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Diskussion - Sucht, Abhängigkeit, Drogenpolitik und unser Umgang mit Rauschmitteln

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    • krauterling wrote:

      Es ist eine sehr gutartige Substanz
      Es gibt weder gutartige, noch bösartige Substanzen, nur das was wir aus ihnen machen. Kein Molekül der Welt kann etwas dafür wie unser Körper darauf reagiert, oder wie verantwortungslos wir damit umgehen.

      Warum ist Tollkirsche nicht verboten? Schierling? Eisenhut? Eibe? Diese Pflanzen wachsen munter an jeder Ecke, ich kann mich 30 mal selbst umbringen wenn ich nur die Straße runtergehe, es scheint aber wohl doch nichts damit zutun zu haben ob etwas Schädigungspotenzial hat, sonst gäbe es kein Alkohol, kein Kochsalz, keine Streichhölzer, keine Küchenmesser und erst recht keine Autos mehr zu kaufen.

      "Verbiete den Menschen wenn du willst das er sich keinen Schaden zufügen kann."
      Verbote um Menschen vor sich selbst zu schützen sind eine dreiste und hinterhältige Lüge, die ihre Macher aus der Verantwortung zieht indem sie dir etwas furchtbar schlechtes als etwas super gutes verkaufen. So nach dem Motto, ich will doch nur dein bestes...und sperre dich präventiv in eine Gummizelle.

      Ich stelle mir vor, irgendwo in einem der unendlichen Paralleluniversen invertiert sich das Bild, stellt euch mal die Möglichkeiten vor. Alkohol im BTMG , die halbe Gesellschaft ständig auf Speed anstatt Koffein, Cannabis an jeder Ecke im Automaten und Todesstrafe auf Tabakkonsum (hat es auch in unserer Realität schon gegeben, aber die Leute konsumierten trotzdem weiter, bis einer die geniale Idee hatte Steuern drauf zu drücken...)
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      Die Gedanken sind Brei..
    • Das unterschreibe ich so!
      Zeigt auch mal wieder, wie unsinnig diese Unterscheidung zwischen "chemisch" und "natürlich" ist.

      @ Kermit: Was wurde von dir gelöscht? Wenn es da um Zustimmung ging: Ich bedanke mich lieber persönlich, weil ich den "Danke" Button nicht mag.
      Liebe Kinder, das Christkind hat eure Fotos und Posts auf Facebook gesehen - darum bekommt ihr dieses Jahr ein Wörterbuch und was zum Anziehen!
    • In gewisser Weise stimme ich dem Video 1 "addiction" zu, aber wir sind halt doch keine Ratten. Ich kenne viele Fälle von Menschen, die von Substanzen abhängig wurden, ohne dass sie ein total defizitäres Sozialleben hatten. Ich glaube so einfach kann man Abhängigkeit nicht erklären, wie das hier gemacht wird.
      Bevor ich mit Kratom anfing, habe ich mein Leben als schön und erfüllt empfunden. Kratom war aber eine so wunderbare Erfahrung, dass ich es öfter als mir guttut konsumiere. Mir fehlt eigentlich ohne Kratom nichts, aber mit Kratom ist das Leben halt um einige tolle Erfahrungen reicher, sodass ich es nicht mehr missen möchte. Und es fällt mir jetzt, wo ich es kennengelernt habe, schwer verantwortungsvoll damit umzugehen.

      Rausch ist was Schönes und Menschen haben sich wahrscheinlich berauscht, so lange es die Menschheit gibt. Ich glaube nicht, dass jeder einzelne von ihnen damit irgendwelche sozialen Defizite kompensieren wollte. Trotzdem hat die Kernaussage des Videos: "Abhängigkeit ist keine Krankheit weniger einzelner, sondern eine Krankheit der ganzen Gesellschaft" bestimmt ihre Berechtigung.
      Kratom bestellen ist wie Lotto spielen.
    • Peelz wrote:

      krauterling wrote:

      Es ist eine sehr gutartige Substanz
      Es gibt weder gutartige, noch bösartige Substanzen, nur das was wir aus ihnen machen. Kein Molekül der Welt kann etwas dafür wie unser Körper darauf reagiert, oder wie verantwortungslos wir damit umgehen.
      Das hört sich zwar schön und philosophisch an, in der Praxis und im realen Leben halte ich es doch für gefährlichen Unfug. Es gibt Substanzen, die man lange und täglich einnehmen kann, ohne dass es einen stark schädigt oder gar zerstört. Das sind aus meiner Sicht (für den Menschen!!) gutartige Substanzen und dazu gehört Kratom. Dann gibt es Substanzen, die extrem süchtig machen und den Körper sowie die Psyche sehr schnell und sehr stark schädigen. Zum Beispiel Meth. Dieses wirkt in Bezug auf den menschlichen Organismus eindeutig nicht gutartig.

