Hallo liebe Kratom.ink Mitglieder und Besucher unseres Forums!
Grundlegende Informationen über Kratom findet ihr in unserem offiziellem Kratom-Konsumleitfaden !

Kratom und Depressionen

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • @Rezeptor
      Generell von chemischen Mitteln abzuraten halte ich auch für falsch. Dass Antidepressiva signifikant gegenüber Placebo überlegen sind, wird durch zahlreiche seriöse Studien bestätigt. Also ich kann deine Meinung, dass Antidepressiva - außer bei schweren Depressionen - nicht wirken absolut nicht teilen.
      Es gibt auch Studien, die z.B. belegen, dass Amitriptylin besser wirkt als Fluoxetin. Und Fluoxetin wirkt bereits besser als Placebo.
      Und anzunehmen, dass Mittel, die natürlich vorkommen, unbedingt besser oder weniger gefährlich sein sollen, halte ich auch für gefährlich. Leider glauben das zu viele und leben mit einer Scheinsicherheit.
      Also Kratom halte ich nicht für weniger gefährlich als z.B. Citalopram. Kratom greift auch massiv in den Hirnstoffwechsel ein, da es nunmal wie ein Quasiopioid agiert.

      The post was edited 2 times, last by Kermit: keine Vollzitate, siehe Forenregeln §3.2 ().

    • Mein Arzt meinte mal, und er gehört noch zu den Leidenschaftlicher Ärzte die, die Patienten noch interessiert, dass eine leicht Depression bei 2 Wochen anhaltendem Apettitlosigkeit erkennbar ist. Das was wir heute oder so gut wieder Jeder mit Selbst oder Nummerärztliche Diagnose meint, man überhaupt nicht als Depression bezeichnen kann oder darf.
      Zumindest nicht im wirklich Neurochemischen oder auch Psychischen Bereich. Die meisten leiden am falschen oder fehlendem Partner, falscher Beruf, falscher Lebensstil uvm. Was aber mehr eine deprimiertheit bedeutet anstatt wirkliche Depressionen. Er meint auch im Rege das auf das heute jeder 3. meint Depressionen haben zu müssen weil jeder Hobbymediziner ihm seine Deprimiert oder Angst als eine Depression bestätigt ohne zu wissen was eine wirkliche leichte oder auch mittlere bis schwere Depression ist.

      Das bedeutet keineswegs das es keine Menschen mit echten Depressionen gibt, die gibt es gewiss aber es sind vielleicht 1/30 von den die sich als depressiv ansehen.

      Bei dir würde ich persönlich keine Depression schätzen eher das du ein sensibler und ängstlicher Mensch bist, dem vielleicht sein Leben oder Lebenstil oft zu stressig oder eintönig wird und dir da Kratom
      Hilft, weil es einfach gut tut ( Wie bei jedem der es nimmt) und deine Angst und den Stress lindert.

      Grus Lane
    • Hey,

      mach dir nicht so einen Kopf wegen der Depression. Wenn man hier in der westlichen Welt lebt bekommt man fast zwangsläufig solche Symptome, das ist kein Grund sich zu schämen. Es gibt so viele Menschen die damit zu tun haben, du bist nicht allein damit. Die wenigsten thematisieren es und noch viel mehr verdrängen es sogar Ganz vor sich selbst.
      Das mit der verbeamtung kann ich gut verstehen, warte auf jeden Fall bis du verbeantet bist bevor es diagnostizieren lässt. Ein Arzt wird dir sowieso nur Pillen verschreiben, die deine Symptome maximal etwas dämpfen können, aber auch andere Probleme mit sich. Um die Depression in den Griff zu bekommen gibt es ME nur eine Möglichkeit, und zwar herauszufinden woher es kommt.
      Das hat meistens mit einem selber zu tun und ist oft eine nach innen gerichtete oder umgekehrte Aggression. Versuch die Ursache zu finden. Lebst du irgendwo gegen deine Natur? Verrätst du dich vlt irgendwo selbst? Willst du vlt. Gar keine Lehrerin sein sondern lieber etwas anders, gehst diesen weg nur, weil jemand das von dir erwartet? Gibt es Erlebnisse aus Kindheit oder Jugend, die dich geprägt haben, und lebst daher Muster, die eigentlich gar nicht mehr nützlich sind in der jetzigen Situation? Liebst du dich selbst aus irgend einem Grund nicht oder zu wenig? Bist du unzufrieden mit irgend was? Gibt es eine Möglichkeit das zu ändern? Eigentlich gibt es immer eine Möglichkeit. Versuche dich mit dir selbst zu beschäftigen und ehrlich zu dir selbst zu sein, dann wirst du die Ursache finden.
      Das sind nur ein paar Gedanken die ich mir selbst gemacht habe weil jemand wer mir nahe steht sehr davon betroffen ist und hat nichts mit dir direkt zu tun. Dachte aber, vlt kann es dir helfen, wenn du gerade einen Rat suchst. Wirklich heilen kannst du deine Depression, wenn du die Ursache findest und dann deine Lebensweise entsprechend änderst. Dann geht die Heilung schnell. Wes gut hilft ist Sport (wird auch bei jeder Therapie verordnet). Kratom hilft super dagegen, um den Alltag zu meistern! Aber Vorsicht, die Sucht kommt schnell dibajd du es regelmäßig nimmst und dann geht ohne kratom gar nichts mehr und der Entzug ist dunkel und lang. Dagegen ist eine milde Depression ein Spaziergang.
      Mir hilft kratom hervorragend, seid drei Jahren oder sogar länger. Nur ohne geht eben nichts mehr.
      Wünsche dir dass es dir bald besser geht und viel Erfolg für dein Studium!

