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Grundlegende Informationen über Kratom findet ihr in unserem offiziellem Kratom-Konsumleitfaden !

Kratom und Depressionen

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    • Also ich nutze Kratom a.) gegen Depressionen und b.) gegen Suchtdruck.
      Häufigkeit: Alle 4 Stunden 4,5g-5g (nicht zu empfehlen, wenn es sich vermeiden lässt, da ich mich viel zu oft dabei ertappe, auf die Uhr zu starren, außerdem bilde ich mir immer ein, nach exakt 4 Stunden mich schlecht zu fühlen *kotz).

      Früher habe ich immer grüne Sorten genommen, momentan bin ich Fan von 50/50 Mischen einer weißen Sorte, mit einer potenten roten Sorte.

      Ich merke aber, dass es für mich, nach bald einem Jahr durchgehendem Konsum, an der Zeit ist, mal zu pausieren.
      Allerdings habe ich tatsächlich Angst vor dem Entzug. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sich der GBL Entzug in meinem Hinterkopf eingebrannt hat, den wünsche ich nämlich nichtmal den schlimmsten Menschen der Welt.
      Stichwort: Delirium, Krampfanfälle (inklusive fieser Knochenbrüche), Halluzinationen, ANGST). Dazu kommt noch, dass ich einfach keinen Zeitpunkt finde. Dafür müssten mehrer Faktoren zusammen kommen.

      BTT: Außerdem weiß ich nicht, ob die schlimmen Depressionen dann wieder kommen. Mein GABA System müsste sich eigentlich halbwegs wieder regeneriert haben, aber dennoch. Kratom gibt mir die Energie und den Spaß am Leben wieder und die positiven Faktoren überdecken die negativen, auch wenn die negativen Aspekte an der Sucht mehr und mehr nach vorne treten.

      Aber jeder, der einfach Substanz abhängig ist, oder alles probiert hat und dennoch ein Sklave seiner Depressionen ist, dem würde ich Kratom empfehlen, da es mmn das kleinere Übel ist.

      Ok, man sollte vielleicht generell keine Drogen empfehlen, letztendlich muss das jeder für sich selbst abwiegen.
    • Ich nehme es auch gegen Depressionen. Ich würde sagen weiße und grüne Sorten im low Dose Bereich die besonders antriebssteigernd und motivierend wirken. Sedierend und beruhigend ist eher weniger hilfreich bei Depris denke ich.
      Eigentlich war meine Regel alle 6 Std., aber mir kommt momentan so vor als wenn die Wirkung weniger lange anhält und bin jetzt oft bei 5 Std. Wird vermutlich so eine Toleranzsache sein.

      Fake.You wrote:

      Krampfanfälle (inklusive fieser Knochenbrüche)
      =O Das hat mich jetzt echt schockiert, heftig.
    • Ich nehme Kratom auch gegen Depressionen. Nach einem Ärztemarathon mit sämtlichen ADs, die aber immer nur Nebenwirkungen bei mir hervorgerufen haben und es mir dann noch schlechter ging als vorher, habe ich dann glücklicherweise Kratom entdeckt! Dass ich abhängig bin nehme ich dabei gerne in kauf, denn mir geht es besser als je zuvor! Ich bin mittlerweile bei ca 40g tgl angekommen. Ich nehme zwar keine sehr hohen Dosen auf einmal, ca 4-5g, lege aber sehr oft nach.. Am Anfang habe ich meist whites genommen, heute bevorzuge greens und reds..
    • Kratom wirkt wunderbar gegen Depressionen, aber eigentlich schon fast zu gut. Das Problem ist das mit der Zeit auch die positiven Gefühle unterdrückt werden. Aber dazu bedarf es schon wirklich langen und intensiven Konsum. Es ist aber auch ganz logisch, wenn man die ganze Zeit negative Gefühle unterdrückt leiden die positven irgendwann auch darunter. Man muss dann für sich selbst entscheiden in welchem Verhältnis das für einen noch okay ist.

      Kratom hat mich aus den größten Ängsten, den schlimmsten polytoxen Konsum (Benzos, Opiode, Alk) rausgeholt und mir auch jegliches AD ersetzt. Ich habe mal unter sehr starken Depressionen gelitten und tu es heute auch noch vereinzelnd. Bei mir entstehen die Depressionen aber eher durch meine aktuelle Lebenslage und den Ängsten, weiß nicht ob sie sonst auch da wären und ob das beim Konsum eine große Rolle spielt.