      Jetzt zu sagen, beides sind bloss unschuldige Moleküle ist zwar formal richtig, in der Praxis und was den menschlichen Konsum angeht aber einfach nicht zutreffend. Man muss als Gesellschaft idealerweise einen guten Kompromiss finden, welche Substanzen man toleriert und welche man von den Menschen fernhält, oder es zumindest versucht. Wir haben diesen Weg noch nicht vernünftig gefunden, sonst wäre Tabak verboten und anderes eher legal.
    • zu dem video
      " 3 Gründe warum cannabis verboten bleiben sollte "

      find ich erstmal ganz schön, finde ich teilweise aber nicht ganz zuende gedacht.

      1. das ding mit dem schnaps und dem hohen thc gehalt..... wurde zwar schön aufgedröselt, am ende kam man aber zu dem ergebniss, dass man wenn man schnaps kauft, genausoviel trinkt wie wenn man bier kauft. das stimmt natürlich nicht.

      2. das ding mit dem steigenden thc gehalt: haschisch war auch früher schon stark. thc und cbd sind nicht die einzigen wirkstoffe. thc kann ich verschieden formen vorliegen und dann entsprechend unterschiedlich wirken. was ist denn mit 20 wirkstoffen die da noch drin sind?

      3. das ding mit der gesundheit: man muss hanf nicht rauchen. kann man auch essen. das gegessener hanf - wenn er keinen psychotischen rausch auslöst - ungesund sein soll, wäre mir neu.

      aber finde das video generell gut. zielt ja scheinbar auf legalisierungs-gegner ab. gut gemacht :)
    • Ich fand die Benzoentzüge eigentlich gar nicht sooooo schlimm und ich hab eine Menge Benzos täglich genommen. Dazu hab ich aber ja auch immer extreme Mengen Upper genommen, klassischer Upper-Downer Missbrauch, würde ich sagen. Es kann gut sein, dass sich die jeweiligen Entzüge gegenseitig ein wenig aufheben. Vom Upperentzug ist man mindestens eine Woche, eher zwei, komplett platt. Man hat zwar keinen wirklichen körperlichen Entzug (Schmerzen, Durchfälle etc.) aber man hat eben auch keine erregenden Neurotransmitter wie Dopamin oder Noradrenalin mehr übrig. Grade der letztere dürfte beim Benzoentzug einer der Hauptauslöser der typischen Symptome wie Panik, Angst, Erregungszustände etc sein. Und wie Killuminati schon schrieb, sooooo schnell kommt man bei Benzos nicht körperlich drauf. Grade bei den kürzer wirksamen wie Xanax oder Etizolam muss man schon eine Menge nehmen. Diazepam oder Clonazolam sind da schon kritischer, weil man sie rund um die Uhr im System hat. Grade Diazepam ist krass, es bleibt ewig im System. Der Entzug ging erst 3-4 Tage nach der letzten Ladung Tabletten überhaupt los. Ich hatte das zunächst, beim ersten Entzug deswegen gar nicht gecheckt, warum es mir viele Tage nach der letzten Dosis plötzlich irgendwie mies ging.

      Was ganz schlimm an Benzos ist: Sie machen einen depressiv ohne Ende, das dauert zwar ne Weile, aber dann haut es voll rein.
    • Ist dann wohl unterschiedlich. Ich habs einmal gemacht, das hat mich für immer kuriert. Ohne Witz wäre ich fast psychisch und physisch draufgegangen.
      Dass solche Zustände überhaupt möglich sind, hätte ich mir nicht vorstellen können. Und auch jetzt kann ich es nicht mehr wirklich nachvollziehen, diese Massivität und diese Ausnahmezustände im Fühlen habe ich "vergessen". Ich war so out of order, das war nicht mal mehr formulierbar. Und das schlimmste: Es hat nicht aufgehört. Ich habe abdosiert, sonst hätte ich es gar nicht ausgehalten und es hat sich ewig hingezogen.
      Ich bin da über Zopiclon richtig reingerutscht. Das ist genauso ein Benzo wie andere auch, wenn auch kürzer wirksam. Dass es als non-benzodiazepin verkauft wird und zumindest früher mal gesagt wurde, dass es nicht oder weniger süchtig macht, ist schlichtweg Quark.
      Angstzustände hatte ich zum Glück nicht, aber dieses "Hautgefühl", dieses Körpergefühl und das Tickern der Sinne, diese Hypersensibilität in allen Sinnesbereichen und dazu die Schlafstörungen und die unbeschreibliche Unruhe waren für mich Hölle pur.
    • Kann mir gut vorstellen, dass der Benzoentzug auch ganz übel sein kann. Ich hab die erste, kritische Woche auch ziemlich viel Bier und vor allem Alkopops getrunken und dazu ein wenig gekifft, das hat bestimmt auch gut geholfen. Weiss noch gut, wie ich mich schlapp aber nervös zugleich zum Edeka geschleppt habe, um nen Sixpack Smirnoff Ice und nen paar Lion Schokoriegel zu kaufen. Das war meine Entzugsnahrung damals. Heute würde das mein Magen nie und nimmer mehr mitmachen.
    • Erstmal ganz logisch das Alk den Benzoentzug sogar fast komplett killen kann, da beide an GABA andocken.

