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Kratom und Depressionen

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    • Crusher wrote:

      Aber ich finde solche Trips sind auch immer irgendwie ein Deal mit dem Teufel,
      Mir fällt dazu folgendes ein: Leg nicht so viel Wert auf Gedanken :) Alles, was man während des Trips denkt ist nicht so wichtig, ich möchte fast sagen: irrelevant. Es kommt darauf an, was man fühlt. Erlebe den Trip als energetische Öffnung und Verarbeitung aufgestauter Energieblockaden, gib dich ganz diesem energetischen Prozess hin und leg keinen Wert auf Gedanken. Ich empfehle in dem Zusammenhang Martin Balls "Entheogenic Liberation". Das Buch bezieht sich zwar auf 5-MeO-DMT, aber alles was darin steht, kann man auch auf hohe Dosen anderer Psychedelika anwenden.
      Es ist ansonsten auch deine Perspektive, die bestimmt, ob der Blick hinter die Kulissen gut ist.

      Crusher wrote:

      Man blickt hinter die Kulissen.
      Es liegt bei dir, ob das ein Vorteil oder Nachteil ist. Du könntest dich z.B. ja auch freuen, dass du nun nicht mehr Zeit mit dem geistlosen Fußball vergeudest und die Zeit viel besser mit z.B. mehr Aufenthalt in der Natur nutzen kannst. :)
    • Das mit den Kosten für HB-workshops bzw. Ayahuascazeremonien sehe ich gar nicht mal als sooo extrem an.
      So eine Veranstaltung kostet mich den Gegenwert von 3 bis 4 konventionellen (billigen) Gesprächstherapiesitzungen, dauert aber zwischen 2 und 4 Tagen, dazu habe ich auch schon mal kostenfreie Nachbetreuung in Anspruch nehmen können.
      Was konventionelle Therapiesitzungen (habe alle möglichen Ansätze von Quatschtherapie über Hypnose bis Gestalttherapie durch) angeht, habe ich im Lauf der Jahre wesentlich mehr Kohle verpulvert, als mich die alternativen Sachen gekostet haben und die Wirkung war 0, nada!!
      Heute mach ich alle 6 Wochen eine Einheit Gesprächstherapie auf einem Kassenplatz (war nur 14 Monate Wartezeit, mit Privatversicherung gehts natürlich sofort). Die bringt mir sogar mal was, weil ich so meinen Fortschritt von einem Außenstehenden reflektiert kriege, der Therapeut ist selber fasziniert von dem, was ich da mache.
      Früher habe ich auch Unmengen von Geld für irgendwelche Urlaube verheizt, die im wesentlichen nix anderes waren als sich halt mal woanders volllaufen zu lassen und für solche Trips bin auch noch bis zu 30 Stunden im Flugzeug gesessen (wo ich mich natürlich auch nur volllaufen ließ). Heute gebe ich einen Bruchteil dieses Geldes für ein Retreat aus, hab maximal 3 Stunden Anfahrt, treffe mich mit Freunden und lerne alle möglichen neuen Menschen mit allen möglichen Weltsichten kennen.
      Das hat sich für mich ebenfalls als unbezahlbare Erfahrung herausgestellt: als ich das erste Mal zu einem HB-workshop gefahren bin, hab ich sofort jeden, den ich dort gesehen habe, in eine Schublade gesteckt.
      Da war der "Schönling", der natürlich alle heißen Mädels abgreifen wird - hat sich als schwul herausgestellt, weiters als doppelter Doktor in der Traumaforschung und einer der nettesten Menschen, die ich je getroffen habe.
      Da war die "Körnerfresser-Ökotussi" - arbeitet ehrenamtlich mit traumatisierten Kindern, hochintelligent, ebenfalls supernett und ja, hat sich nach dem workshop ein dickes Steak mit Pommes reingezogen.
      Buchstäblich jeder, den ich dort kennengelernt habe, hat meine Vorurteile Lügen gestraft und das hab ich mit einem von den Atemsitzungen plastischen Nervensystem wirklich tief sinken lassen können - seitdem ist mein Schubladendenken bezüglich Menschen fast völlig verschwunden.
      Viele Menschen, die man bei sowas antrifft, sind selber Suchende und haben ähnliche Interessen, man kann sich ähnlich wie in diesem Forum über Themen austauschen, von denen Otto Normalverbraucher keine Ahnung hat und meist gar nicht haben will.
      Ein großer Teil der Teilnehmer sind auch immer wieder Psychologen und/oder Therapeuten, die dort beruflich angestauten emotionalen Müll wieder loswerden.