      Kratom wirkt jedenfalls stark positiv auf mich und das obwohl ich es schon über 6 Jahre konsumiere. Seit ein paar Jahren ist es bei mir allerdings so das ich ziemlich emotionslos geworden bin. Das muss nicht unbedingt mit dem Kratom zu tun haben, aber ich denke eine kleine Mitschuld wird es schon dabei haben. Sowas ist allgemein sehr schwer zu sagen da es ja oft so ist das es einem sowieso nicht so gut geht und deswegen gleich alles auf den Konsum zu schieben wäre auch falsch.

      Ich bin der Meinung das solange sich die Situation nicht über die Jahre verschlimmert ist auch überhaupt nichts dabei von etwas abhängig zu sein. Sollte es zu starke negative Auswirkungen haben sollte man das nartürlich nochmal überdenken.

      Das wohl wichtigste ist aber das man nicht einfach Substanz X nimmt und darauf wartet das alles wieder besser wird. Man kann Substanz X aber dafür benutzen um seine Probleme anzugehen die man sonst immer weiter nach hinten schieben würde. Wenn Substanz X über Jahre eingenommen wird und sich dadurch die Herrangehensweise ins Positve verändert hat kann man es ja später auch wieder ausschleichen. Einem sollte nur klar sein das wenn es einem mal wieder schlecht gehen sollte, man sich sofort wieder an Substanz X errinern wird. Das kann mit allen Sachen so gehen die einem "gut" getan haben.

      Und da kommt für mich auch die Substi ins Spiel. Kratom verhindert bei mir jegliches Scheiße bauen was andere Substanzen angeht. Es hällt mich von allem fern und lässt es mich dabei aushalten/gut gehen ohne das ich irgendwie getriggert werde etwas anderes zu nehmen.
      Viele Substanzen triggern einen ja erst recht etwas anderes zu nehmen oder Mischkonsum zu betreiben. Kratom wirkt bei mir genau gegenteilig, es hällt mich von den anderen Sachen fern weil ich während des Dauerkonsums einfach überhaupt kein Verlangen nach anderen Sachen verspüre.

      Ungewollt habe ich sogar aufgehört Bier zu trinken obwohl ich das geschmacklich eigentlich immer noch voll gern mag. Früher war das alles undenkbar. Heute ist es mein Normalzustand.

      Vom Polytoxen Konsum zum einfachen Kraut :D Das wär doch mal ein Titel für ein gutes Buch :thumbsup:
    • Ich denke nicht, dass Kratom dauerhaft gegen Depressionen wirkt. Akut wirkt es wunderbar, wie so ziemlich jedes Opioid. Im Gegensatz zu anderen Opioiden wirkt es sogar eine ganze Zeit lang gegen depressive Zustände. Sobald man sich aber an die Wirkung "gewöhnt" hat, was bei mir ca. 1 Jahre gedauert hat, hört es auf zu wirken. Ich würde sogar sagen, es kehrt sich dann ins Gegenteil um und zieht einen runter. Siehe auch "Quitting Kratom" bei Reddit, das ist eine Erfahrung, die ganz ganz viele Daueruser machen müssen.

      Ich glaube auch, dass kaum ein depressiver Mensch Kratom vernünftig handhaben kann. Die Erlösung von den depressiven Gedanken wird den User nahezu sofort schwer abhängig machen. Wenn man diszipliniert ist (bin ich nicht...), dann könnte man Kratom vielleicht strikt nach Schema nehmen, wie ein Medikament. Vielleicht könnte man sich so über längere Zeit den antidepressiven Effekt erhalten. Aber zwei Jahre ohne Depressionen sind besser als zwei mit Depressionen, insofern

      @Fake You: Keine Angst, der Kratomentzug hat nichts mit einem GBL Entzug zu tun, habe beides hinter mir. Letzterer fühlte sich in der Tat lebensbedrohlich an und sollte niemals ohne geeignete Hilfsmittel zu Hause durchgeführt werden. Das hast du ja auf die harte Tour gelernt. Kratomentzug schaffst du locker. Deine Depressionen werden fast mit Sicherheit zurückkommen. Bin selber nicht wirklich depressiv, nach Kratomentzug geht es mit trotzdem seelisch richtig mies. Versuch mal DL-Phenylalanin, soll wirklich gut gegen PAWS (Post Acute Withdrawal Syndrome) wirken.
    • Ich nutze Kratom auch gegen "Depressionen". Ich setze das extra in Klammern, weil es oftmals eher deppresive Phasen sind oder
      eine bedrückte negative Stimmung ausgelöst wird. Dazu gabe es ja mal eine Umfrage.

