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Psychosomatik aka wie der Körper sich selbst verarscht

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    • Psychosomatik aka wie der Körper sich selbst verarscht

      Ich möchte euch hier gern mal meine Geschichte erzählen und Mal in Erfahrung bringen was Ihr unter Umständen für Erfahrungen gemacht habt. Es geht um Psychosomatik / Somatoforme Störungen. Also Körperliche Beschwerden ohne körperlichen Hintergrund.

      Ich bin seit jeher Zahnarztschisser. Panik. Angst. Beim Geruch einer Zahnarztpraxis stellen sich die Fußnägel hoch, Fluchtreflex stellt sich ein.
      Anfang 2017 habe ich diese Angst bekämpft - Mit Erfolg. Es war ein langer Weg, mit Hypnose, Lachgas, Klopftechniken und allen möglichen Sachen. Eine Behandlung nach der anderen - Ein tolles Gefühl.

      Doch hier geht es los. Das Glück war von kurzer Dauer, denn mehrere Zähne machten Probleme. Nacheinander. Also Füllung -> Wurzelbehandlung -> Extraktion
      Und das ging so weiter. Bis Mitte diesen Jahres. 12x + weisheitszähne.
      Immer wieder wurde behandelt und kurze Zeit später trafen dann (wieder oder erstmalig) schmerzen auf. Am Anfang glaubt man es noch, denn der Zahnzustand war dementsprechend wie lange ich nicht da war.
      Irgendwann habe ich den Zahnarzt gewechselt und der die Notbremse gezogen. Keine Extraktion mehr, weil körperliche Ursachen so unwahrscheinlich sind.

      Ab zum Facharzt. Diagnose: Schmerzgedächtnis, Nervschmerz, Panikstörung - alles fließend ineinander. Diagnose ist hier natürlich sehr schwer.
      Empfehlung: Psychotherapie, Wartezeit dazu natürlich: Mehrere Monate.

      Währenddessen spielt sich meine Hefzangst hoch. Unbegründete Angst zu sterben. Herzinfarkt. Ich ernähre mich ja ungesund. Habe ein paar Kilo zuviel. (176cm 90kg) trinke dauernd Energy. Folge: Brustschmerzen, Kurzatmigkeit, Unruhe, Armschmerzen links. EKG gemacht: alles gut. Beschwerden nächsten Tag weg.
      Im Urlaub entdecke ich an meinem Bein blaue Adern. Es ist dicker. Wärmer. Recherche ergibt: Thrombose. Bei meinen Eltern verabschiedet. Schmerzen in dem Bein, teilweise sehr stark - ab dem Moment der Entdeckung. Beschwerden beim Auftreten. Nach Ultraschall beim Spezialisten: weg. Alles gut. Es sind nur Krampfadern bzw eine Klappenschwäche - Keine Thrombose, kein Grund zur Beunruhigung.. einen Tag später sind alle Beschwerden so gut wie weg, keine Schmerzen mehr, Angst verlässt mich langsam.
      Wenn keine andere Panik da ist: Kiefer oder Zahnschmerzen. Wenn Panik da ist Beschwerden da wo die Panik herrührt. Auf dem Weg zur Psychotherapie habe ich ein Stück Käsecroissant eingeatmet. Starker Husten seitdem schmerzen in der Schulter, In der Brust + Atemprobleme. Panik. Allerdings ist die Panik nun langwieriger, kein Vertrauen mehr zu den Ärzten. Zwei Hausärzte, ein Lungenfacharzt und ein Internet-Lungenarzt sagen alle: Das ist nichts, kein Grund zur Sorge. Symptome zu unspezifisch, es wäre schon was gewesen. Dementsprechend ist das Vergnügen der Beruhigung nur kurzweilig. Die Angst zu sterben bleibt, genau wie die Beschwerden - Denn das Internet sagt ja: Das lässt sich nicht so einfach diagnostizieren.

      Es ist eine lange Geschichte die ich viel weiter ausführen könnte - Die frage ist ob es wen interessiert. Es ist die Geschichte wie ich zum Kratom gekommen bin. Um mir kurze Phasen zu verschaffen in denen ich mich besser fühle.

      Nun Mal die Frage in die Runde. Kennt das wer? Geht es jemandem ähnlich? Vielleicht gibt es ja noch jemanden wie mich, der ähnlich gebeutelt ist und noch nicht so Recht damit umgehen kann. Vielleicht kann man sich hier ja austauschen.
      Bestenfalls hilft man sich gegenseitig durch Gespräche, schlechteste falls weiss man nuf dass man nicht alleine dasteht.