      Bitte versteht mich nicht falsch, ich habe keinerlei Interesse daran, jemanden für sowas anzuwerben, ich gebe nur wieder, was mir geholfen hat und immer noch hilft, mein Leben auf die Reihe zu kriegen, ich schreib das hier nur aus dem Grund, dass sich dadurch vielleicht für den Einen oder Anderen ein neuer Weg auftun könnte, den er/sie noch nicht kannte.
      People are strange: They are constantly angered by trivial things, but on a major matter like totally wasting their lives, they hardly seem to notice (Charles Bukowski)

    • Das war jetzt gar nicht abwertend gemeint.
      Ich hab nur das starke Gefühl das wäre nix für mich.
      Obwohl es sich wo du jetzt erzählst gar nicht verkehrt anhört , nur würde ich sowas nicht machen wenn ich Krank(psychisch nicht stark) bin.
      Sondern wenn es mir gut geht.
      Andern falls hätte ich Angst schaden zu nehmen.
      Psychdelika nehm ich auch nur wenn die Umstände es erlauben.
      Da darf nix im Hinterkopf sein das mich anfrisst.
      Wie jetzt zum Beispiel mit dem Kumpel der vieleicht geklaut hat oder vor kurzem mit dem Paket.
    • Bezüglich Ayahuasca hätte ich dabei auch große Bedenken, bei Holotropic Breathwork ist das was ganz anderes, ich war selbst in einem akuten Depressionsschub, als ich das erste Mal dabei war.
      Ich habe dort einige stark depressive und traumatisierte Menschen erlebt, die meisten haben zumindest bis zum Nachhausefahren sehr davon profitiert und man sieht sich immer mal wieder bei einem workshop.
      Die Betreuer sind alle in einem langen Ausbildungsprozeß zertifiziert und ich habe bis jetzt kaum jemanden gesehen, der/die zuvor nicht irgendeine akademische Ausbildung im Bereich Psychologie/Psychotherapie in der Biografie hätte.
      Wenn jemand auffällige Probleme hat, wird sich sofort intensiv darum gekümmert, bis sich die Person wieder merkbar aufgefangen fühlt.
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    • Grundsätzlich läuft Holotropic Breathwork in einer Gruppe im selben Raum ab (beim kleinsten Event, das ich besucht habe waren wir 18 Teilnehmer, beim größten 60).
      Jeder sucht sich am Beginn der Veranstaltung einen Partner. Einer der beiden beginnt als "Atmer", während der andere sich als Sitter um ihn kümmert. Bei der nächsten Session wird getauscht.
      Der Atmer liegt bei der Session auf einer Matte auf dem Boden, ausgestattet mit einer Decke und einigen Polstern.
      Zu Beginn der Session beginnt der Atmer dann etwas schneller und tiefer zu atmen und behält das weiter bei (nach kurzer Zeit geht das von selbst) - das kann wirklich jeder.
      Dazu wird laute und emotional ansprechende Musik eingespielt (anfangs schnelle, rhythmusbetonte zum Ende eher sanfte, beruhigende Musik) und zwar für ca. 3 Stunden.
      So seltsam das klingt, mit dieser Methode ist tatsächlich das komplette Spektrum psychedelischer Erfahrungen möglich, ohne dass man etwas zu sich nimmt.
      Es hat weiters den Vorteil, dass man bei einer zu tiefen Erfahrung jederzeit unterbrechen kann (habe ich in der Praxis jedoch noch nie beobachtet bzw mitgekriegt).
      Bevor man zu so einem Event kommt, muß man jedoch einen medizinischen Fragebogen ausfüllen, es gibt medizinische Ausschlußgründe und wenn man einen solchen hat, kann man allenfalls im Vorfeld mit den Veranstaltern abklären, was möglich ist.