      Umfrage - Warum konsumierst Du Kratom?

      Natürlich auch noch gegen andere Dinge (als Einschlafhilfe, weniger als Durchschlafhilfe - funktioniert zumindest nicht immer bei mir,
      zur privaten Entspannung, zum abschalten und chillen, gegen RLS).

      Eine einzige Sache habe ich dabei nicht angekreuzt, weil ich Kratom halt nicht direkt als Substitutionsmittel einsetze oder um von anderen Dingen zu entziehen.

      Mir hilft es aber dabei, von anderen Substanzen weitesgehend die Finger zu lassen und auch keinen Alk in Übermaß zu konsumieren.

      Ich wünschte Kratom würde noch dabei helfen, um von Zigaretten entziehen zu können. Das klappt aber leider nun mal nicht.

      Die depressiven Phasen verschwinden nicht gänzlich durch Kratom, ich bin mir derer immer wieder bewusst, aber es hilft mir dabei, damit besser umgehen zu können.
      Damals als auch vor vielen Jahren, bevor ich mit Kratom angefangen habe, hatte ich aber auch mal hier und da mit Suizidgedanken gespielt. wobei man dafür viel Mut
      aufbringen muss, um das dann letzten Endes auch durchzuziehen. Da bin ich eher feige, was nicht heisst, dass es nicht hätte doch passieren können.

      Ansonsten würde ich mir meine Probleme halt wegsaufen, was nun alles andere als gut wäre. Alk ist aber nun mal allgegenwärtig und man kommt immer daran, im Prinzip egal wann.
      I’ve seen things you people wouldn’t believe. Attack ships on fire off the shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhauser Gate. All those moments will be lost in time like tears in rain.
      Time to die.

      The post was edited 3 times, last by Deliverance ().

    • Hier wurde schon viel Richtiges gesagt (v.a. Dope, Kratomfreund123, Arib)

      Vorweg - Kratom ist auch für mich wohl die Droge, mit der ich am meisten positives verbinde (Psychedelika vielleicht mal ausgenommen).

      Depressionen oder überhaupt derartige psychische Erkrankungen sind ja an sich schon komplex und dann auch sehr subjektiv erlebt je nach Mensch.
      Mich interessiert das Thema insofern, als dass ich selber auch seit der Jugend immer wieder mit depressiven Zuständen oder gar Episoden zu kämpfen habe.

      Wie im Vorstellungsthread geschrieben, bin ich ja erst durch Neugier und Suche nach Alternativen zu pharmazeutischen Opioiden zum Kratom gekommen, später wurde es täglich, weil ich dann damit vom Tramadol weggekommen bin (ca. 1-2 Jahre täglich). Also sozusagen vom Gelegenheitskonsument zum Konsument, der es regelmäßig (wenn auch immer moderat dosiert und ohne große Dosissteigerung) täglich nimmt.

      edit: ich sollte vielleicht noch erwähnen - ja, eventuell hätte ich einen ähnlichen milderen Effekt wie vom Tramadol auch mit einem SSRI o.ä. haben können.
      Ich habe vor langer Zeit mal Setralin (Zoloft) bekommen, kann mich nicht mehr dran erinnern, ob ich davon auch selber bewusst eine Besserung wahrgenommen habe.

      Ich denke in meinem Fall waren die Depressionen oder besser - depressionsartige Symptome schon vor jeglichem Drogenkonsum in einer gewissen Ausprägung präsent (sogar vor Beginn des ernsthafteren Alkoholkonsums in der frühen Jugend). Ich bin btw. Mitte 30.
      Ob ich da nun genetisch veranlagt bin (was man gerne endogen nennt, also eher organisch) oder aber ich durch falsch erlernte Gefühls- und Verhaltensmechanismen + Erziehung + Faktor XY (oder einfach nur fehlende Liebe und Sex in bestimmten Lebensphasen;) ) eine Neigung schon frühzeitig hatte, weiß ich nicht sicher.
      Möglicherweise war auch die Einnahme von Roaccutan in der Jugend (Medikament gegen starke Akne), welches zwar die Akne gut beseitigt hat, aber in Verdacht steht, Depressionen auszulösen oder zu begüstigen auch nicht so förderlich.

