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Grundlegende Informationen über Kratom findet ihr in unserem offiziellem Kratom-Konsumleitfaden !

Announcement Kratom Konsumleitfaden - Ein umfassender Ratgeber zum Umgang und Gebrauch von Mitragyna Speciosa

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  • Kratom Konsumleitfaden - Ein umfassender Ratgeber zum Umgang und Gebrauch von Mitragyna Speciosa

    Hallo und willkommen!

    Da wir als einziges deutschsprachiges Kratomforum für viele Konsumenten, Interessierte und Neulinge eine wichtige Informationsquelle darstellen, habe wir einen von Shops unabhängigen Leitfaden zum Umgang und Gebrauch von Kratom erstellt. Da sich tausende Menschen hier informieren, haben wir auch eine gewisse Verantwortung, Kratom und den Konsum weder zu verharmlosen, noch zu verteufeln. Zudem möchten wir allen Neulingen bei der Orientierung helfen, egal ob sie Kratom als Rauschmittel oder als Medikament verwenden wollen. Jeder Konsument weiß, wie schwierig es sein kann, sich zu Anfang in dem Dschungel aus Werbung, Sorten, Meinungen, Empfehlungen und Anleitungen zurechtzufinden, zumal viel Falschwissen im Internet verbreitet wird. Safer-Use ist das Stichwort. Des weiteren möchten wir hiermit auch Angehörigen, Lehrern, Eltern oder Abhängigen, die z.B. von synthetischen Opioiden entziehen wollen, eine Plattform mit Rat und Tat bieten.


    1. - Was ist Kratom?
    Der Kratombaum (Mitragyna speciosa), ist eine Pflanzenart aus der Gattung Mitragyna in der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Beheimatet ist der Kratombaum in Süd-Ost-Asien, vor allem auf den Philippinen und Neuguinea. Durch Kultivierung ist der Baum heute in weiten Teilen Asiens zu finden, zum Beispiel auf Borneo, Malaysia, Thailand, Sumatra, Sulawesi und vielen weiteren Gebieten. Neben Mitragyna Speciosa gibt es noch einige weitere Arten wie Mitragyna parvifolia, -hirsuta oder -tubulosa.
    Kratompulver wird aber immer aus Mitragya speciosa gewonnen.

    Der Kratombaum ist ein bis zu 30m hoher, tropischer Baum. Er trägt ovale, lanzenförmige, dunkel-grüne Blätter, welche durchschnittlich 18cm lang und 10cm breit werden. Der Baum trägt gelbe, kugelförmige Blüten. Die Frucht ist eine Kapsel, welche eine Vielzahl von flachen Samenkörnern enthält.

    Kratom wird traditionell in Form ganzer Blätter gekaut um eine betäubende Wirkung zu erzielen. Unter dem Begriff Kratom meinen wir in Europa aber das Pulver aus den getrockneten und gemahlenen Blättern des Kratombaumes.


    2. - Wofür wird Kratom verwendet?
    Kratom wird traditionell verwendet um den Appetit zu unterdrücken und um sich zu berauschen. Als Medikament findet es zum Beispiel Anwendung bei Durchfall, Entwurmung, Schmerzen, Migräne, Depressionen, Angststörungen, Restless-Leg-Syndrom, chronischen Schmerzen, bei Stress, zum Abnehmen, sowie bei der Substitution und zum Entzug von anderen Opioiden.

    Da Kratom in Deutschland zwar legal, aber eine nicht kontrollierte, wie auch nicht verschreibungsfähige Substanz ist, bleibt jede Behandlung es letztendlich eine Selbstmedikation.


    3. - Welche Inhaltsstoffe sind in Kratom zu finden?
    Die im Kratom primär vorkommenden Alkaloide sind Mitragynin (ca. 66%), Paynanthein (ca. 9%), Speciogynine (ca. 7%) und 7-Hydroxymitragynin (ca. 2%).

    Die genannte Alkaloidzusammensetzung kann allerdings je nach Anbaugebiet, Alter der Pflanze, Wetter, Bodenqualität und anderen Faktoren erheblich abweichen. Dadurch das Kratom ein Naturprodukt ist, und es in verschiedenen Regionen wächst bzw. angebaut wird, sind auch gänzlich verschiedene Alkaloidprofile möglich. Diese Alkaloidprofile werden unter anderem durch Temperaturschwankungen, Lichtzufuhr, Standort oder Nährstoffversorgung beeinflusst.