      Ein Benzo-Entzug finde ich einer der härtesten Dinge die ich je erleben durfte, neben Phantomschmerzen, katatonischen Zuständen und Halluzinationen (nicht die schöne Art und ohne Substanzeinfuss versteht sich).
      Ich hatte nach hochdosiertem, respektive 10-15mg am Tag Lorazepam am Tag und das über 2 Monate, einen Entzug der sich gewaschen hatte. Von jetzt auf gleich auf null und ich konnte nicht mal mehr stehen weil ich so stark gezittert habe, nicht mal mehr sitzen konnte ich richtig. Ich war völlig derealisiert und ängstlich ( mit Panikattacken hatte ich zum Glück da noch nichts am Hut ). Alles war extrem laut und nervig. Ich war völlig verwirrt und übersensibel auf alles was auf mich einwirkte. Mein Geschmacksinn war nicht mehr vorhanden, alles hat gleich pappig geschmeckt. An Schlaf war nicht zu denken. Dann kamen Muskelkrämpfe und Muskelschmerzen dazu. Ach die Symptomliste ist noch viel länger gewesen....
      Wolte nur zeigen, dass es auch mal schnell anders laufen kann und es doch recht individuell ist.
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      Meine moderativen Aussagen sehen so aus.
    • Ja, ich glaube, ich hab das damals schon richtig gemacht mit dem Alkohol Saufen gegen den Benzoentzug. Das beides GABA Agonisten bzw. Modulatoren sind, war mir damals schon klar. Ähnlich wie du den Entzug von Benzos beschreibst, ging es mir beim GBL abkicken. Ich wollte erst Cold Turkey aufhören, aber innerhalb eines Tages hat sich das lebensbedrohlich angefühlt. Extremes Herzrasen, Blutdruckkrise, Erregungs, Delier- und Krampfzustände. Hab zum Glück das GBL nicht weggekippt, sonst hätte ich den Notarzt rufen müssen. Hab dann beim Dealer meines Vertrauens eine Packung Diazepam gekauft, 50mg genommen und dann sofort das GBL abgesetzt. Das ganze ging dann ohne jedes Problem und ich war für immer vom GBL kuriert.
    • Also ich hab ja schon wirklich viel Mist in meinem Leben genommen aber der Benzo-Entzug den ich vor Jahren mal durchgemach hatte war das schlimmste was ich jemals erlebt habe. Ich hab eigentlich nur Diazepam und Clonazepam in extrem hohen Dosen über Jahre hinweg täglich genommen. Dazu gabs nartürlich noch richtig extremen Mischkonsum von Alk und Opioden. Meine letzen Dosen Diazepam waren immer so 1 - 1 1/2 Blister am Tag. Das waren also 100-150mg Diazepam oder bei Rivos war es meist immer so ein 15er 2mg Blister.
      Ich hab durch den Scheiß 2x richtig heftigen epiletpischen Anfall bekommen (obwohl ich gar kein Epileptiker bin) und als ich dann stationär entgiften gegangen bin meinten die Ärzte noch das wenn ich das zuhause gemacht hätte auch drauf gehen hätte können.
      Das schlimmste an der Sache war das der stationäre Entzug überhaupt nichts gebracht hat weil mein Benzo-Entzug erst nach 7-10 Tagen (nach letzer Einnahme) so richtig anfing weil ich so einen hohen Spiegel hatte. Alles Pfeifen da gewesen.
      Schlussendlich hab ich dann nur noch mit Diazepam angefangen den Dreck ambulant auszuschleichen.
      Von der letze Einnahme bis zum ersten Tag wo es mir wieder gut ging sind so 12-15 Monate vergangen. Die ersten 3 Monate hatte ich teils auch Halluzinationen, extreme Paranoia und Ängste und körperlich war ich ein Wrack. Hab pro Tag bestimmt 10L oder mehr ausgeschwitzt und hatte fast jeden Tag extreme Wadenkrämpfe + Bauchschmerzen + Übelkeit und übergeben sobald ich etwas gegessen habe + tausend andere unangenehme Sachen. Achja, und meine Wange und meine Augen haben immer so richtig schnell gezuckt. Das war richtig nervig. Das hatte ich sogar noch 10 Monate später. Müsst euch das so vorstellen wie ein Flatterman bloß das es an Wange + Auge + teilweise auch Lippe war. Also im Gesicht meistens.
      Nach ca. 3-4 Monaten begann ich dann total psychotisch zu werden (also im Sinne von Ängsten) und die letzen ca. 9 Monate war ich richtig schwer depressiv, hatte überhaupt kein Sinn mehr im Leben gesehen wollte am liebsten nur noch sterben damit das endlich ein Ende hat. Suizid war ich nicht, aber ich hätte zu dem Zeitpunkt nichts dagegen gehabt wenn ich einfach eingeschlafen und nie wieder aufgewacht wäre. Habs mir sogar öfters mal richtig gewünscht.



