substanz bedingten Hobbys ab gekommen und ersetzt diese quasi vollwertig, wenn nicht sogar besser. Eben weil es so sozial ist und absolut nicht Selbstzerstörerisch....

      Hat für mich persönlich definitiv mehr Nährwert als Cannabis

      Mich als bekennende Tee Tante stört auch die Konsumform überhaupt nicht.
      Auf der Arbeit hatte ich halt immer eine kleine Tupper Box mit im Pausenraum und habe es immer als Tee oder homöopathisches Pflanzenextrakt ausgegeben.... Da war nicht ein blöder Blick bei. Kam halt mit in meinen Tee und gut :)
      Schnötzer

      The post was edited 1 time, last by Flaskes ().

    • Für mich ist Kratom, neben dem positiven, schmerzstillenden Effekten, auch in erster Linie dazu da gewesen, nicht mit anderen Substanzen abzustürzen. Das RLS, was ich vom Benzoentzug (noch Wochen nach dem eigentlichen Entzug) hatte, war mit relativ wenig Kratom gut in den Griff zu bekommen.
      Hätte ich andere Substanzen benutzt, wäre ich bei diesen sicher viel schneller bei höheren Dosierungen angekommen.
      Im nachhinein wäre vielleicht Lyrica noch ein Mittel der Wahl gewesen, allerdings kannte ich es zu dieser Zeit noch nicht so gut und ich denke nicht, das ich es ohne ärztliche Kontrolle geschafft hätte, Lyrica zu nutzen ohne es zu missbrauchen. Ich kannte es nur von einem Typ aus der Entgifftung und der hatte reichlich mit seinem Lyrica-Entzug zu tun. Von daher hätte ich es wahrscheinlich sowieso abgelehnt.

      Mit Kratom bin ich gut zurechtgekommen. Ich konnte, bzw. kann die Abhängigkeit von Kratom auch gut akzeptieren. Es gab mal eine Phase, wo ich es nicht mehr runterbekommen habe und die ganze Tagesdosis kapseln musste, weil ich den Geschmack nicht mochte, dass hat sich aber irgendwann komplett gegeben.
      Warmes Wasser ins Glas, Kratom drauf und warten, bis es untergegangen ist, runter damit, Glas nochmal ausspülen und nochmal runter damit, funktioniert bis dato prima und stört mich von Geschmack überhaupt nicht mehr.
      Ich bin dann irgendwann bei einer Tagesmenge von 25-30Gramm gelandet und nehme die immer noch. Die Wirkung ist natürlich nicht mehr das, was sie einmal war. Mehr zu nehmen hat aber keinen wirklichen Mehrwert für mich, da ich keine merkliche Steigerung der Wirkung feststellen kann. Irgendwann überwiegen die Nebenwirkungen, je nach Qualität des Pulvers, deswegen limitiert sich die Tagesmenge von ganz allein. Der schmerzstillende Effekt für meinen Rücken ist aber immer noch völlig ausreichend.

      Lange Zeit konnte ich ich auch gut mit anderen Substanzen rumexperimentieren, ohne damit wirklich ein Problem zu bekommen, weil Kratom das runterkommen, bzw. das "wieder bleiben lassen" von Substanzen, eigentlich immer ganz gut abgefedert hat.
      Natürlich gab es auch Phasen, wo ich unzufrieden mit meinem Konsum war und versucht habe die Tagesmenge zu reduzieren. Im Vergleich dazu wäre ich aber mit anderen Substanzen, ohne "Kratom Backup", schon lange richtig abgestürzt, wenn ich versucht hätte, die in mein Leben zu integrieren.
      Es bleibt für mich ein Kompromiss, der sich mal mehr, mal weniger, faul anfühlt. Abstinenz klingt immer so erstrebenswert und kompromisslos, hatte aber auch nicht nur schöne Seiten. Geht für mich auch nicht ohne Hilfe von anderen Menschen und bedeutet auch erstmal viel Kampf, bis für mich ein Punkt erreicht ist, wo ich mich einigermaßen stabil fühlen werde. Ist zumindest meine Erfahrung. Ich bin politox und süchtig, da mache ich mir nichts mehr vor.
      Der bequemere Weg ist sicherlich 24/7 Kratom.
      Der Gedanke, das bis an mein Lebensende zu nehmen ist für mich aber genauso unangenehm, wie der Gedanke, den Rest meines Lebens abstinent zu sein.