      Schlimmer und langandauernder wurden depressive Zustände durch Lebensumstände (Brüche a la Ende der Schulzeit, Arbeitslosigkeit, Singledasein, Ungewissheit, was für eine Ausbildung, abgebrochene Ausbildungen, Jobwechsel, Stress, zeitweiligem Konsum von Uppern oder Opioiden etc.) aber auch durch exzessives Kiffen ab 18 bis Anfang 20. Oder auch durch zu regelmäßigen Alkoholkonsum.

      Besser bzw. seltener wurden sie meist dann, wenn sich meine Lebenssituation zum Positiven, Stetigen, Gesünderen gewandelt hatte (Ausbildung, Job), ich weniger Exzessiv und regelmäßig Alkohol und THC konsumierte (auch mal paar Jahre pausiert mit Kiffen), ich viel Sport gemacht habe (Lebensretter!) und ich in einer überwiegend glücklichen Beziehung war und ausreichend Sex hatte, sozial gut eingebunden war. Sozusagen immer dann, wenn ich ein relativ gesundes, klareres, bewussteres, erfüllteres Leben geführt habe.

      Auch Psychotherapie (Verhaltenstherapie z.B.) ist enorm wichtig und für die meisten hilfreich - unabhängig von Drogen oder Medikamenten - vor allem um die für einen schädlichen oder nicht zielführenden Muster zu erkennen und zum Positiven zu verändern.
      Die Krux ist, dass Nüchternheit und/ oder. ein stabiler emotionaler Grundzustand oftmals erst mal die Grundlage ist, um therapeutisch an seinen Themen wirklich arbeiten zu können. Durch ständigen (v.a. täglichen Konsum) von Substanzen besteht bei vielen die Gefahr, das alles überdeckt und verschleiert wird. Nüchternheit kann aber auch Therapieziel sein. Je nachdem.

      Dass ich immer das Risiko, ernsthaft depressiv zu werden mit in mir trage, merke ich in Krisensituationen (Trennung, ernstere Konflikte im Job etc.)
      Zusätzlich bin ich wohl auch schon lange latent suchtgefährdet.

      Und das macht es auch so kompliziert.
      Natürlich hebt Kratom (bei richtiger Sorte und Dosierung, ohne schädlichen Mischkonsum) die Stimmung merklich, verhilft zu Energie und Antrieb (je nach Sorte), lindert soziale Unsicherheiten und Ängste, verleiht ein leichtere Körpergefühl etc.
      Aber wie schon richtig gesagt besteht die Gefahr der Gewöhnung, Toleranzbildung, Erhöhung der Dosis und häufigere Einnahme als z.B. 1x täglich. Oder auch dass man z.b. in Stresssituationen mehr und öfter konsumiert. Insofern unterscheidet sich Kratom in der Dynamik nicht so sehr von anderen Drogen, denke ich.
      Auch Mischkonsum war bei mir keine Seltenheit. Gern Kratom als Grundlage und dazu dann Alkohol und/ oder Kiffen. Gerade bei Events wie Feiern, Festivals, Konzerten etc. Aber auch im Alltag.

      Und - ich weiß nicht, ob es schon angesprochen wurde - ist der psychologische und auch körperliche Belohnungseffekt nicht zu vernachlässigen, den man z.B. bei Einnahme von klassischen Antidepressiva nicht hat, da man diese meist täglich zu festen Zeiten einnimmt und sie auch meist keine rauschartige Wirkung oder merkliches Anfluten haben und ihre Wirkung eher subtil und über einen Spiegel im Körper entfalten. Gut, trizyklische ADs z.B. machen z.T. sofort oder bald nach Einnahme müde und beruhigen. Haben also auch ein gewisses Missbrauchspotential.

      Sprich, man untergräbt auch mit Kratom, wenn man nicht aufpasst irgendwann seine körpereigenen Belohnungs-, Motivations- und Resilienzmechanismen.
      Oder anders, wenn man nicht aufpasst und sich dessen bewusst ist, kann Kratom auch super dazu dienen die schädlichen und krankmachenden erlernten Mechanismen zu überdecken und zu deckeln (wie bei anderen Drogen auch). Oder noch anders formuliert - die Fähigkeiten, sich ohne externe Substanzzufuhr Glück zu verschaffen, Stress zu kompensieren, Emotionen zuzulassen etc..
      Klar, das ist alles allzu Menschlich leider. Und wenn man sich bewusst dazu entscheidet, regelmäßig zu konsumieren, ist das doch jedem sein eigenes Ding. Will da auch gar nicht so sehr moralisieren.
      edit 3: So finde ich z.B. die Einstellung von Harmony auch völlig legitim. Jahre- oder jahrzehntelange Einname von ADs hat ja auch was von Abhängigkeit irgendwo. Nicht im klassischen Sinn einer Sucht natürlich.