      Das Ganze wird von einem Stab sogenannter facilitators (Betreuer) abgehalten und begleitet, die zumeist einen langen, umfassenden Zertifizierungsprozeß durchlaufen haben, meistens ist auch der eine oder andere "Auszubildende" dabei. Die Anzahl der Betreuer richtet sich nach der Anzahl der Teilnehmer.
      Diese Betreuer kümmern sich hauptsächlich darum, einen sicheren, wertschätzenden Rahmen für die ganze Veranstaltung aufzubauen, sie sorgen während der Sitzung für die Sicherheit aller Teilnehmer und sind auf Anfrage der Atmer (und ausschließlich dann, Berührung ohne Aufforderung ist strengstens verboten außer zur Vermeidung von Verletzungen) da, um Hilfestellungen aller Art zu leisten.
      Jeder Atmer, der den Raum nach der Session verlassen will, muß außerdem vorher bei einem der facilitators einen checkout machen, um sicherzustellen, dass er den Raum nicht mit einem nicht abgeschlossenen inneren Prozeß verläßt.

      Es gibt auch zu Beginn und nach jedem Sessiontag einen sharing circle, bei dem jeder kurz von seiner Erfahrung berichten kann, aber nicht muß, jedenfalls herrscht dabei Anwesenheitspflicht.
      Dabei gilt die Hauptregel: "what happens in the room, stays in the room", ich kann also hier über meine persönliche Erfahrung berichten, aber über niemandes Anderen konkrete Erfahrung, außer die Person hat es mir erlaubt.

      Zu meinen persönlichen Erfahrungen damit muss ich vorausschicken, dass psychedelische Erfahrungen bei mir anders ablaufen als bei den meisten.

      Ich habe egal mit welcher Substanz oder Methode noch nie irgendwelche Visionen gehabt (nicht mal bei 5g Cubensis oder Ayahuasca), habe auch selten tiefgreifende Erkenntnisse während einer Erfahrung, aber mir gehts psychisch und/oder physisch danach meistens wesentlich besser.

      Was ich dabei jedoch immer empfinde, sind starke Raumverzerrungen vor allem auf meinen Körper bezogen (einmal hatte ich auf Aya 20 Gliedmaßen, alle voller Neuropathieschmerzen und RLS - das war eine Lektion in Akzeptanz, als ich wieder auf 4 Gliedmaßen war, habe ich viel besser damit umgehen können).

      Meine Erfahrungen mit HB waren deshalb auch nur körperlicher und emotionaler Natur.

      Ich bin wegen meiner Schmerzen ständig in Schutzhaltungen und deswegen extrem verspannt. Bei meinem ersten HB-workshop war mein ganzer Rücken ein einziges schmerzendes Brett, ich war nicht mal in der Lage länger als ein paar Minuten auf dem Boden zu sitzen, nach dem workshop war ich im ganzen Körper vollkommen schmerzfrei beweglich.

      Einmal habe ich einen Bandscheibenvorfall im Genick (war mit MRT verifiziert) mit HB wieder weggebracht, meine Neurologin war ziemlich sprachlos.

      Bei meiner allerersten Session war ich Atmer und einigermaßen verklemmt, die extrem starken hochkommenden Emotionen auch rauszulassen (was werden sich die Anderen denken?). Am Nachmittag war ich dann Sitter, konnte dabei den ganzen Raum überblicken und hab da erst kapiert, wie bei so einer Sitzung die Post abgeht.