      Abstinenz hat für mich viele Jahre gut funktioniert, solange ich mich auf das Jetzt und Hier konzentrieren konnte. Da war meine Hauptaufgabe auch, dafür zu sorgen, das es so bleibt. Ist auch ein Vollzeitjob gewesen.

      Mit Kratom bin ich eher damit beschäftigt, es nicht ausufern zu lassen. Hin und wieder Beikonsum hat recht lange ganz gut funktioniert, mittlerweile merke ich aber auch, das ich damit hin und wieder ziemlich ins schlingern komme und das ich immer wieder aufpassen muss, mir nicht noch eine weitere Substanz ans Bein zu binden.

      Ohne Kratom wäre ich auf jeden Fall wieder abgestürzt, dazu kenne ich mich zu gut. Ich bin nicht mehr der jüngste und Entgiften ist nicht mehr so einfach wie es früher mal war (und da war es schon schwer genug).

      Auf der anderen Seite wäre ich vielleicht auch schon längst wieder clean, weil ich ohne Kratom viel schneller an dem Punkt angekommen wäre, wo nichts mehr geht. Oder tot, weil ich den Absprung nicht geschafft hätte.

      Wissen kann ich das natürlich nicht. Wenn ich, so wie jetzt, beim schreiben darüber nachdenke, bin ich ganz zufrieden damit, das ich selbstverantwortlich mit Kratom substituieren kann.
      Es gibt aber auch viele Tage, wo ich mir wünsche, wieder abstinent zu leben. Wäre ich abstinent, gäbe es aber auch Tage, wo ich mir wünchen würde, etwas nehmen zu können.
      Sucht ist chronisch und fortschreitend, damit muss ich leben, so oder so. Lebenslänglich.
      Ob mich Kratom dabei bis zum Ende begleitet oder nicht wird sich zeigen.
      »the cake is a lie!«
    • Ich denke, spätestens wenns verboten wird, ist es aus.
      Kratom ist noch relativ sicher, auch weil die Verkäufer nicht anonym sind und man Namen nennen kann, falls etwas mit einer Charge richtig faul ist.
      Wenn der Schwarzmarkt den Kratom für sich in Anspruch nimmt, mit all diesen unzähligen, andauernd wechselnen Händlern, dann wird es mir zu gefährlich - wegen den ganzen Streckmittel, die man dann finden wird, so glaube ich.
    • Ich könnte mir schon vorstellen, lebenslange Kratom zu nehmen. Habe vor 2-3 Monaten angefangen damit, daylie use mit ab und zu pausen von 1-2 Wochen. Meine Intention war, mit Kratom vom Heroin los zu kommen, was bis jetzt nicht geklappt hat. Bin aber bereits runter auf 0,3g täglich, aber ganz auf null komme ich einfach nicht...kratom hilft mir nur bedingt, kA wie ich das schaffen soll, dabei will ich unbedingt davon los kommen...
    • Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, mit Kratom aufzuhören und ich sehe auch keinen Grund dafür.
      Ein Grund könnte mal sein, dass es sicherlich irgendwann verboten wird und damit die Beschaffung zu umständlich.
      Naja, wo ich im Moment lebe, ist es schon verboten, ich wohne aber nah an der Landesgrenze. Ich kann zwar nicht immer mal einfach schnell online bestellen aber mich ne Stunde ins Auto setzen und holen. Das mache ich etwa ein mal im Monat, immer wenn ich sowieso auch andere Dinge zu erledigen habe, die auf dem Weg liegen. Ich ziehe die nächsten 2 Wochen aber sowieso wieder nach Deutschland.
      Ich denke ans Aufhören überhaupt nicht, ich kann mit meiner Kratom Abhängigkeit gut leben und lasse durch das Kratom die Finger vom Alkohol.
      Irgendwas brauch ich einfach (im Moment jedenfalls) und da ist Kratom auf jeden Fall die bessere Wahl, als sich andauernd zu betrinken
    • Naja wenn ich so nachdenke, macht mir das mit der Legalität auch ein wenig Bauchweh. Was mach ich wenn das K dann
      echt mal verboten wird ?
      Mir scheint sich subst. zu lassen um vom Kratom wieder wegzukommen auch reichlich übertrieben, aber was
      soll man machen nachdem man Jahrelang eingestellt war und nicht mehr weiß
      wie man sich ohne Opioide überhaupt "normal" gefühlt hat ? Ich weiß nicht mehr wirklich wie ich mich ohne fühle ... Ich hab da so meine Zweifel daß das überhaupt noch
      funktioniert ab einem gewissen Alter. Verstellt man sich damit nicht ach permanent die Hirnchemie ?
    • Bauchweh macht mir das auch, denn früher oder später wird es bestimmt zu einem Verbot kommen.. wieder mit Alkohol anfangen will ich auf keinen Fall, Cannabis ist irgendwie nichts für mich (finde die Wirkung eher unangenehm) und mit irgendwas anderem anfangen will ich auch nicht.
      Wahrscheinlich würde ich Pharma Opioide nehmen, ich kann mir (zumindest im Moment) nicht vorstellen von allem abstinent zu sein.
      Seit 20 Jahren ist es immer irgendetwas.. längere Zeit richtig "nüchtern" war ich seitdem nie, kenne das auch schon gar nicht mehr.. und habe im Moment auch null Interesse daran, es wieder kennenzulernen.
    • Bei mir ist es so, das ich seit ich 15 war keine woche mehr nüchtern, also richtig nüchtern, kenne.