      PS: ich empfehle dir dieses Buch:
      Depression: Wege aus der dunklen Nacht der Seele von Rüdiger Dahlke
    • Ja definitiv. Ich bin schon als Kind mit psychosomatischen Heilmethoden in Berührung gekommen und kann nur sagen, dass mir das in meinem Leben bei allen Krankheiten geholfen hat.
      Das beste Buch auf diesem Gebiet ist mE "Der Schlüssel zur Selbstbefreiung" von Christiane Beerlandt.
      Das kann ich jedem empfehlen, der mit irgend einer Krankheit kämpft. Der Preis ist hoch aber für das Potenzial ist es fast geschenkt.
    • Hey Hanna,

      es wäre hilfreich, zu wissen, was so die Symptome sind und wie stark/ regelmäßig sie auftreten und inwiefern sie dein Leben negative beinflussen bzw. erschweren.

      Genau wie Duehn Tshizz schrieb, solltest du genauer bei dir hinsehen, welche Muster ablaufen.
      Und genau in der Bearbeitung dieser psychischen Prozesse und Mechanismen liegt oft der Schlüssel. Am besten jedoch achtsam und liebevoll sich selbst gegenüber.

      Und genau dabei kann eine Psychotherapie bei einem psychlogischen Psychotherapeuten sehr gut unterstützen. Ich würde dir sehr empfehlen, eine solche zu machen (z.B. Verhaltenstherapie, später vielleicht auch in Richtung tiefenpsychologisch/ analytisch). Sofern man nicht auf einem kleinen Dorf weit entfernt von Städten lebt, sollte es schon möglich sein, einen Therapeuten zu finden. Du kannst zum Kennenlernen und Prüfen ob die "Chemie" zwischen dir und dem Therapeuten/ der Therapeutin stimmt, als Basis für eine Therapie, auch 5 probatorische Sitzungen machen. Außerdem dürfen meines Wissen auch bis zu 12 Sitzungen akut ohne Antrag und Bewilligung der Kassen gemacht werden mittlerweile.

      Frag doch über den Hausarzt (sofern vertrauensvolles Verhältnis), ob er evtl. eine Empfehlung hat. Frage bei deiner Krankenkasse, sie sollen dir eine Liste von z.B. Verhaltenstherapeuten in deiner Gegend/ Stadt geben. In manchen Städten gibt es psychosoziale Not-/ Krisendienste die auch eine erste Anlaufstelle sein können, wenn man schnell einen Psychologen braucht. Dieser kann dann evtl. auch weiter vermitteln. Oder du hast andere Menschen, die dir was empfehlen können.
      Wenn man sich dahinter klemmt, findet man was, denke ich.

      Ich kann deine Bedenken irgendwo nachvollziehen. Aber - Ärtzte haben auch eine Schweigepflicht. Außerdem gibt es meiner Meinung noch viele Abstufungen zwischen eine leichten/ mittleren depressiven Episode und einer langfristigen Depression, die gar zu dauerhafter Arbeitsunfähigkeit führt. Werde das später ggfs. noch mal genauer ausführen.
      Glaube, deine Ängste sind etwas übertrieben. Lass doch evtl. erst mal durch ein Gespräch mit einem Arzt oder Therapeuten abklären, was bei dir wirklich die Diagnose sein könnte.