      Am nächsten Tag gabs daher beim Atmen keine Hemmungen mehr, ich hab 4 Stunden lang geschrien, getobt und geweint (kann ich sonst nie) wie noch nie zuvor in meinem Leben, da sind 50 Jahre angestauter Frust, Ärger, Angst, Trauer auf einmal rausgebrochen und erstmals auch ungehemmt ausgelebt worden, danach habe ich nur mehr vollkommenen Frieden und Glückseligkeit empfunden.


      Wie gesagt sind meine Erfahrungen nicht repräsentativ, ich habe aber inzwischen soviele sharing circles erlebt, da haben Leute während der Erfahrung frühere Leben erlebt, biografische Situationen wiedererlebt, Astralreisen gemacht, sich in Tiere oder Götter verwandelt, schamanische Reisen gemacht, sich in der vollkommenen Leere wiedergefunden, sich mit Verstorbenen ausgesöhnt, sind in einen Ozean aus bedingungsloser Liebe getaucht, und, und, und. Ich glaube, soviel kann ich verraten, ohne die Regel zu verletzen.

      Was irgendwann so gut wie bei jedem auftritt, sind Geburts(wieder)erlebnisse, ich hatte meines beim dritten Mal Atmen.


      Allgemein wäre noch zu sagen, dass mit HB sehr wahrscheinlich die Selbstheilungskräfte aktiviert werden, mit der Zeit habe ich gelernt, einfach meinen Körper tun zu lassen, was er will, ohne dass sich der verdammte Verstand einschaltet.

      Ich habe dadurch auch gelernt, Schmerzen nicht mehr auszuweichen, beim HB wird man ermutigt, in die Schmerzen hineinzuatmen, sich ihnen zu stellen und sie so groß wie möglich zu machen, irgendwann erreicht man den Punkt, wo sie brechen und dann einfach nicht mehr da sind. Das funktioniert sowohl auf physischer als auch auf psychischer und emotionaler Ebene.


      Achso, zum Schluß noch eines: HB wurde von Stanislav Grof entwickelt, der war neben Humphrey Osmond und Timothy Leary einer der führenden Forscher auf dem Gebiet der substanzunterstützen Psychotherapie (vor allem mit LSD) in den 50er und 60er Jahren.

      Als die Forschung Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre durch die Prohibition von Psychedelika zum Erliegen kam, hat er nach anderen Methoden gesucht, Therapie durch außergewöhnliche Bewußtseinszustände zu ermöglichen, das Ergebnis war eben HB.

      Grof hat einige Bücher geschrieben, nicht nur über HB, er war auch Mitbegründer der transpersonalen Psychologie, wer Interesse hat, kann ja mal dort weitersuchen, sei aber gewarnt, die Bücher können streckenweise sperrig zu lesen sein. Am leichtesten und unterhaltsamsten zu lesen empfand ich das Buch "Impossible- wenn Unglaubliches passiert - Das Abenteuer außergewöhnlicher Bewußtseinserfahrungen".

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    • Also ich hab auch mal ein Buch von Grof gelesen, weiß gar nicht wie es hieß, aber darin ging es um das Geburtstrauma und die 4 Phasen der Geburt oder so. Die erste Hälfte des Buches war sehr interessant, auch weil man eine etwas andere Sicht auf Dinge wie Himmel, Hölle, Darstellungen von bestimmten Medien (z.B. Alien) und traditionelle Rieten erhält. Dort wurde auch das Holotrope Atmen beschrieben. In der zweiten Hälfte wurde das Buch dann fast etwas esoterisch und es ging um Geistwesen und Leben von Vorfahren, weiß der Gott noch was.