      Wenn schon keine Drogen dann entzügig....
      Aber das auch nur bis 17/18
      Ab da war immer irgendein Ersatz

      Und in meinem opi und (fast) downer freien 1 1/2 jahre war es high dose tee, viel micro dose acid, weed....

      In den 1 1/2 jahren hab ich mich zwar etwas mehr kennen gelernt und da ich seit dem nur noch low dose kratom konsumiere, denke ich bin ich auch näher bei meinem.selbst....

      Aber 100% sicher bin ich mir immer nicht ganz was meiner gedanken, gefühle, Verhaltensweisen meinem 'natürlichen' entspricht...

      Wobei da die Frage ist. Was ist natürlich? Selbst als Kind ist schon viel sozialisation dabei

      Aber hin und wieder macht mich der Gedanke unruhig, das ich durch das Kratom mein Selbst verpasse.
      Mal ne Nacht Meth oder der gleichen ist etwas anderes, das ist für den Moment, das ist Genuss
      Aber Kratom ist Alltag, das macht mich teilweise unruhig.

      Ich hoffe ich bin in Zukunft mal wieder ne Zeitlang ganz nüchtern d.h. erst sie Zeit nachm Entzug & der 'Stabilisation' kann man zählen [obwohl ich da nicht das Problem sehe, da ich nicht so Kratom konsumiere das ich “remote-control“ rumlaufe [danke nO1 für diese beschreibung] sondern mich durchaus spüre. Aber ich weiß manchmal auch nicht - da der Kontrast nicht immer sp ausgeprägt ist - was vom K, was von der abklingenden Wirkung, vom normalen Alltag kommt]

      Um mir zu bestätigen wer ich bin, was ich denke und nicht mehr so viel zweifle...

      Damit zieht am meisten von.leben vorbei.
      Durch das ständige Überlegen und zweifeln und Im Kopf hängen....

      Es muss nicht lebenslang sein, nur um zu sehen wer ich bin, was mich stresst, was ich mag... und dann von mir aus konsumiere

      Ich hab kein Problem damit... essen tue ich auch, und zähne putzen. Das nenne ich auch nicht Sucht.
      Jeglicher Konsum darf dich bloß nicht einschränken.
      Das tut es leider noch.
    • Also grundsätzlich könnte ich mir ja schon vorstellen mit Kratom alt zu werden. Seit ich Kratom nehme hat mein Leben enorm an Qualität gewonnen, es geht mir gesundheitlich deutlich besser als zuvor. Ich war ca. 5 Jahre auf H, 1,5 Jahre substituiert mit Subutex. Als ich damals aus dem Programm raus bin, hab ich es nie gepackt mal längerfristig die Opi's (Oxycodon, Hydromorphon, Fentanyl) sein zu lassen. Hinzu kommt, dass ich hochgradig Benzo Abhängig wurde, was im Endeffekt fast noch reudiger war. Ständig war ich drauf, hab wieder entzogen, um nur kurz darauf wieder druff zu sein.
      Und dann kam dieses tolle Blattpulver in mein Leben. Seit ich Kratom nehme, fasse ich keine harten Opi's mehr an. Benzos nehm ich alle paar Monate mal 2 Diaz und das wars. Endlich bin ich wieder lebensfähig und dauerhaft arbeitsfähig. Ich hab zwar auch während meiner H Zeit gearbeitet, konnte jedoch bei keiner Firma länger als maximal 1 Jahr durchhalten, weil ich eben regelmäßig mal ausgefallen bin, wenn mal wieder Der Affe angeklopft hat. Heute trinke ich 2 x täglich meinen Trunk und bekomme fast alles gebacken, was ich mir so vornehme. Deshalb kann ich mir auch wirklich vorstellen, mit Kratom in Rente zu gehen :D Die Jahre zuvor gings meist nur Rückwärts, heute gehe ich vorwärts und das macht mich glücklich und zufrieden. Ich habe wirklich Panik davor, was ich machen werde, sollte ein Verbot kommen.
    • Abend Freunde,