      Ich rate - versuche als erstes eine Gesprächstherapie zu beginnen (Verhaltenstherapie) oder suche anderweitige erste Gespräche mit einem Psychologen/ einer Psychologin.

      Oder aber du gehst die Sache auf eigene Faust an. Die Wege können sehr unterschiedlich sein. Dass solltest du auch für dich herausfinden, was dir hilft bzw. für dich das richtige ist.
      Die o.g. Dinge die es gibt als Hilfe würde ich zumindest probieren.

      Ich finde die Aussage, dass von pharmazeutischen Antidepressiva generell eher abzuraten ist, auch etwa schwierig, ähnlich wie nitemares. Denn - es gibt unterschiedlichste Antidepressiva die unterschiedlich wirken, je nachdem welche Rezeptoren/ Neurotransmitter sie im Gehirn beeinflussen. Manchen Menschen helfen sie sehr gut, anderen weniger, wieder anderen hilft kaum ein bis kein Medikament.
      Ja, wenn es nicht nötig oder vermeidbar ist, möglichst keine ADs. Wenn aber akute lebensbeeinträchtigende Symptome vorliegen (z.B. nicht mehr schlafen können, starke Ängste) können sie durchaus helfen.

      Wenn gemeint ist, SSRIs z.B. sollte man nicht wie Smarties verschreiben, stimme ich eher zu. Vielleicht sehen viele diese neueren Substanzen wie SSRI, SSNRI (Escitalopram, Venlafaxin etc.)
      als Synonym für Antidrepessiva. Es gibt aber auch z.B. welche die kaum oder gar nicht Serotonin beinflussen, wenig bis nicht antriebssteigernd und aktivierend wirken sondern eher dämpfend und angstlösend.
      Ich halte es für fatal, wenn Ärzte hier vor der Verschreibung nicht genauestens prüfen, welche Symptome der Patient hat und welche sonstigen Besonderheiten, Zusatzdiagnosen, Vorgeschichten.

      Mir hilft z.B. ein dämpfendes trizyklisches, altes AD (Trimipramin) gut, weil meine akuten Symptome sich v.a. in Schlafstörungen, Ängsten und Unruhezuständen zeigten. Das war auch nicht von Anfang an klar, sondern hat sich ergeben.

      Thema Johanniskraut - habe ich ein paar Jahre hochdosiert genommen. Ich kann nicht genau sagen, ob es bei mir mehr als Placebo gewirkt hat oder eben subtil. Mmh.

      Ähnliches mit 5-HTP. Ich nehme seit Jahren morgens 300mg (Griffonia Extrakt). Auch hier stelle ich wenn nur eine leichte, eher subtile Wirkung fest. Bei mir (!) deutlicher zu spüren als bei Johanneskraut.

      CBD auch ähnlich - wenn dann nur subtil stimmungsaufhellend.

      Wie bereits vielfach geschrieben, helfen auch andere positive Lebensfaktoren mitunter sehr oder gar noch besser als Substanzen (wie Sport, Liebe in einer Partnerschaft, Unterstützung durch Familie, Freunde etc.)
    • Also sowohl 5htp als auch Johanniskraut haben bei mir sehr gut geholfen. Johanniskraut verträgt sich aber überhaupt nicht mit kratom! Es verbindert quasi das Kratom wirken kann, von daher nur solo nehmen. 5htp kann ich auch sehr empfehlen. Auch bei langen kratom Konsum wenn die Serotonin Speicher leer sind wirkt es gut. Und man schläft sefr gut dadurch.

      @dub setzt du das 5htp nie ab? Kann ungesund sein bei jahrelangem Konsum ohne Pause glaube ich
    • Außerdem dürfen meines Wissen auch bis zu 12 Sitzungen akut ohne Antrag und Bewilligung der Kassen gemacht werden mittlerweile.
      Leider nicht! Es gibt erstmal nur die probatorischen Sitzungen die du schon beschrieben hast. Während dieser empfiehlt sich ein Antrag, welcher wohl in der Regel bei Kurzzeitherapien schnell genehmigt wird. Bei Langzeittherapien hingegen muss sogar ein Gutachter seitens der Krankenkasse verständigt werden. Das dauert dann etwas länger. Ein guter Therapeut wird aber schon früh beginnen mit dem Antrag, wenn er das Potential sieht helfen zu können. Soweit ich weiß, kann man schon nach 1-2 Sitzungen den Antrag darauf stellen sodass die Wartezeit recht kurz ausfällt nach der letzten Sitzung.