      Wenn ich zurückdenke an meine Kratom-Anfangszeit, denn erinnere ich mich auch daran, dass ich am Folgetag einen deutlich spürbaren Hangover davon hatte, also Restwirkung, die nicht immer unbedingt zuträglich zum Arbeiten oder emotional angenehm war (ähnlich wie wenn man nur ganz selten kifft). Damals dachte ich schon Instinktiv - mmh. wirkt gut, sollte man aber wohl nicht zu regelmäßig nehmen. Tja.
      Durch die Jahrelange Gewöhnung, merke ich davon heute überhaupt nichts mehr bewusst. Auch wirkt meine normalerweise 1x tägliche Kratomdosis wenn dann nur noch leicht (aber merklich) stimmungsaufhellend.
      Ich glaube mir haben auch noch nie Leute wirklich angemerkt, dass ich auf Kratom bin.

      Gut, jeder ist anders.
      Ich glaube aber jeder sollte für sich herausfinden, was passt. Weniger ist mehr. Und wenn man schon z.B. Antidepressiva nimmt, ist die Frage ob Kratom dann noch sein muss oder ob man auch nur Kratom ohne AD nehmen kann. Ob man es regelmäßig oder besser nur bei Bedarf nimmt. Oder ob man besser mal anstreben sollte eine Zeitlang nüchtern zu leben oder nur die absolut nötigsten Medikamente einzunehmen um zu schauen, ob man sich nicht auch so schon stabilisieren kann.

      Ob zuerst das Ei oder die Henne da war... :)

      edit2:
      Ich nehme aktuell im übrigen sein ca 2 Monaten wieder Trimipramin normal dosiert (75mg abends) und täglich CBD.
      Ich denke darüber nach, mir eventuell noch mal ein SSRI anzutun, habe aber meinen letzten Versuch mit Escitalopram schon nach einem Tag abgebrochen weil ich unangenehme Nebenwirkungen hatte und mir es da sowieso durch andere Dinge schon schlecht ging. Ob es mir helfen könnte, kann ich nur probieren.
      Evtl. unternehme ich den nächsten Versuch unter besseren Bedingungen.

      The post was edited 5 times, last by dub ().

    • Kratom, Depression und Angst vor dem "Stempel"

      Hallo Allerseits! hi

      Ich vermische einfach mal Vorstellung, Diskussion und alles Andere.

      Mein Name ist Hannah, ich bin 28 Jahre alt und gerade (noch) im Studium. (Lehramt wenn es jmd interessiert).

      Auf Kratom bin ich gestoßen nachdem mir Freunde davon erzählt haben. Selber bin ich eigentlich nicht so wirklich in Kontakt gewesen mit solchen Dingen. Ab und an habe ich früher mal Alkohol getrunken und habe auch früher schon gelegentlich an einer "Sportzigarette" gezogen, das war aber nicht so mein Ding. Ich finde es nicht schlimm wenn Erwachsene sowas machen und damit einen sinnvollen Umgang finden, aber ich feiere sehr gerne "nüchtern".

      Wie dem auch sei, nachdem ich ein bisschen recherchiert habe, entdeckte ich das Kratom scheinbar auch angstlösende Effekte haben kann. Und da ich selber seit einiger Zeit mit einer milden Depression zu kämpfen habe wollte ich der Sache mal einen Versuch geben.