      The post was edited 1 time, last by Varanth: Ein wenig nachbearbeitet, da mit dem Handy am Bahnhof geschrieben. Nach Besuch beim Arzt. ().

    • Varanth wrote:

      Anfang 2017 habe ich diese Angst bekämpft - Mit Erfolg. Es war ein langer Weg, mit Hypnose, Lachgas, Klopftechniken und allen möglichen Sachen. Eine Behandlung nach der anderen - Ein tolles Gefühl.
      ungeachtet Deiner Folgeprobleme ist das etwas was mich wirklich brennend interessiert. Weil Du schreibst "mit Erfolg"!
      Da die Einzelheiten hier vermutlich nicht so ganz reinpassen gerne per PM.
      Danke.
    • Varanth wrote:

      Ich ernähre mich ja ungesund ... [... Käsecroissant...]
      Solange du deinem Körper nicht täglich alle notwendigen Mikronährstoffe zuführst, werden Körper und Geist weiter alarm schlagen.
      Da kannst du noch so oft zu Ärzten rennen, die können nichts für dich tun. Die Ursache kannst nur du selbst bekämpfen.

      Wenn es dir besser gehen soll kommst du um eine Nahrungsumstellung nicht rum. Habe ich selbst alles durch. Erst ist es schwer, aber dann macht es sogar Spaß ! Ich liebe es und ich muss nie hungern.
      Ich bin mit der Ernährungsempfehlung von Dr. Bruker gesund geworden. Aber da führen viele Wege nach Rom. Nur bitte keine Diät.

      Habe ich selbst erfahren dürfen.
      Es gibt ein paar sehr gute Bücher dazu. (Leider aber auch seehr viele richtig schlechte)

      PS:
      Ich editiere hier später mal ein paar gute Bücher rein, die mir halfen / helfen:

      amazon.de/Unsere-Nahrung-Schic…ksal+von+der.+m.o.+bruker
      und:
      amazon.de/Die-Neue-Medizin-Emo…-3&keywords=antikrebsbuch
      oder / und:
      https://www.amazon.de/Gr%C3%BCne-Smoothies-Bestseller-Erfinderin-Aktualisierte/dp/3862643549/ref=sr_1_sc_1?s=books&ie=UTF8&

      qid=1543519769&sr=1-1-spell&keywords=botenko

      Könnte jetzt noch mindestens 20 weitere Bücher verlinken/ aufzählen, die beweisen, dass dein Körper sich nicht selbst verarscht, sondern du deinen Körper verarscht, indem du ihm "Fake-Nahrung" zuführst.

      The post was edited 3 times, last by Sam ().

    • Ich hab zwar nicht direkt die von dir genannten Probleme aber ich habe ähnliches mit Energy Drinks. Jedesmal wenn ich einen trinke bekomme ich richtig Herzstechen. Ob das durch die Einbildung/Weisheit kommt das es wohl das mit Abstand ungesündeste "Lebensmittel" ist oder weil ich damals anfing Downer zu konsumieren weiß ich nicht. Ich habe früher öfters mal Speed und Coke genascht (verglichen mit Downern war das nur ein Krümel auf dem Kuchen) und habe Upper immer problemlos vertragen. Als ich aber mit Downern anfing (Benzos, Opis etc.) kam das schlagartig mit Speed, dann mit Coke und ein paar Monate später auch mit Energy Drinks.

      Dieses Herzstechen kann sich im schlimmsten Fall auch soweit steigern das ich denke ich sterbe gleich und muss dabei einen richtig qualvollen Tot durchleiden. Das Ende vom Lied? Ich trinke keine Energy Drinks mehr und konsumiere auch keine Upper mehr.

      Wie das einfach so kam weiß ich nicht, wiegesagt früher hab ich das alles vertragen (es war auch Ritual das aus Silvester einfach mal 2-4 Tage Party wurde) ist mir bis heute ein Rätsel aber ich muss es einfach akzeptieren.
    • Jeder Mensch hat sowas , halt unterschiedlich ausgeprägt und ab einer so starken Ausprägung das es einen schon stört/im Alltag behindert ,ist es auch eine richtige Psychische Krankheit.