    Die Art der Trocknung trägt auch einen beachtlichen Teil zum Alkaloidprofil bei. Resultierend lässt sich sagen, dass Kratom somit erheblichen Qualitätsschwankungen ausgesetzt ist. 7-Hydroxymitragynin und Mitragynin sind beides Opioid-Agonisten. Sie binden an spezifische Opioidrezeptoren (mu 1, mu2 – spinal , wie supraspinal ). Mitragynin besitzt eine relative Potenz von 0,2 und 7-Hydroxymitragynin eine relative Potenz von 13-17. Die relative Potenz bezieht sich auf die Referenzsubstanz Morphin, diese besitzt eine Potenz von 1. Die Potenz bezieht sich auf die Bindungsstärke an den jeweiligen Rezeptoren, sagt aber erstmal nichts über das Rauschpotential einer Substanz aus, sondern grundsätzlich nur etwas über die analgetische (schmerzstillende) Wirkung.

    Abgesehen von den für die Wirkung verantwortlichen Alkaloiden besteht Kratompulver zum Großteil aus Cellulose, es sind jedoch auch Bitterstoffe, Chlorophyll, sowie Spuren von Magnesium, Mangan, Spurenelementen und Vitaminen zu finden. Durch Trocknungsprozesse auf offenen Flächen können manche Chargen mit Sand verunreinigt sein. Auch gröbere Verunreinigungen wie Stängel, Holz- oder Metallsplitter sind schon gefunden worden, welche durch den Mahlvorgang oder kaputte Maschinen hineingekommen sein dürften. Diese Verunreinigungen sind aber eher eine Ausnahme. Um sicherzugehen empfiehlt es sich, Kratompulver nach dem Kauf einmal durch ein Sieb zu schütteln.

    Über den Gehalt an Pflanzenschutzmitteln und Pestiziden streitet man sich schon lange. Ein Händler, aus dem deutschsprachigen Raum, lässt jede Charge seines Zulieferers in einem unabhängigen Labor auf Pestizide untersuchen. Die Ergebnisse dieser Tests zeigen jedes mal einen unterschiedlichen Grad der Belastung an. Diese Belastung scheint bei den bis dato geprüften Chargen für den Menschen nicht schädlich zu sein. Die einzelnen Tests können aber nicht für alle auf dem Markt verfügbaren Produkte sprechen, da es eine Vielzahl an unterschiedlichen Anbauregionen und Erzeugern gibt.

    Auch kann es vorkommen, das feuchte Chargen beim Transport oder durch falsche Lagerbedingungen verschimmelt sind, was aber äußerst selten der Fall ist. Verschimmeltes Kratom erkennt man durch seinen Geruch, oftmals ist auch der Beutel aufgebläht.

    >>>Liste von Kratom Alkaloiden(1)<<<
    >>>Binding Affinity Mitragynin (2)<<<


    4. - Wo bekomme ich Kratom?
    Kratompulver bekommt man fast ausschließlich übers Internet. Es gibt zahlreiche deutsche, niederländische und österreichische Onlineshops. Auch kann man direkt beim Hersteller oder Großhändler in Indonesien Kratom bestellen, muss sich dann aber auf eine lange Lieferzeit einstellen und über die deutschen Zollbestimmungen informieren. Bei Bestellungen in Indonesien ist außerdem darauf hinzuweisen, dass es in Deutschland relativ oft zu Problemen mit dem Zoll kommt. Diese Probleme mit dem Zoll scheinen vor allem regionsabhängig zu sein, je nachdem welches Zollamt für die Lieferung zuständig ist. Resultierend kann es zu einer Beschlagnahme durch den Zoll kommen, oder man wird zum zurückschicken der Waren gezwungen. Auch muss darauf hingewiesen werden, dass Direktimporte den Legalitätsstatus in Deutschland eventuell negativ beeinflussen können.

    In unserem Forum bekommt ihr eine Liste mit allen, im Forum besprochenen Onlineshops unter diesem Link:
    >>>Liste der Kratom-Shops<<<

    In unserem Shopbereich wird über die einzelnen Shops diskutiert. Auch sind dort einige Shopbesitzer vertreten, die Fragen beantworten und Kundensupport geben:
    >>>Shopbereich<<<

    Zudem gibt es zu einigen Shops Bewertungsthreads, in denen Mitglieder ausführliche Reviews zu ihren bestellten Sorten und Chargen geben:
    >>>Bewertungsthreads<<<


    5. - Wer sollte kein Kratom konsumieren?
    • Generell sollte Kratom nicht von Kindern, Teenagern oder schwangeren Frauen konsumiert werden.
    • Menschen, die wissen, das sie zu Substanz-Abhängigkeit neigen, sei auch vom Konsum abgeraten.
    • Typische Nebenwirkung von Kratom ist Verstopfung, daher sollten Personen mit Obstipation kein Kratom nehmen.
    • Menschen die unter Schlafapnoe leiden oder Schnarchen, sollten sich von Kratom fernhalten, oder aber zumindest Abends den Konsum unterlassen.
    • Personen, die stark erhöhte Leberwerte haben, sollten sicherheitshalber nur wenig oder selten Kratom nehmen.