      Also ich werde Kratom so lange konsumieren bis es verboten wird. Mache halt immer mal vier Wochen Pause. Mit Kratom kann ich mich Abends mit meiner Freundin aufs Sofa kuscheln und reden es lässt mich über meine Gefühle reden und mich einfach gut fühlen. Deshalb werde ich es weiter konsumieren.

      Ein Leben lang? Ja natürlich wenn es nicht verboten wird....
    • Ich werde irgendwann mal davon los kommen, entweder gehe ich in die Substi oder ich mache eine Langzeittherapie.
      Das mit der Langzeittherapie rückt immer mehr in den Vordergrund nachdem ich jetzt weiß, dass es Kliniken mit Doppeldiagnosen gibt.

      Ohne Kratom wäre ich wahrscheinlich auch schon tot, ich bin dem Tot schon mehr als einmal von der Schippe gesprungen.
      Das einzige was für mich bis zu meinem Lebensende in Frage kommt ist Cannabis und psychedelische Drogen.

      Ich bin einfach viel zu süchtig, ich weiß noch, zu meiner Benzozeit, extrem viele Blackouts, aber genug Mut mir Hilfe zu holen.
      Ich saß einfach mitten in der Nacht vor einer Entzugsklinik und hab geheult wie ein Wasserfall.

      Vielleicht braucht es wieder so einen Absturz um aufzuwachen, ich will so wie es jetzt ist jedenfalls nicht weiterleben.
      Es wird wahrscheinlich auf die Therapie hinauslaufen. Dort dann erstmal alles klären was ich die letzten 6 Jahre vernachlässigt habe.
      Wenn ich da rauskomme will ich von null anfangen, ohne Sorgen, die sind nämlich der Hauptgrund meines Konsums.

      Sollte ich irgendwann auf harten bzw. gefährlicheren Drogen hängen bleiben dann würde ich in jeden Fall wieder auf Kratom switchen.
    • Heiliger Bimbam wrote:

      Wenn ich da rauskomme will ich von null anfangen, ohne Sorgen, die sind nämlich der Hauptgrund meines Konsums.
      Genau das ist aber das Problem am nüchternen Leben. Es wird immer wieder Sorgen und Probleme geben die einen dazu verleiten zu konsumieren. Ich habs ja selbst nicht anders gelernt. Seit ich 14 Jahre alt bin habe ich in jeder schlechten Situation, jede Art von Stress, Sorgen, Kummer oder sonstwas, was mir nicht gepasst hat (sogar oft weil ich sonst nichts mit mir anzufangen wusste, Langeweile oder was auch immer) zu Drogen gegriffen. Ich bin so aufgewachsen und kenne es gar nicht anders. Wenn ich Sorgen habe kann ich auch gar nicht anders als zu konsumieren und am besten gleich so viel das sämtliche Emotionen weggespült werden (was ja hervorragend mit Opioden o.Ä klappt). Das Kratom ist da noch mein "kleinstes" Laster aber es ist trotzdem ein nicht zu unterschätzendes Laster welches mir auch schon oft Kummer und Sorgen bereitet hat. Das Problem an Langzeit-Kratomkonsum ist das es immer in Wellen kommt. Mal gehts einem richtig dreckig und man stellt den ganzen Konsum in Frage, möchte am liebsten aufhören und der einzige Ausweg scheint eine Therapie zu sein und auf einmal geht man dann wieder ein paar Schritte vorwärts und alles läuft wieder (etwas) besser und vieles verdankt man dann auch wieder dem Konsum weil man sich einredet (oder weil es wirklich so ist) das man es ohne Kratom nicht so geschafft hätte.