      Ich hatte das früher auch , Kerngesund aber öfter die Unsicherheit , z.B weil man Bong raucht , dann hat man leicht mal ein blödes Gefühl wenns in der Lunge piekst.
      Ich hab mal 2 Wochen nach einer schlimmen Bronchitis angefangen unmengen Blut zu husten und nicht so kleine klümpchen , das war jedesmal so ein richtiger schwall , ganze Hand voll , das erstmal wars besonders schlimm , das war nach einem Bong Kopf , ich hab total Angst gehabt einzuschlafen , ich dachte ich ersticke Nachts , weils ja weitergeblutet hat
      Am Ende war gar nix , der Arzt war nicht mal aufgeregt , ne Ader geplatz vom ganzen Husten während der Bronchitis.Und das ist anscheinend dann öfter mal wieder aufgegangen , so als wenn man an einer Wunde puhlt und es immer weiter nässt.
      Aber ich war da erst sehr skeptisch und die Angst ging erst nach einem Besuch beim Lungenfacharzt weg.

      Oder noch besseres Beispiel , zu der Zeit als ich Anabolika genommen habe , ich hatte mich Gesund ernährt nicht Geraucht , kein Alkohol oder Drogen genommen , nicht mal Ibuprofen oder so.
      Trotzdem hab ich dann genau wie oben beschrieben Psychosomatische Weh Wehchen bekommen , man grübelt und fragt sich halt obs nicht an den Steroiden liegt , wenn man mal was komisches spürt , wird ja auch immer so ne Panik wegen dem Kram gemacht.
      Wenn ich dann beim Arzt war , der einen durch gecheckt hatte , meine Ergebnisse waren immer extrem gut.Wurde immer gelobt und hatte den niedrigsten Colersterin Wert den mein Arzt bisher gesehen hatte , von 90Gesamtcolesterin oder so , das Messgerät in der Apotheke hatte erst 10-20 Punkte über meinem Cholesterin angefangen zu messen , deswegen musste ich damit zum Arzt.
      Naja nachdem der seinen Daumen hoch gab , waren alle Beschwerden erstmal weg , so mehr stress ich hatte um so stärker wurden die Psychosomatische Beschwerden.
      Darauf folgte später wegen anhaltendem Stress , Ängstliche Nervöse Unruhe , daraus später eine Depression , hat bestimmt 10 Jahre gedauert diese Entwicklung.
      Seit die Depression vorbei ist , hab ich das nicht mehr , ich lass solche Gedanken aber einfach nicht mehr zu , das geht aber auch nur bei Gesunder Lebensweise.
      Ich will damit sagen das sowas frühe Anzeichen dafür sein können das bei einem was nicht rund läuft und das will der Körper einem zeigen.
      Was das ist , wird bei jedem Unterschiedlichen sein , der eine erträgt es nicht mehr zur Arbeit zu gehen Geldprobleme oder Mobbin etc.
    • fossi wrote:

      @Varanth ich bin da voll bei dir. Aber ich möchte nicht über meine Probleme sprechen.
      Sollte sich das ändern stehe ich gerne auch per PM zur Verfügung.

      Flauschel wrote:

      Varanth wrote:

      Anfang 2017 habe ich diese Angst bekämpft - Mit Erfolg. Es war ein langer Weg, mit Hypnose, Lachgas, Klopftechniken und allen möglichen Sachen. Eine Behandlung nach der anderen - Ein tolles Gefühl.
      ungeachtet Deiner Folgeprobleme ist das etwas was mich wirklich brennend interessiert. Weil Du schreibst "mit Erfolg"!Da die Einzelheiten hier vermutlich nicht so ganz reinpassen gerne per PM.
      Danke.
      Zahnarztangst betrifft viele, daher berichte ich gerne offen darüber. Mein Zahnzustand war bäh, offen Karies, gelegentlich starke Schmerzen. Bis zum Punkt wo ich eine Nacht durchgeheult habe weil keine Schmerzmittel gewirkt haben, auch im Kreuz-und-Quer-Verfahren nicht.
      Ich habe einiges probiert: Hypnose, war sehr entspannend, leider ohne größeren Erfolg - Wobei das sicher dem einen oder anderen helfen kann! EFT / MET Klopftechniken: Ohne Probleme. Last Way: Lachgas beim Zahnarzt. Bieten nicht viele Zahnärzte an, kostet Geld. Ich bin 100km dafür gefahren. ABER: Stresslevel 9,9 von 10 beim ersten Termin, ich war kurz vor einem Sprint aus der Praxis.. dank einer wunderbaren Zahnärztin und des Lachgases konnte ich meine Angst nach 3 Anwendungen Lachgas über Bord werfen. Angst war immer noch da, aber nicht mehr diese Todesangst. Und es wurde von Termin zu Termin besser. Lachgas war für mich DER Real Deal der dafür gesorgt hat dass ich endlich eine Zahnbehandlung wahr nehmen konnte. Heute habe ich keinerlei Angst mehr vorm Zahnarzt. Ich saß knapp 2 Stunden beim Kieferchirurgen etc - Unwohl fühlen ist immer noch, aber ich habe praktisch keine Angst mehr solange der Arzt gut ist und ich das weiß!