      Sowas würde ich nichtmal meinem schlimmsten Erzfeind wünschen..

      Edit2: Wenn ich mir das hier nochmal so vor Augen halte versteh ich immer weniger warum ich mich jedesmal so schwer damit tu das Kratom zu pausieren/abszusetzen. Ich kapier einfach nicht wie ich die Hölle auf Erden durchgestanden habe und mich bei diesem grünen Kraut so schwer tu. Aber Opiode sind halt auch Substanzen die von der Wirkung eher in Richtung "Spaß" gehen. Die Benzos habe ich ja immer nur genommen und meine Phobie in den Griff zu bekommen bzw. überhaupt vor die Tür zu gehen. Aber auch weil Kratom die letze Substanz ist die ich nehme warscheinlich. Ich war ja früher richtig stark polytox und Kratom ist der letze Strohhalm an den ich mich festklammer.

      The post was edited 1 time, last by Dope ().

    • Alkohol wird nur dann toleriert, wenn man sich halbwegs im Griff hat. Alkoholiker sind doch komplett unten durch, im Beruf, in der Familie und überall sonst. Man könnte also sagen, dass die Gesellschaft einen kontrollierten Konsum toleriert aber keine voll ausgeprägte Sucht. Bei Tabak geht es ja auch in Richtung weniger Toleranz.

      @Dope: Gebe dir voll Recht, man sollte/muss etwas wie Kratom in den meisten Situationen für sich behalten.
    • Ähnlich wie bei euch drei sieht es bei mir aus. Daher behaupte ich, dass es gesellschaftlich nicht akzeptiert ist. Dazu ist es schlicht zu wenig verbreitet.
      Beim Alkoholismus hängt die Akzeptanz von der Außenwirkung ab. Wer morgens arbeiten geht und im Straßenverkehr und sonst wo keinen Mist baut kann sich akzeptiert täglich abfüllen. Obwohl wir beim Alkohol viel umfassender um alle Vor- und Nachteile Bescheid wissen ist es wegen der weiten Verbreitung so.
      Folgern wir daraus müssten wir Kratom massiv aggressiv bewerben. Und, glaubt da wer dran?
    • @krauterling
      Ja von den Leuten wird Alkohol tolleriert solange du keinen Mist baust. Klar die ganze Krombacher Werbung usw. (am besten ist immer noch die Flensburger Werbung da muss ich fast immer lachen xD) ist schon ein klares Zeichen dafür das Alk bei uns in der Gesellschaft akzeptiert wird. Wenn du dir aber einen 5 Euro Penny Wodka holst stehst du trotzdem als Alki da. Holst dir nen Red Lable oder so bist du wieder anerkannt. Also wo ist da bitte die Grenze?
      Das selbe mit Billig-Bier. Holst du dir eine Turmbräu Dose bist du Alki. Holst dir ein Becks wirst du akzeptiert? Gut das Billig-Bier schmeckt auch zum Kotzen aber mir gehts hier grad nur ums Prinzip.