      Ich weiß nicht ob es da Bundeslandstechnische Unterschiede gibt, aber das glaube ich ehrlich gesagt nicht - Wäre ja doch recht unfair. Bei mir in Niedersachsen ist es auf jeden Fall so wie von mir beschrieben, grade selbst durch mit meinen letzten probatorischen Sitzungen. :)
    • Ich habe zwei Threads zu ähnlichen Themen zusammengelegt.

      @Hannah Die Empfehlungen gehen hier ja schon deutlich in die Richtung, dass du deine Probleme angehen solltest, bevor sie sich auswachsen. Mit Substanzen oder ohne, mit therapeutischer Unterstützung oder ohne: das Referendariat soll eine sehr belastende Zeit sein. Es wäre gut für dich vorher deinen Kopf sortiert zu haben.
    • Vielen Dank für die Antworten!

      Also, ich zitiere mal nicht, sondern versuche einfach mal wild auf alles zu antworten was mir gerade einfällt:

      • Ich habe bis jetzt so 1-2 Kratomtees in der Woche getrunken und das so ungefähr 10 mal in den letzten Wochen. Habe mich natürlich vorher schlau gelesen und werde nicht anfangen mir ein gewohnheitsverhalten anzutrainieren.
      • Das Kratom habe ich mir von 2 verschiedenen Verkäufern bestellt (das waren so "sample packs" um mir mal ein bild von den wirkspektren zu machen). Habe dabei auf die empfehlungen im Internet geachtet. Und muss sagen dass ich als Anfängerin kaum qualitätsunterschiede bemerkt habe. (Namen will ich eigentlich keine nennen)
      • Irgendwer sagte sowas wie "alle Glauben dass sie Depressionen haben, Ärzte bescheinigen das auch, aber wirkliche Depressionen haben die wenigsten" da gehe ich mit. Viele depressive Verstimmungen werden heutzutage als Depressionen dargestellt obwohl sie DSM kriterien eigentlich nicht wirklich erfüllen. Deshalb habe ich erwähnt dass ich keine echte Diagnose habe. Ich gehe nur davon aus, mit allen Fehlern die mir als Laien unterlaufen können bei der Selbstdiagnose (mir ist bewusst wie unsicher eine eigendiagnose in dem Feld ist)
      • Ich gehe meine Probleme an - da besteht gar kein Zweifel. Und da bin ich auch ehrlich was meine Zukunftswünsche und Ängste betrifft. Sollte ich irgendwann feststellen dass meine Lebensweise und Meine Ziele die "Depression" verursachen, dann werde ich so viel Rückgrat beweisen dass ich Konsequenzen ziehe - auch wenn ich nicht glaube dass ich mir mit meinem Werdegang "etwas vormache".
      • Eine Diagnose werde ich mir trotzdem nicht holen. Ich sehe es wirklich nicht ein diesen Stempel zu bekommen. Die Schweigepflicht wird mit der Aktenkundigkeit mit Füßen getreten. Sollen jetzt alle Leute mit Problemen sich besser nicht behandeln lassen weil sie sonst per Aktenkundigkeit Stigmatisiert werden? Es ist doch frech dass sich diejenigen die sich behandeln lassen dann sowas gefallen lassen müssen, während andere die ihre Depression verschleppen dafür "belohnt" werden?


      Vielen Dank für die Beteiligung an der Diskussion und die vielen gehaltvollen Tipps. Gerade was Antidepressiva betrifft scheinen hier ja wirklich Experten anwesend zu sein, da bin ich gespannt was noch kommt.
      Ich freue mich jedenfalls hier eine Community gefunden zu haben die sich seriös mit Kratom beschäftigt. :)
    • @Varanth - OK. Gut möglich. Lese ich noch mal nach. Danke für den Hinweis. Genua - ein guter Therapeut wird verschen, sich frühzeitig um die Beantragung zu kümmern.

      Edit: Hier mal auf die Schnelle Infos gefunden zu dem Thema. Wenn ich was besseres finde, kommt das noch.

      Duehn Tshizz wrote:

      @dub setzt du das 5htp nie ab? Kann ungesund sein bei jahrelangem Konsum ohne Pause glaube ich
      Bisher nicht, nein. Nehme es durchgehend. Es kam mal vor dass ich es vergessen habe mitzunehmen, wenn ich ein paar Tage woanders war. Kam nicht so gut.
      Wie meinst du das? Inwiefern schädlich? Ich kann durch die Einnahme nichts Negatives feststellen, eher - wie gesagt - subtil positive Wirkung, die aber irgendwie schwer messbar/ vergleichbar ist.