      Mein bester Vorwand nicht mit dem Kratom aufzuhören ist der, das ich dank Kratom von den harten Sachen weg bin bzw. sie nur noch selten nehme (Benzos nur wegen meiner Angststörung und das auch eher selten und Opiode gebe ich offen zu, da gönne ich mir alle paar Monate mal einen schönen Turn), ja aber im Grunde habe ich ja schon "erfolgreich" den Weg aus dem "harten Sumpf" geschafft, warum also noch weiter Kratom nehmen? Weil es mich stabil hält? Weil meine Psyche sowieso total angeknackst ist? Ja das stimmt schon aber es hat eben trotzdem seine Schattenseiten die einen auch hin und wieder ganz klar und deutlich zeigen das Kratom nicht so harmlos ist wie man sich gerne einredet. Im Grunde ist es (in meinen Augen) ein fast gleichwertiges Opiod wie jedes andere. Der psychische Entzug ist einfach grauenhaft und teils alleine unschaffbar wenn man Kratom gegen psychische Probleme einsetzt und das "schönreden" ist typisch und tückisch für jedes Opiod was es gibt, ganz gleich ob Kratom oder hoch potente Opiode. Jeder der was anderes behauptet befindet sich noch in der "Vorphase" wo man sich alles noch schönredet, diese kann sogar über mehrere Jahre andauern. Diese Phase durchlebt JEDER Opiodkonsument. Damit möchte ich jetzt niemanden angreifen, bei mir hat es selber vieeele Jahre gedauert bis ich akzeptiert habe das Kratom ein Opiod wie jedes andere ist (nur halt trotzdem nochmal anders aber seien wir mal ehrlich, Tilidin ist auch "anders" als Fenta). Der körperliche Entzug und noch ein paar andere Dinge sind natürlich viel harmloser, aber das macht es psychisch mMn. auch nicht besser.

      Und ja mir ist klar das es auch Leute gibt die wenig/keine Probleme mit Kratom haben, sowas gibts überall, selbst bei harten Sachen (auch wenn es dort deutlich weniger Leute sind die damit keine Probleme bekommen), aber trotzdem hat der Großteil einfach eine Opiodsucht an der Backe die er im Grunde sein ganzes Leben in sich tragen wird. Damit spreche ich hier hauptsächlich den Teil an der gerne mal über die Stränge schlägt, der Konsum immer weiter nach oben geht und vor allem die Substanz gegen diverse Probleme im Leben einsetzt. Jemand der nur sporadisch oder komplett ohne Probleme konsumiert (im Sinne von = Ich setze Kratom nicht gegen massive Probleme ein) kann sich nichtmal ansatzweise vorstellen wie schwer es für die "kranken" Menschen ist davon wieder loszukommen.
      Nicht jeder hat die Disziplin regelmäßig Pausen zu machen oder die Dosis so gering wie möglich zu halten. Deswegen gibt es hier im Forum auch so oft Meinungsverschiedenheiten weil hier sehr viele Leute aufeinander treffen die eine komplett andere Vergangenheit oder Lebensweise haben. Leute die massive Probleme im Leben haben vs. Leute die Kratom nur für besseren Antrieb nehmen. Leute die in ihrem Leben schonmal alles verloren haben, fast gestorben sind oder extrem polytox sind vs. Leute die gerne mal die Wirkung von Kratom genießen und damit voll zufrieden sind weil ihnen das völlig reicht.

      Das kann man einfach nicht ansatzweise vergleichen und deshalb macht es das auch so schwierig da auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen weil selbst die Leute die so starke Probleme haben oftmals die ersten X Jahre nur das positive an Kratom sehen und erst nach 8-9-10 Jahren erkennen das sie doch tiefer in der Scheiße sitzen als sie die ganzen Jahre geglaubt haben. Bei anderen Opioden erkennt man dies oft schneller (aber selbst da kann es vorkommen das man sich den Konsum selbst nach 6-7 Jahren immer noch schön redet) aber der Vorgang ist trotzdem der selbe. Irgendwann kommt einfach der Punkt wo man merkt das man den richtigen/perfekten Zeitpunkt zum aufhören "verpennt" hat und dann nicht mehr weiß wie man es schaffen soll alleine davon loszukommen, zumindest nicht ohne das es einem lange Zeit richtig dreckig geht.