    6. - In welchen Formen gibt es Kratom?
    Kratom gibt es hauptsächlich in Form eines grünem Pulvers aus den getrockneten Blättern, genannt Plain Leaf Powder. Es gibt aber auch geschredderte Blätter welches Crushed genannt wird, mit Kratom-Extrakt verstärktes Pulver namens Pimp oder Enhanced, Extrakt-Pulver verschiedener Konzentrationen, Kratom-Harzextrakte, Flüssigextrakte, Stem&Vein (gemahlene Stängel und Blattvenen), sowie fermentiertes Kratom (z.B. Bentuangie).

    Zumeist wird eine Kratom Sorte durch ein Herkunftsland und die Strainfarbe bezeichnet, beispielsweise Green Malay, Red Borneo, oder Sumatra White.
    Die Strainfarben Red, Green und White bezeichnen die Farbe der Blattvenen. Einige Sorten enthalten im Namen auch Auskunft über die Eigenschaft der Sorte. Enhanced ist mit Extrakt versetztes Pulver, Commercial ist eine günstige Variante mäßiger Qualität, Mellow ist eine sedierend wirkende Mischung, Maeng Da Sorten sind aus Blättern mit gezacktem Blattrand und haben eine etwas andere Wirkung. Es existierend noch viele weitere Namen, oft haben die verschiedenen Produzenten und Shops eigene Bezeichnungen entwickelt, am wichtigsten ist aber nach wie vor die Unterscheidung in Green, Red und White Strains.


    7. - Warum konsumiert man Kratom?
    Aus unserer forumsinternen Umfrage geht hervor, das die meisten Kratom zum abschalten, zum entspannen, gegen Stress und bedrückte Stimmung benutzen. Jedoch gibt es weit mehr Einsatzmöglichkeiten für Kratom.

    Je nach Strain und Dosierung hilft Kratom z.B. gegen Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Migräne, Durchfall, Nackenverspannungen, Depressionen, Angststörungen, Borderline, Schizophrenie, Schlafstörungen, Psychosen, Zwänge, Bipolare Störungen, PTBS (Post-traumatisches-Belastungs-Syndrom), ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom), ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom), RLS (Restless-Legs-Syndrom), RLA (Restless-Arms-Syndrom), PLMD (Periodic-Limb-Movement-Disorder), Fibromyalgie, Nervenschmerzen, Bauchschmerzen, oder auch Parkinson.

    Des weiteren kann Kratom helfen: Beim absetzen, abdosieren oder entziehen von Opioiden oder Opiaten wie Tilidin oder Codein, Heroin oder Morphin, beim Alkoholentzug, GBL-Entzug, beim absetzen von Cannabis, Lyrica, Antidepressiva oder weiteren Medikamenten.

    >>>Umfrage - Warum konsumierst du Kratom<<<


    8. - Ist der Kauf legal?
    JA!
    In Deutschland ist der Kauf ohne Einschränkungen legal, Kratom unterliegt NICHT dem BtMG, dem AMG oder dem NpSG. Um sich rechtlich abzusichern verkaufen aber praktisch alle Onlineshops ihr Kratom nicht zu Konsumzwecken, sondern mit dem Hinweis Nicht zum Konsum geeignet. Kratom wird von den Shops offiziell als Färbemittel, für Fußbäder, zur Herstellung von Kerzen, oder auch als ethnobotanisches Anschauungsmaterial verkauft. Ausnahme sind einige niederländische oder indonesische Shops, die explizit die Wirkung ihrer Produkte bewerben.

    Kratom ist jedoch in folgenden Länder illegal:
    Schweiz, Finnland, Australien, England, Dänemark, Lettland, Polen, Rumänien, Thailand, Malaysien, Myanmar, Australien, Norwegen, Schweden
    US-Bundesstaaten: Alabama, Arkansas, Indiana, Tennessee, Vermont und Wisconsin.


    9. - Wie ist die Wirkung von Kratom?
    Tendenziell wirken Red Veins (rote Sorten) analgetischer, sedierender und entspannender als White Strains. White Strains wirken dafür aktivierender und euphorisierender. Green Strains wirken gleichermaßen aktivierend und sedierend. Die paradoxe Wirkung ist ein typisches Merkmal von vielen Kratom-Sorten, trifft aber auch nicht immer zu. Durch besagte Schwankungen des Alkaloidprofils und natürlich auch der Potenz kann auch eine grüne Sorte sehr beruhigend wirken, oder eine rote Sorte wenig bis keinen schmerzstillenden Effekt aufweisen. Im Grunde ist jede Charge Kratom einzigartig, selbst ein Borneo Red des einen Shops kann anders wirken wie das Borneo Red eines anderen Shops. Die Wirkung ergibt sich zudem mindestens genauso stark durch die Eigenheiten des individuellen Konsumenten, wie auch durch die Qualität des Kratoms, die individuelle Toleranz und die konsumierte Menge.