      Duehn Tshizz wrote:

      Johanniskraut verträgt sich aber überhaupt nicht mit kratom! Es verbindert quasi das Kratom wirken kann
      Interessant, das war mir entfallen. Kannst du evtl. beschreiben warum? (Links/ Quellen). Thx.

      @Hannah - ich weiß nicht genau, wie du das mit der Aktenkundigkeit meinst? ;) Wovor hast du da konkret Angst?

      The post was edited 7 times, last by dub ().

    • Eine Diagnose werde ich mir trotzdem nicht holen. Ich sehe es wirklich nicht ein diesen Stempel zu bekommen. Die Schweigepflicht wird mit der Aktenkundigkeit mit Füßen getreten. Sollen jetzt alle Leute mit Problemen sich besser nicht behandeln lassen weil sie sonst per Aktenkundigkeit Stigmatisiert werden? Es ist doch frech dass sich diejenigen die sich behandeln lassen dann sowas gefallen lassen müssen, während andere die ihre Depression verschleppen dafür "belohnt" werden?
      Hast du einen Arzt, der vertrauenswürdig ist und mit dem du offen darüber reden kannst? Wenn ja kannst du ihm ja deine Probleme schildern, und man kann Antidepressiva auch aus anderen Gründen verschreiben als wegen Depressionen. Man kann sie auch zur Schmerzbekämpfung verschreiben, so wird das zum Beispiel mit verschiedenen trizyklischen Antidepressiva oder SSRI gemacht, bei Nerven- und psychosomatischen Schmerzen. Wenn du wirklich dicke mit deinem Arzt bist könnte man das also auch unter diesem Deckmantel lösen das Problem. Wobei das natürlich dahingehend ein heißes Eisen ist dass du zum einen nur mit dem Hausarzt derartig arbeiten kannst und mit keinem Facharzt und grade die Hausärzte sind natürlich nicht so bewandert was derartige Medikationen angeht. Aber ich denke es ist etwas, was man im Hinterkopf bewahren kann für den Fall der Fälle.
    • Hallo an alle,

      ich bin 33 und habe Kratom vor 2 Tagen zum ersten mal probiert. Also mein Leben lang schon bin ich verkrampft im Kopf wenn es um Menschen geht.
      Es kostet mich viel Energie mit Menschen tun zu haben und ich verkampfe dann auch und werde gestresst. Kurz gesagt mein Arbeits- und Privatleben haben in der Vergangenheit extrem darunter gelitten. Viel Arbeitslosigkeit und nicht viel Kontakt zu Menschen.

      Auf jeden Fall habe ich vor ein paar Tagen Kratom probiert und ich muss sagen das Ergebnis ist soweit sehr positiv. Ich habe mich auf der Arbeit locker unterhalten ohne negative Gefühle und Verkrampfungen und viele Situationen wie in der Straßenbahn sitzen waren total relaxed. Ich werde nun auf jeden Fall weiter Kratom testen. Falls es wirklich weiter so gut läuft bin ich dankbar es gefunden zu haben. Aber es ist auch ein wenig schade das ich es so spät im Leben finde vermutlich hätte einiges besser laufen können falls ich es früher gefunden hätte. Naja besser spät als nie.
    • @Hannah

      Verstehe auch nicht so ganz was du mit "Aktenkundig" meinst. Auch wenn man eine Diagnose hat, wird der Arbeitgeber niemals erfahren was du für eine Diagnose hast, außer du erzählst es natürlich. Es gibt natürlich Ausnahme-Berufe in denen man seine volle Gesundheit attestieren muss, als Beispiel das SEK oder Fluglotse.
      Des Weiteren weißt du ja nicht mal, ob du überhaupt eine Diagnose bekommen wirst.

      Du wirkst auf jeden Fall sehr reflektiert und bei dir wirkt es nicht so, als ob du große Gefahr läufst abhängig zu werden. Trotzalledem solltest du sehr acht geben, da sogar die stärksten, reflektiertesten und aufmerksamsten Menschen nach Opioiden abhängig werden können.
      Ich hoffe, dass du weißt, dass du hier ein Opioid einnimmst und diese Stoffklasse gehört nun mal zu denen, welche am stärksten abhängig macht.
      --- Forenregeln / Nutzungsbedingungen ---

      Meine moderativen Aussagen sehen so aus.
    • O_Dog wrote:

      @Hannah

      Verstehe auch nicht so ganz was du mit "Aktenkundig" meinst. Auch wenn man eine Diagnose hat, wird der Arbeitgeber niemals erfahren was du für eine Diagnose hast, außer du erzählst es natürlich. Es gibt natürlich Ausnahme-Berufe in denen man seine volle Gesundheit attestieren muss, als Beispiel das SEK oder Fluglotse.
      ... oder alle angehenden Beamten, die ihrem Antrag auf eine Verbeamtung eine Entbindung von der Schweigepflicht für den Amtsarzt beilegen müssen. Der Staat sichert sich ab bevor er dich absichert.