      Also wer Zahnarztangst hat: Probiert es mit Lachgas, es ist wie ein ordentlicher Suff, ohne Kater und man lernt Vertrauen zu gewinnen und ich war ein ECHTER Schisser. Es gibt immer noch Leute die mehr Angst hatten als ich, aber es war schon sehr ausgeprägt. Guten Zahnarzt mit Lachgas suchen = Win. Okay, die Zahnärztin war auch nicht viel älter als ich und die Zahnarzthelferin wunderschön, aber das war nur ein Nebeneffekt.. :<
      Ich stehe gerne jedem zur Verfügung der Angst vor'm ZA hat!



      Dope wrote:

      Ich hab zwar nicht direkt die von dir genannten Probleme aber ich habe ähnliches mit Energy Drinks. Jedesmal wenn ich einen trinke bekomme ich richtig Herzstechen. Ob das durch die Einbildung/Weisheit kommt das es wohl das mit Abstand ungesündeste "Lebensmittel" ist oder weil ich damals anfing Downer zu konsumieren weiß ich nicht. Ich habe früher öfters mal Speed und Coke genascht (verglichen mit Downern war das nur ein Krümel auf dem Kuchen) und habe Upper immer problemlos vertragen. Als ich aber mit Downern anfing (Benzos, Opis etc.) kam das schlagartig mit Speed, dann mit Coke und ein paar Monate später auch mit Energy Drinks.
      Das ist bei mir z.B. nicht so, ich kann Koffein etc saufen wie blöd, keine Symptome. Das ist bei mir nur Teil der Panikattacken. Vermutlich war es bei der der Mischkonsum aber ich hab eh 'ne Koffeintoleranz von hier bis Meppen.. :D

      Dj Carlos wrote:

      @Varanth
      Ich bin voll bei dir, möchte erstmal aber nur mitleser sein, bitte mehr davon
      Gerne, wenn es Fragen gibt frag nur gerne.


      Also ich bin gern für jeden da der mit besagten Ängsten oder psychosomatik zu tun hat. Zusätzlich bin ich mittlerweile auch sehr versiert was Zahnmedizin angeht, ich habe Stunden um Stunden verbracht mit Studien etc. und mein letzter Zahnarzt war selbst ganz begeistert von meinem Wissen. Also wer Infos bzgl. Behandlungen braucht: Meldet Euch gerne, ich freue mich wenn ich helfen kann!
    • Während ich das oben geschrieben habe, war ich grade in einer Phase, wo ich ernsthaft davon überzeugt war, eine Lungenentzündung zu bekommen, da ich verstärkte Sekretbildung im Hals hatte, teilweise Schmerzen beim Einatmen, Brust- und Rückenschmerzen, teilweise Husten. Ich war deswegen bei 2 Hausärzten sowie 2x beim Lungenfacharzt, welche alle die selben Worte hatten, lediglich ein Hausarzt, den ich schon seit Jahren kenne, hat es ganz direkt gesagt: "Du bist nicht ganz dicht im Kopf".
      Irgendwann hat dann auch das nachgelassen, die Angst ebenso. Macht aber ja nix, denn das nächste steht ja wieder parat: Wieder Herzangst, nachdem die jetzt auch nur einen Tag angehalten hat, kämpfe ich heute wieder mit Angst vor Magen-Darm-Blutungen und Nierenproblemen.

      Da es aber nicht um meine Ängste geht, will ich einfach die Erfahrung mit Euch teilen: Der Körper ist mächtig, er kann einem Symptome vorgaukeln, die man nicht für möglich hält. Ich dachte früher immer, Psyche und Geist haben wenn dann nur wenig Einfluss, vllt. mal auf Herzrasen, Kreislauf etc., wie jeder weiß - Aber nein, die Verbindung ist viel, viel stärker.. Wenn man wirklich Angst vor etwas hat und geistig nicht gesund ist, dann kann es sehr schnell passieren, dass der Körper einem Symptome übelsten Ausmaßes vorgaukelt. Wie halt Druckgefühle, Atemnot, Schmerzen.. anscheinend ja sogar erhöhte Sekretion der Bronchien, was mich total überrascht hat.