      Das Holotrope Atmen würde mich auch interessieren, ist aber wohl nicht ohne Risiko für die Gesundheit. Außerdem würde mich stören, dass wildfremde Menschen auf mich aufpassen und mit mein intimsten Innersten konfrontiert werden, ist mir recht wenig Privatsphäre.
      >>SPÜRE ihre LIEBE<<
    • Das Buch war sicher "Das Abenteuer der Selbstentdeckung", das ist sowas wie das theoretische Fundament zum Holotropen Atmen.
      Der "esoterische" Teil des Ganzen hat mich als sehr kopflastiger rationaler Mensch anfangs auch ziemlich abgeschreckt, wenn man dann Sachen selbst erlebt oder von Anderen authentisch übermittelt kriegt, fängt das mechanistische Weltbild gehörig zu wackeln an und man kommt drauf, dass dieses Weltbild in vielen Aspekten auch nur ein rigides, mit Dogmen behaftetes Glaubenssystem ist.
      Man betrachte sich nur die "Erfolge" der Schulmedizin bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen - der Mensch ist keine Maschine und seine Summe mehr als die Teile.

      Gesundheitliche Risiken sind sicher nicht auszuschließen, hab ich an mir selber gemerkt. Ich mache grundsätzlich immer Double-HB (2 Sitzungen als Atmer und 2 als Sitter) und war stets froh darüber, es ist mir mehrmals passiert, dass sich der depressive Zustand, in dem ich die ersten paar Male dort angetreten bin nach der ersten Sitzung verschlimmert hatte, mit der zweiten konnte ich das aber immer wieder ausbügeln.
      Was wildfremde Menschen und intimstes Inneres angeht, das relativiert sich nach der ersten Sitzung. Eine Freundin, die mal mit war, war gehemmt und schambehaftet bis an den Rand der Behinderung, in der zweiten Atemsitzung konnte sie mit Hilfe eines facilitators mal so richtig loslegen und ist seither selbstbewußter und selbstbestimmter.
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    • Kid A wrote:

      dass wildfremde Menschen auf mich aufpassen und mit mein intimsten Innersten konfrontiert werden,
      kann ich jetzt zwar nicht im Zusammenhang mit HB sagen- ich bin auch jemand, der um alles in der Welt seinen Sch*** allein regeln möchte- wenn das aber nicht geht, weil zu manchen Techniken eben Partner notwendig sind, ist mir sowas fast lieber, als wenn die "Helfer" irgendwelche Fachpersonen sind oder gar gute Freunde und Partner.
      Gerade weil in der Konstellation ja gegeben und genommen wird (man bekommt Support, man leistet aber auch wieder Support und versteht oft erst dann, was einem eigentlich "vorhin" passiert ist) und man die Leute im Alltag nicht wiedertrifft, ist da dann eine klare Trennung. "What happens in the room"... wäre sicher mit miterlebendem Partner fast nicht möglich, das Thema, gerade weil es aufwühlend ist, würde wieder aufkommen. Und genau das sollte meiner Meinung nach nicht passieren.-e-oder eben nur dann, wenn der Erlebende das möchte
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    • Vielen Dank für diese so sehr interessante Unterhaltung und insbesondere deine intensiven Schilderungen, Dunstkreis. Keine Ahnung, ob ich jetzt oT werde, wenn ich einfach mal sage wie gebannt ich das gelesen habe - und in den Antworten wiederum auch meine Befürchtungen wieder fand (Scham während des Prozesses).
      Für mich wäre das eine gute Alternative zu Psychedelika, um die ich auch schon ewig herumtanze und mich nicht traue. Gerade, weil man den Prozess notfalls auch sofort stoppen könnte.
      Sehr, sehr spannend, das will erforscht werden :D !
    • Vielen Dank Durga für Deine schönen Worte, das freut mich sehr und es tut mir gut, wenn ich anderen Menschen mit meinen Erfahrungen helfen oder auf neue Ideen bringen kann.

      Nochmal kurz zum Thema Scham: nO1 hat das oben besser beschrieben, als ich es könnte, außerdem schafft diese Partnerschaft manchmal eine tiefe Verbindung. Einer meiner Atempartner ist heute sowas wie ein Bruder für mich, ich hatte aber auch Partner, wo die Wellenlänge nicht ganz so gepasst hat, das war insofern gut, als dass es mich toleranter gemacht hat.
      Heute kenne ich soviele Leute, die das immer wieder mal machen, dass ich mich schon vorher mit jemandem verabrede.