      Hannah wrote:

      Ich möchte nicht dass meine Depression Aktenkundig wird, da ich dann möglicherweise bei einer Amtsärztlichen Untersuchung als "nicht-verbeamtbar" deklariert werde
    • Das ist bitter. Vor allem pauschal höchst ungerecht und unverhältnismäßig. Das debile daran - wer sagt denn, dass Leute, die nie eine Psychotherapie gemacht haben dann automatisch gesund sind im Sinne von, dass man sie bedenkenlos unterrichten lassen darf?

      Zudem - ist doch gut wenn jemand eine Therapie macht und aus dieser gestärkt, aufgeräumt und eventuell gar wieder arbeitsfähig oder gar besser arbeitsfähig als zuvor herausgeht.

      Auf der einen Seite heißt es, es ist mittlerweile fast schon normal und gesellschaftlich akzeptiert, im Laufe seines Lebens mal eine psychische Erkrankung zu haben, auf der anderen Seite dann immer noch solche höchst fragwürdigen Stigmatisierungen.

      Was sagt denn allein die Tatsache, dass ein Mensch wegen psychischen Problemen in Behandlung war über dessen Fähgkeiten aus? Erst mal pauschal noch überhaupt nichts.

      Edit: Es wäre mal interessant, von tatsächlichen Fällen zu erfahren, inwieweit das so praktiziert wird, denn auch ein Amtsarzt hat Spielraum und Entscheidungsfreiheit nach Ermessen. Ich kann mir vorstellen, dass es Fälle gibt, wo die jenigen dann trotzdem verbeamtet werden, wenn ihre Erkrankung so behandelt bzw. therapiert ist, dass sie die Ausübung des Berufs nicht beeinträchtigt.
      Aber gut, ob Amtsärzte empathische Menschen sind? Mmh, wohl eher nicht.

      Aber alles reine Spekulation. Ich finde, man sollte sich als Betroffener nicht von vornherein einschüchtern lassen.

      Edt: meine Einschätzung deckt sich z.Z. mit einem fix ergoogleten Artikel: jetzt.de/job/junge-lehrer-werd…therapie-nicht-verbeamtet

      Aber: ich hab weder Ahnung vom Lehramtsstudium, noch von Amtsärzten.

      The post was edited 1 time, last by dub ().

    • Bei den vielen Dingen, denen man heutzutage Gerecht werden muss, ist so eine Erkrankung schon vorprogrammiert.

      In meinem Elternhaus ist nur mein Vater arbeiten gegangen und die Mutter hat sich um uns gekümmert. Wir sind groß geworden und mit viel Liebe erzogen wurden. Geld war genügend da und Streit gab es wenig.

      Heutzutage reicht es in vielen Familien ja kaum noch zum Leben, wenn beide Elternteile arbeiten gehen. Dann kracht es Abends, weil beide zu erschöpft sind das zu erledigen, was liegen geblieben ist. Und die Kinder kommen bei all dem sowieso zu kurz.

      Und wenn wir schon bei Kindern sind: Die Kindheit hat sich so massiv verändert. Die Kinder dürfen immer weniger Kind sein und die Reizüberflutung durch den technologischen Wandel, lässt auch immer weniger Kreativität zu.

      Wir als Kinder haben Rollenspiele noch draußen gespielt.

      Mich wundert es nicht, dass die Generation meiner Eltern die älteste und gesündeste ist und meine Generation immer kränker ist. Dazu kommt natürlich der Wegfall natürlicher Nahrung und der Trend in Richtung Fast Food. Welche Frau hat denn heute noch 2-3 Stunden Zeit um frisch für die Familie zu kochen?

      Meine Kindern tun mir leid und ich hoffe, dass es sich wieder ändert. Jetzt wird's politisch, aber ich glaube langfristig kann uns nur das Grundeinkommen für alle helfen.

      Es ist ein bisschen OT ich weiß, aber es spielt in diese Welt der psychiatrischen Erkrankung mit rein.