      Eine echte Diagnose habe ich nicht - das möchte ich gleich mal voran schicken - und das ist auch gleichzeitig der Grund warum ich mich mit rezeptfreien Mitteln (plus Kratom) beschäftige. Eine gute Freundin, die Leider eine ähnliche Leidensgeschichte hat, meinte dass sich meine Symptome ganz ordentlich nach einer Depression anhören (will hier nicht zu persönlich werden).
      Jedenfalls sträube ich mich aus zwei Gründen davor mir professionelle Hilfe zu holen:
      1) Ich möchte nicht dass meine Depression Aktenkundig wird, da ich dann möglicherweise bei einer Amtsärztlichen Untersuchung als "nicht-verbeamtbar" deklariert werde (ja.. diese Fälle gibt es massenhaft!). Was ich als sehr unfair empfinde! Ich bin eine sehr zuverlässige Studentin und habe mein Leben (privat und nebenberuflich) sehr gut im Griff! Ich weine nicht grundlos auf der Arbeit, bin gründlich was meine Aufgaben angeht und belaste mein Umfeld nicht mit meinen Problemen (also Leute die mich nicht kennen zumindest). Trotzdem verdränge ich den "Schatten" der Depression nicht aus meinem Leben, sondern spreche mit guten Freunden darüber, bilde mich weiter über Depressionen und Therapien und gönne mir Auszeiten und Entspannung wann immer ich kann!
      2) Kann ich mir eine Psychotherapeutische Behandlung (beim Heilpraktiker) nicht leisten. Eine "echte" psychotherapie bezahlt ja die Kasse, aber bis ich einen Termin bekomme vergehen Monate und wie gesagt kann ich mir den "Stempel" als Psychotante da zu stehen wirklich sparen. (Das trifft ja nicht nur die Verbeamtung sondern auch Sachen wie Versicherungen usw.)

      Und um zum Thema zurück zu kommen:
      Als ich mir meinen ersten Kratomtee zubereitet habe konnte ich es nicht glauben. Es war so als würde ein bleischweres Gewicht von meinen Schultern abfallen. Alle Hausarbeit fiel mir auf einmal so viel leichter. Es war nicht mehr so schwer wenn ich mich mit Kollegen im Café getroffen habe und generell war mein Alltag einfach um so viel schöner! Danke Kratom :)

      Vielleicht gibt es hier ja noch andere Menschen mit einer ähnlichen Geschichte, ich würde mich freuen wenn ich mich ein bisschen mit euch Austauschen könnte :)

      Liebe Grüße
      Die Hannah :)
    • Hallo Hannah,

      ich habe auch an depressiven Zustände gelitten, im Moment zum Glück laufend weniger. Die meiner Meinung nach beste Behandlungsmethode/ Selbstheilungsmethode habe ich im Entzugsthread vor ein paar Tagen beschrieben, kannst du dir ja mal anschauen( Stichwort: bewusste Beobachtung/den inneren Körper fühlen).

      Da du keine Sucht Vorgeschichte hast, könntest du Kratom theoretisch vernünftig einsetzen - d.h. die Dosis gering halten, nur soviel nehmen, dass es dir einigermaßen gut geht. Keine rosarote Stimmung erzeugen! Fokussier dich nicht zu sehr auf die Wirkung, sonst glaubst du irgendwann, es kann dir nur mit Kratom gut gehen bzw. machst dein Wohlbefinden zu sehr davon abhängig.
      Sei sehr wachsam, was eine Suchtentwicklung angeht. Die Dosis solltest du möglichst nicht erhöhen und regelmäßig eine Woche Pause einlegen.

      Aber das wichtigste ist, dass du an dir arbeitest. Ich bin wie gesagt von der Selbstbeobachtungsmethode überzeugt, aber vielleicht findest du auch was anderes für dich taugliches.

      Ich studiere auch und bei mir scheint das Kratom mein Gedächtnis etwas zu beeinträchtigen, was im Studium schon sehr nervig sein kann. Ich hatte das Problem schon mal im Forum angesprochen, anderen scheint es nicht so zu gehen. Musst du halt mal für dich austesten, einfach immer wachsam sein. Ist auf jeden Fall ein meiner Erfahrung nach reversibles Problem

      Gute Besserung und liebe Grüße
      Rezeptor
    • Hallo Hannah! :)

      Wie du an meinem Avatar und Namen ja bereits erkennen kannst komme ich aus der "dunklen Ecke", genauer gesagt habe ich seit Jahren chronische therapieresistente Depressionen, weshalb ich auch seit knapp gerade mal 1 Monat Kratom nehme.

      Deine Gedanken in Bezug auf Verbeamtung und Versicherungen kann ich voll und ganz nachvollziehen. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kriegst du quasi nirgends, wenn du in den letzten 5 Jahren irgendwo in Psychotherapie warst. Ist schon extrem blöd alles.