      Hoffentlich ist das ganze hier nicht allzusehr OT.
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    • Hat schon mal wer die Erfahrung gemacht dass Kratom in niedrigerer Dosis stärker wirkt als Antidepressivum und gegen Angst?

      Klingt blöd aber ich dosiere ja runter nach monatelanger Dauereinnahme. Von 6g auf mittlerweile knapp über 4. Dennoch fehlt mir nix ausser der Euphorie. Es wirkt trotzdem super angstlösend und antreibend, heute sogar länger als sonst. Um 8 getrunken und erst so 16 bis 17 Uhr ging es wieder los. Das war sonst immer früher der Fall.

      Das ist eine tolle Entdeckung nachdem ich der Euphorie halber immer hochdosiert habe und ich bin froh drum. Mit 4g täglich lässt es sich super leben.. Vor allem wenn sich da scheinbar gegen die Symptome kaum Toleranz aufbaut.

      Vllt klappt es ja bei noch wem, jedes Gramm was man spart schont Geldbeutel und Gesundheit!
    • Definitiv, deshalb bleib ich bei Mäuseportionen. Bei mir wirds ab ca 3 g "rauschig", das mag ich gar nicht. Sogar wenn mal ein Schlummertrunk angesagt ist, ab dem Moment wo Schwindel oder Verpeiltheit einsetzt find ich es ekelhaft und möchte es sobald wie möglich beenden.
      Und ab dem Ansatz eines "Rausches" war bei mir jedes bißchen Euphorie im Arsch. Einfach nur breit und platt und dumm.....
      ich kann aber generell mit "Wattedrogen" nix anfangen, das heißt um Himmelswillen nicht, daß ich irgendwen verurteile, der diese Art Rausch will und sich gönnt. Ich kann´s einfach nicht genießen, komischerweise richtige Psychedelika wenn´s passt wieder sehr gut.
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    • Ich finde das wahnsinn. Ich war immer der Meinung, dass man für einen potenten Effekt immer höher gehen muss, und klar: So eine tierische Euphorie macht schon Laune.. fordert aber auch ihren Tribut in Form von Nebenwirkungen, Toleranz und Kosten. Aber ich finde einfach eine normale positive Stimmung ist schon sehr viel wert und ich persönlich genieße diese fast schon mehr im Moment, als den kurzen Rausch, denn wenn der ausläuft geht auch meine Laune runter - Einfach weil ich fühle, das wars. Und das ist automatisch ein Launensenker.

      Also ganz klare Empfehlung, wer high dosed Kratom nimmt sollte mal prüfen, ob nicht auch niedrigere Dosen ihren Effekt haben. Ich freue mich tierisch über diese Entdeckung und werde mal schauen wie weit ich damit noch runtergehen kann. Nachteile kanns nicht haben, ausser dass man merkt, es funktioniert nicht. :) Dann geht man eben wieder rauf.

      Vielleicht gibts ja irgendwann homöopatisches Kratom.. :D
    • Moin, will hier auch mal mein Senf dazu geben. Ich leide jetzt schon seit 6 Jahren an "Depression/Angst/Unruhe" und hab schon wirklich vieles probiert (Geistheiler, Pilze, Testosteron, 5htp, cbd und die ganzen anderen teils exotischen Supplements, Ernährung, Darm, Entgiftung von Schwermetallen(wobei ich hier noch dran bin, läuft erst 2 Monate, interessantes Thema für Nervenkranke), so richtig angeschlagen hat nichts, deswegen liebäugel ich mal mit einem Kratomversuch.

      Ich möchte hier jeden abraten Antidepressiva zu probieren, bei mir haben sie die Krankheit eher schlimmer gemacht, habe sie ca 3jahre eingenommen und ettliche AD Sorten probiert. Erst in der Medikamentenzeit sind bestimmte körperliche Symptome dazu gekommen, wie kribbeln im Kopf, Nervenschmerzen am rechten Fuß, kribbeln im Rücken und Zungenbrennen, die heute noch anhalten(bin jetzt 1Jahr ohne Medikamente). Bin mittlerweile auch der Meinung, dass bei chronischen Krankheiten fast egal welcher Art, die Schulmedizin keine Ahnung hat und nur Tabletten verschreibt die Symptome bekämpfen aber nicht die Ursache, die Pharma freuts der Rubel rollt...