      .. so langsam brauche ich aber mal Urlaub von dem Scheiß. ^^
    • Es wird Zeit für eine Fortsetzung über den schleichenden Verfall meines Körpers. Ich glaube so langsam mir immer sicherer zu werden was der Grund dafür ist. Wie ist es abgelaufen? Nachdem ich Anfang Dezember Angst vor Lungenerkrankungen hatte weil ich was eingeatmet habe, und intensive Untersuchungen über mich habe ergehen lassen (Und ich kriege schon wieder ganz leichten Druck auf der Lunge während ich das schreibe) ging es weiter mit meinem alten Thema, Zahnschmerzen, dem womit das alles mehr oder weniger angefangen hat den radikalen Verlauf zu nehmen. Das ist jetzt per Befund ausgeschlossen, da ist einfach nix. Ich habe teure und intensive Untersuchungen durchführen lassen, lapidare Zahnfleischbehandlungen etc die kaum ein Arzt als Erklärung hernehmen kann dass es besser wird. Isses aber. Dafür kommen jetzt meine alten Sorgen und Nöte. Magen-Darm-Blutungen, Thromboseangst.. die Thromboseangst so weit gepusht dass einfache Untersuchugnen nicht mehr helfen. Nach zwei gründlichen Untersuchungen mit jeweils etwas Fahrtzeit, habe ich mich jedesmal beruhigen lassen und einen Tag später ging es von Leicht-Bis-Starkschmerz auf.. alles ist gut.
      Jetzt bin ich wieder dabei, neuen Hausarzt konsultiert, dieser hat auch nochmal einen Ausschluss angeordnet, gemacht -> Keine Thrombose. Zweifel kommen, das ist kein Facharzt, sondern nur ein Internetnist gewesen. Warum bin ich beigegangen und habe das direkt so hinterfragt? Selbst ein Bein gestellt - Im wahrsten Sinne des Wortes. Die Schmerzen werden immer schlimmer.

      Habe ich schon erwähnt dass der Druck auf der Arbeit immer schlimmer wird? Immer weniger Personal, einem Kollegen musste ich als sein Chef mitteilen, dass er gehen muss. Ein liebenswerter Kollege, nicht der fleißigste aber ein netter Kerl. Der jetzt wieder Arbeitslosengeld beziehen darf. Meine Abteilung, die ich jahrelang geliebt und gehegt habe geht langsam unter. Aber nicht nur aufgrund meiner Unerfahrenheit (Weil ich für meine Position eigentlich noch im unteren Altersbereich bin, meine Vorgängerin hätte meine Oma sein können, mein Ausbilder damals mein Opa, ich hingegen bin unter 30) sondern vielmehr aufgrund von Profitwunsch der Firma, überall noch einen Euro mehr rausquetschen, und den Druck kriegt mein Chef ab und reagiert entsprechend.
      Habe ich schon mal erwähnt, dass meine chronischen Zahnschmerzen lustigerweise losgingen als mein neuer Chef kam? Da war es defintiv noch körperlich, aber vermutlich kann ein Depp diagnostizieren, dass das alles zusammenhängt. Doch was tut man, wenn man seinen Job liebt und trotzdem kurz vor dem Burnout steht? Ich weiß es nicht. Das erste, und da brauche ich mich nicht drum kümmern, ist auf jeden Fall Panikattacken bekommen und Schmerzen als Ventil entwickeln, wo keine oder kaum wahrnehmbare sein sollten.

      Das nochmal aufzuschreiben, hilft tatsächlich dabei es zu verstehen. Es wird nicht zur Heilung führen, es nur aufzuschreiben, aber es hilft einfach dabei die unsachliche Panik wegzuschieben. Zumindest für den Moment.

      Wie würde Arthur Spooner sagen? Die Psyche ist eine Hure!