      Kann dir auch nur zu äußerster Vorsicht bzgl. Kratom raten. Wie du bestimmt weißt macht Kratom sowohl psychisch als auch körperlich abhängig. Das sollte halt nicht unterschätzt werden. Auch kann die Wirkung mit der Zeit schwächer werden.

      Wäre es dir finanziell nicht zumindest möglich privat einen Psychiater aufzusuchen und dir auf einem Privatrezept Antidepressiva verschreiben zu lassen? Das dürfte auch nicht viel teurer sein als eine Monatsration Kratom bei Dauerkonsum schätze ich mal. Es gibt Antidepressiva, die relativ preiswert sind (Kosten um die 20€ oder so).
      Ich nehme zu Kratom auch zusätzlich Antidepressiva und mache eine Psychotherapie, bald bin ich sogar in einer psychosomatischen Reha (mal wieder) und würde auf die zusätzlichen Bausteine nicht verzichten wollen.
      Dauerhaft nur Kratom könnte dazu führen, dass du deine Probleme irgendwann gar nicht mehr angehst, weil vielleicht Lethargie einsetzt, da du dich unbeschwert und frei fühlst. Ich weiß es aber nicht genau, da ich Kratom nicht lange genug nehme, um das beurteilen zu können. Ich finde aber, dass es bei rationaler Betrachtungsweise immer notwendig ist sich aus verschiedenen Quellen zu informieren und auch die negativen Aspekte nicht außer Acht zu lassen.
      Lies dir unbedingt auch negative Erfahrungsberichte von Ex-Kratom-Usern durch, damit du weißt worauf du dich überhaupt einlässt und die Gefahren objektiv einschätzen kannst.

      Mfg
    • Ich würde die stark von Antidepressiva abraten! Bei einer schweren Depression können Medikamente sicher hin und wieder nützlich sein, aber bei leicht und mittlegradigen Depressionen richtet die Medikamenteneinnahme meist mehr Schaden als Nutzen an. Die Wirksamkeit liegt sowieso nur bei schweren Depressionen über der eines Placebos und du bringst deine ganze Hirnchemie durcheinander. Monoaminhypothese heißt nicht umsonst Hypothese.
    • Im Bereich der Antidepressiva gibt es auch andere, vernünftige Mittel die eine gute Wirkung erzeugen können - Aber hey, ich glaube in 'nem Kratom-Forum brauche ich niemandem erzählen dass Pflanzen wirken können.. :D
      Es gibt zum Beispiel bei pflanzlichen Angstlösern Mittel wie "Lasea", ein Lavendelölpräparat, welches lt. aktueller Studienlage mindestens gleichwertig mit bestimmten chemischen Angstlösern ist - Wenn nicht sogar überlegen. Im Antidepressiva-Bereich gibt es zum Beispiel im Supermarkt oder der Apotheke Mittel wie Johanniskraut - Hier wäre zum Beispiel Laif 900 eine Möglichkeit - Ich würde aber wirklich zu den Markenpräparaten raten, da ich öfter gelesen habe, dass die Billigvarianten über weniger Wirkung verfügen. In dem Fall wäre es mir das Geld tatsächlich wert. Ansonsten gibt es hier auch andere Alternativen, wie 5-HTP oder so, wenn ich mich nicht irre. Aber da kann dir wer anderes sicher mehr Infos zu geben, denn ich habe nur mit den genannten Mitteln Erfahrung. Mit Lasea durchaus sogar recht positive.

      Ansonsten musst du natürlich vorsichtig sein, wie man dir schon sagte, ich glaube eine "Medikamentenabhängigkeit" ist vielleicht karriereschädigender als eine Psychotherapie. Besonders im Lehramt, zwar ist Kratom nicht verboten, aber man weiß ja nie wie Vater Staat da tickt. Ich kann aber durchaus nachvollziehen dass du Gefallen daran findest. Das gleiche hatte ich heute nämlich auch: Bin quasi voll am ausbrennen weil ich über 8 Jahre für meine Arbeit gelebt habe und praktisch keinen richtigen Ausgleich hatte. Und das äußert sich jetzt in Burnout-Symptomen - Kurz vor der Arbeit knapp 2 Gramm Whitie Maeng Da gegönnt, eine Stunde später habe ich mich großartig gefühlt. Zwar nur eine begrenzte Zeit, aber wenn man eh ein Ziel vor Augen hat (Urlaub) dann geht auch das als Überbrückung.. :)