      Ich habe 2 Psychotherapien hinter mir, die mir aber nichts gebrachts haben, bin heute auch noch der Meinung das meine Depression eher körperliche Ursachen hat, da bringt auch reden nichts (will hier aber nicht sagen das es niemanden hilft, jede Depri ist anders)

      Das Kratom würde ich eher leicht dosiert probieren, ob es die Ursache heilt glaub ich eher weniger, aber ich verspreche mir zumindest ein leichteren Tagesaublauf und auf ein kleines Wunder hoffe ich unterbewusst eh immer, hab eigentlich nicht vo,r mein ganzen Leben lang in dem Zustand zu verbringen, hatte früher mal ein normales Leben das möchte ich zurück. lg
    • Auch wenn dir wahrscheinlich gleich ins Gewissen geredet wird- unter dem Aspekt deiner Vorgeschichte und der Prämisse "niedrig dosiert als Hilfsmittel" würde ich dir zu einem Versuch raten. Mein Tipp- erstens, weil du grad Schwermetalle entgiftest, und zweitens, weil ich bei dem Shop wirklich die stimmungsaufhellende Komponente extrem ausgeprägt finde, quer durchs Sortiment- lies dich mal durch den Shop- und Bewertungsthread von KCandles.

      Auch da gilt natürlich- weniger ist mehr, grad auch, wenn es dir um Antrieb und wiederbekommen deiner "Alltagstauglichkeit" geht.
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    • Diese Aussage "kann ich von abraten" halte ich für gefährlich. Einerseits ist es deine Erfahrung, die du natürlich als Meinung auch frei äußern kannst und was du sicher gut meinst. Andererseits sind Antidepressiva evidenzbasierte Medikamente die bei vielen Leuten helfen. Es gibt Menschen mit therapieresistenten Depressionen, jedoch sind diese zum Glück eher die Minderheit. Den meisten Leuten die daran erkrankt sind kann ein gutes Antidepressivum helfen, wenngleich diese auch kein heiliger Gral sind - Der eine wird davon quasi mehr oder weniger geheilt, der andere nur gelindert. Dennoch ist Hilfe in dem Fall immer viel Wert, auch wenn es nur wenig ist.

      Das möchte ich nur kurz hinten dran schieben um potentiell verunsicherten Betroffenen ein Statement zu geben was auch die andere Seite der Medaille beleuchtet.

      Wenn du Kratom ausprobieren möchtest, lass mich dir den Tip geben, es nicht einfach nur zu nehmen um des guten Gefühles wegen. Das hält nicht lange an bis du nachwirfst und das geht eben auch nicht ewig, irgendwann musst du Toleranz abbauen weil die Dosen zu hoch werden, es wird teuer, die Nebenwirkungen nehmen zu.. Daher solltest du, wenn du einen positiven Effekt hast, diesen nutzen um Dinge zu tun die du unter der Depression nicht schaffst. Es ist auch mal schön einfach den Tag vor dem PC / Fernseher zu verbringen wie man es sonst auch tut, aber grade wenns geht sollte man dann auch andere Dinge tun, soziale Kontakte, Sport etc. - Das sind die Dinge die eine Depression wirklich langfristig lindern und ggf. auch heilen können. Und dafür bietet einem Kratom einen Türöffner. Ein Mittel um einem zu ermöglichen positive Erfahrungen zu sammeln und damit den Gesamtzustand zu verbessern. Wenn du es ausprobieren willst: Viel Erfolg! Den Tip mit KCandles unterstütze ich, wenn du Sorge vor Schwermetallen hast. Diese sind dort geprüft und in möglichst geringer Menge enthalten.