      Dann gibts noch die Regel "Kein Bier vor 4" außer du bist schwerer Bauarbeiter und trinkst zum Mittag in Holsten Bier mit deinen Kollegen. Dann biste ein schwerer Arbeiter der sein Maurerbier halt trinkt ;)
      Gehste aber um 12.00Uhr Mittags mit nem Bier durch die Straßen bist du wieder Alki. Ganz egal ob Wochenende oder nicht ;)

      Die Aussage von mir oben war aber auf die Ärzte bezogen. Als ich damals mal davon erzählt habe (und das bereue ich bis heute) wo ich gefragt wurde habe ich das schon runtergespielt. Ich meinte ich trinke meine 2-4 Bier in der Woche. Dann kam die Frage welche Größe. Allein schon wegen der dämlichen Frage habe ich lieber 0.33 gesagt und kein 0.5er. Da wurde dann nicht gesagt "Sie trinken also 2-4 Bier in der Woche" sondern "Sie trinken also 8-16 Bier im Monat, finden Sie das nicht etwas bedenklich?".
      Stell dir jetzt vor ich hätte gesagt ich trinke jeden Abend ein Bier. Dann hätte ich gesagt bekommen "Soso, sie trinken also 30-31 Bier im Monat".

      Also ja Alk bzw. Bier wird gesellschaftlich akzeptiert. Bei den Ärzten aber nicht. Selbst wenn du sagst du trinkst nur am Wochenende deine 2-3 Bier so wird davon ausgegangen das du JEDES Wochenende dein Bier trinkst was für die Ärzte auch schon Abhängigkeit bedeutet. Alles schon erlebt..
    • Ich habe auch mal einer Ärztin auf die Alkoholfrage wahrheitsgemäß geantwortet, dass ich 2-4 Flaschen Bier jeden Abend trinke. Als Ergebnis ging ich mit einer Überweisung zum Internisten für Leber-Ultraschall und mit einem Flyer für die örtlichen Suchtberatung da raus.

      Als sie dann nächstes mal fragte, ob ich mich dort gemeldet hätte sagte ich nein und sie tat ganz entsetzt weil ich doch so ein Suchtproblem hätte.
      Ein anderer Arzt, dem ich das Gleiche erzählte sagte nur "aha" und das Thema war erledigt.

      Ich muss dann immer an den klugen Spruch denken, den mir mal ein Facharzt sagte:
      "Ein Alkoholiker sind Sie dann, wenn Sie mehr trinken als ihr Arzt."
    • Kermit wrote:

      Beim Alkoholismus hängt die Akzeptanz von der Außenwirkung ab. Wer morgens arbeiten geht und im Straßenverkehr und sonst wo keinen Mist baut kann sich akzeptiert täglich abfüllen.
      Das mag so stimmen, Kermit. Wer aber Alki ist, sollte aufpassen, dass davon niemand etwas erfährt, sollte dieser im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis sein. Erfährt das Amt davon, ist derjenige erst einmal seine Fahrerlaubnis los.
      Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser nun alkoholisiert oder nicht mit seinem Auto fährt. Man geht nämlich dann immer davon aus, dass ein Alki stets seinen Alkohol braucht und damit einhergehend, dass dieser immer alkoholisiert fährt. Dabei
      spielt es auch überhaupt keine Rolle, ob er es könnte, weil er den Alkohol verträgt und man nicht unbedingt sofort denken würde, dass dieser alkoholisiert ist. Das hier ist zwar mehr oder weniger OT, wollte aber nur einmal darauf hinweisen, weil es sein könnte, dass das bisher niemand wusste.
      I’ve seen things you people wouldn’t believe. Attack ships on fire off the shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhauser Gate. All those moments will be lost in time like tears in rain.
      Time to die.
    • Es gibt grade bei Alkoholikern sehr viele Abstufungen. Du hast bestimmt viele viele Millionen Menschen, welche täglich aber halbwegs mäßig und nur am Abend trinken (siehe Moebius und auch ich selber). Für viele Ärzte sind diese Menschen schon Alkoholiker, allerdings sind sie nicht körperlich abhängig. Dann gibt es viele, welche sich ständig abschiessen, Kontrolle verlieren, viele Tage in der Woche richtig dicht sind. Die sind zwar nicht unbedingt körperlich drauf, aber auch ziemliche Alkis. Der "klassische" Alki, der morgens zitternd aufwacht und erstmal was trinken muss, dürfte sehr viel seltener sein als die beiden anderen Gruppen. Ich trinke seit 15 Jahren oder so täglich Alk, aber außer ein wenig Schlafstörung kommt nichts, wenn ich mal nichts trinke (wie letzte Woche..). Bin ich jetzt ein Alki?

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