      ;)
    • Duehn Tshizz wrote:

      Zu dem Thema möchte ich das Buch "Der Schlüssel zur Selbstbefreiung" empfehlen. Es ist ein geschenk und hat mir oft auf wundersame Weise zur Genesung verholfen.
      Ihhhh lesen.. :D Ich werd's mir mal anschauen, besten Dank für den Tip!

      ichbins wrote:

      Klingt so als liegts alles an deiner Psyche... geh zum Psychologen... alles nur aufschreiben reicht nicht um damit irgendwie klarzukommen.
      Bin ich schon.. aber 50 Minuten die Woche sind ein laaaaaaaanger Weg. Wobei die Psychotherapie mir schon kleine Bröckchen dazu gibt damit umzugehen, obwohl es ein Auf und Ab ist.

      Lustigerweise habe ich, ca. eine halbe Stunde nach dem Verfassen des Textes wieder Atemnot bekommen. Wobei hier selbst für mich zu 90% offensichtlich ist dass das Schwachsinn ist. Zweifel bleiben immer, aber damit muss man wohl leben.
    • Varanth wrote:

      Das nochmal aufzuschreiben, hilft tatsächlich dabei es zu verstehen. Es wird nicht zur Heilung führen, es nur aufzuschreiben, aber es hilft einfach dabei die unsachliche Panik wegzuschieben. Zumindest für den Moment.
      Das habe ich auch gedacht, bevor ich es gelesen habe.
      Mal eben den Job kündigen, ist ja auch nicht gerade ein Leichtes. Außerdem weiß man ja nicht, ob es dann trotzdem weiterplagt.

      Ich hatte so etwas ähnliches mal kurzzeitig (zum Glück) und weiß, wie schwer es ist, sich innerlich davon zu distanzieren, zumal die Symptome sich ja so elend real anfühlen.
      Trotzdem würde ich versuchen, versuchen, versuchen, mich nicht reinzusteigern, versuchen, so etwas wie eine Metaebene aufzubauen (auch durch das Schreiben einen Aus-Druck finden) und versuchen, mich abzulenken.
      Es ist ja eine Art Zwangserkrankung und genauso quälend.

      Versuch, deine Ängste nicht noch zu füttern, wenn es geht.
    • Das Formulieren beim Schreiben umreißt das Problem, grenzt es ein, macht es greifbar. Es reduziert bei irrationalen Ängsten das Unbeschriebene, Gestaltlose und Unklare.
      Man ist gezwungen Worte zu finden, weil Gefühle nicht aufs Papier passen. Dadurch setzt man sich mit der Situation und auch den Empfindungen auseinander. Dass kann schon sehr klärend wirken, ist aber nur ein Baustein in der Bewältigung. Aber es ist einer, bei dem man selber Wirkmächtigkeit erleben kann, sich dem Bedrohlichen stellt und dass auch noch ohne fremde Hilfe.
      Statt den Job ohne Alternative zu kündigen wäre evtl. die Suche nach einer Alternative gut. Dann geht man nicht wo weg, sondern wo hin. Und in ungekündigter Stellung steht man gleich anders da als Bewerber. Dann muss der potenzielle neue Arbeitgeber nämlich besser sein als der alte, um einen erfolgreich ab zu werben und darf sich daher auch ein wenig anstrengen.
    • Job kündigen ist erstmal keine Alternative. Ich habe einen Job für den ich jahrelang gearbeitet habe, und ich habe einfach das Problem dass mein Job besser laufen würde wenn ich gesünder wäre und umgekehrt - Das würde ich gerne in den Griff bekommen ohne zu kündigen. Ich arbeite seit bald 9 Jahren für die Firma, habe meine Ausbildung dort gemacht und wirklich viel Charakterentwicklung durchgemacht und viel gelernt - Ich bin ein ganz anderer Mensch als noch vor meiner Ausbildung damals. Und das dank der Firma. :)

      Hab den Tag heute recht gut rumbekommen dank Kratom, nach fast zwei Wochen mit nur einem Konsumtag ist meine Toleranz gut wieder runter und es war schon sehr nett damit zu arbeiten und die Probleme so ein wenig beiseite zu schieben.
    • @Varanth
      Ja ich brauche wohl ein komplettes Gebiss. Oben und unten. Mit Brücken ist da nichts mehr zu machen. Meine Rente liegt bei Hartz4-Niveau. Meinst du das ich das von der Krankenkasse gezahlt bekomme, ohne irgendwelche Zuzahlungen leisten zu müssen? Ich hätte mich ja selber schon mal beim Zahnarzt erkundigt, aber ich hab wirklich Panik davor. Sonst wäre ich schon früher mal hingegangen.