      Therapie ist da wohl auch der einzig mögliche Weg um es VIELLEICHT mal zu schaffen dauerhaft seine Lebenseinstellung zu ändern. Es reicht ja nicht einfach nur mit dem Konsum aufzuhören, man muss einfach sein ganzes Leben ändern und genau das macht es so schwer und es gibt so viele Rückfälle weil der Konsum bzw. die Sucht nur ein Puzzelteil von dem ist was man noch so im Baukasten hat. Und eine 100% Erfolgsgarantie gibt es einfach nicht. Ich kannte genug Leute die schon X Therapien hinter sich hatten (auch Langzeittherapien), einige haben für einige/viele Jahre sogar auch ein schönes Leben gelebt, haben ganz neue Seiten kennengelernt und waren ohne Drogen viel glücklicher als jemals zuvor mit dem besten Turn. Und trotzdem ist es einigen (sogar erst nach über 10 Jahren) dann passiert wieder rückfällig zu werden. Wenn man sich ernsthaft vornimmt für immer aufzuhören ist das einfach ein lebenslanger Kampf, man kann sich auch nach 20 Jahren nicht einfach auf die faule Haut legen und erwarten das die Sucht dann Geschichte ist. Und oft sind es dann Schicksalsschläge oder Unfälle die einen wieder zurück ins "alte Leben" holen.. Was willste auch machen wenn du mal opiodabhängig warst, 20 Jahre clean und glücklich warst und dann einen Unfall hast und du auf Schmerzmittel (in diesem Fall Opiode) angewiesen bist? Wahrscheinlich würde man trotz Schmerzen schon in dem Moment euphorisch werden wenn der Arzt dir das erste Rezept über Opiod X ausstellt weil du genau weißt wie schön sich die Wirkung anfühlt. Da reicht selbst schon eine Kratomvergangenheit (ohne andere Opiode in der Vergangenheit) und man wird die Wirkung sofort wieder lieben.

      Genau davor habe ich auch am meisten Angst. Was wenn ich alt bin und Schmerzen habe? Mit Schmerzen leben? Oder lieber doch wieder auf Opiode kleben bleiben? Was ist da da bessere Weg? Soll man sich überhaupt die Mühe machen aufzuhören? Man weiß ja nicht ob man wirklich später mal Schmerzen haben wird? Aber was wenn doch? Die Chance im späteren Alter unter chronischen Schmerzen zu leiden ist ja ziemlich hoch, aber genauso gibt es auch 80 Jährige Leute die noch Fahrrad fahren und sich fit halten und keine Schmerzmittel brauchen? Was tun? Aufhören? Einfach weiter machen? Was wenn man sich den Entzug umsonst antut? Fragen über Fragen und ein richtig oder falsch gibt es mMn. nicht.
    • Also für mich kommt lebenslanger Konsum nicht in Frage. Und zwar hauptsächlich aus einem Grund. Es schränkt mich zusehr ein. Immer irgendwie planen zu müssen damit der Konsum auch klappt finde ich schon ein bisschen anstrengend. Wenn man mal spontan ein paar Tage weg fahren muss dann ist das schon ne Herausforderung.
      Und wenn man dabei noch über die Landesgrenze muss wird es direkt unangenehm und schwierig.
      Auch habe ich noch Pläne in etwas fernerer Zukunft bei deren Umsetzung ich mich nicht von Kratom behindern lassen möchte. Im Moment ist alles ok und Kratom passt auch einigermassen in mein Leben.
      Und dann bin ich mir auch sicher das Kratom irgendwann verboten wird. Und dann ist es für mich eh vorbei mit Kratom.
      Aus diesem Grund habe ich auch immer genügend Vorräte zuhause. Wenn dann irgendwann ein Verbot kommen sollte kann ich mit diesen Vorräten dann den Entzug planen.
    • Verneint man den lebenslangen Dauerkonsum von Kratom, hat man -neben ein paar Mittelwegen wie z.B. kontrollierter Gelegenheitskonsum, bei dem wenigstens keine Abhängigkeit mehr bestehen würde- letztendlich nur diese beiden Möglichkeiten:
      -einen Kratomersatz finden um das zu kompensieren was Kratom gab, oder
      -lernen sich und sein Leben nüchtern zu ertragen, besser noch zu genießen.

      Da ich mir persönlich (noch?) kein komplett nüchternes Leben vorstellen kann, bleibt nur die Möglichkeit eines Kratomersatzes, der mir, hinsichtlich der Wirkung, aber auch in Punkten Legalität (kein Führerschein-/Arbeitsplatzverlust etc.) zusagt.
      Diesen habe ich bisher jedoch nicht gefunden und ich bezweifle das es diesen gibt.

      Sollte Cannabis legalisiert werden, könnte ich mir vorstellen das Kratom soweit zu reduzieren das zumindest keine körperliche Abhängigkeit mehr besteht. Für einen totalen Kratomstopp à la "nie wieder!" sehe ich für mich aktuell und in
      absehbarer Zukunft keinen Grund, es sei denn, das Verbot kommt.
      I was blind but now i see