    Meistens wird Kratom, wie schon erwähnt, zum berauschen verwendet. Durch die Einnahme fallen monotone Arbeiten weitaus leichter. Auch wird es zur aktiven wie auch passiven Entspannung verwendet, da die Wirkung ab einem bestimmten Dosisbereich sehr opioidlastig wird und damit sedierend ausfällt. Dadurch das Kratom im niedrigen Dosisbereich eher aktivierend wirkt und im hohen Dosisbereich eher beruhigen, ergibt sich ein breites und komplexes Wirkspektrum und Anwendungsgebiet für die verschiedensten Bedürfnisse.

    Nach der Einnahme flutet die Wirkung normalerweise innerhalb von 20-60 Minuten an, erreicht nach 60-120 Minuten ihren Höhepunkt und flacht dann noch einige weitere Stunden lang immer weiter ab. Die Zeit vom Wirkungseintritt bis zum Höhepunkt nennt man Anfluten, der Höhepunkt wird als Peak bezeichnet, und die Zeit bis zum vollständigen Wirkungsverlust nennt man Afterglow (Nachglühen). Wie schnell Kratom anfängt zu wirken, wie stark die Wirkung ausfällt, und wie lange sie anhält ist ebenfalls von etlichen Faktoren abhängig.


    10. - Wie dosiere ich Kratom?
    Generell ist es zu empfehlen, Kratom erst einmal ohne andere Substanzen einzunehmen, um die Wirkung kennenzulernen und die richtige Dosierung herauszufinden. Die verschiedenen Sorten können in der Wirkung sehr unterschiedlich sein, außerdem wirkt Kratom je nach eingenommener Dosis und Sorte verschieden.

    Anfängern sei geraten mit maximal 2g auf leeren Magen zu beginnen und abzuwarten. Sollte sich nach spätestens 2 Stunden keine Wirkung entfalten kann nocheinmal 1g nachgelegt werden. Am besten wartet man aber bis zum nächsten Tag und versucht es dann mit einer geringfügig (z.B. +0,5g) größeren Menge.

    Die Menge an Kratom die ein Konsument braucht um eine Wirkung zu erzielen, ist bei jedem anders, wie aus folgenden Beispielen ersichtlich wird:
    • Tim nimmt 2-3x pro Woche Kratom um nach der Arbeit zu entspannen. Dabei nimmt er z.B. am Mittwoch Abend 5g ein und legt 3 Stunden später nochmal 2g nach.
    • Axel ist Dauerkonsument und hat hohe Opioidtoleranz weil er chronische Schmerzen hat. Er nimmt zwischen 8 und 10 Dosen pro Tag ein. Eine Dosis liegt dabei im Schnitt bei 2-3g, so das er täglich 20-30g Kratom braucht.
    • Jenni reagiert sehr empfindlich auf Drogen und hat eine Angststörung. Sie nimmt Kratom ein um ihre Ängste besser kontrollieren zu können, braucht aber lediglich 1-2g jeweils am Morgen und am Abend.
    • Florian ist groß, stämmig und bemerkt von kleinen Dosen nicht sehr viel, daher nimmt er direkt 12g auf einmal. Er konsumiert aber auch nur 1x alle paar Wochen.
    Orientiert euch bitte nicht an den Konsumempfehlungen anderer Benutzer, oder an Kratomratgebern von Kratomshops. Probiert selbstständig und mit entsprechender Vorsicht aus, welche Dosis, welche Sorte und welche Konsummethode für euch am angenehmsten ist. Dabei gilt der Grundsatz: Lieber zu wenig als zu viel.


    11. - Wie konsumiere ich Kratom am besten?
    Bei der häufigsten Konsummethode toss and wash wird das reine Pulver mit einem Löffel in den Mund gegeben und anschließend mit ausreichend Wasser getrunken. Es erfordert ein wenig Übung und ist nicht zuletzt wegen des bitteren Geschmacks nicht für jeden geeignet. Zudem besteht bei den ersten paar Versuchen die Gefahr, versehentlich das feine Pulver zu inhalieren. Wenn man sich nicht mit dem Geschmack anfreunden kann, so kann man anstatt Wasser auch einen Saft oder Kakao nehmen um den bitteren Geschmack zu überdecken.

    Als Alternative zum Toss & Wash kann man mit dem Pulver und einem beliebigen Getränk (am besten jedoch ohne Kohlensäure) ein Gemisch zubereiten. Der große Vorteil zum Toss & Wash ist, dass man das Pulver und die Flüssigkeit nicht erst im Mund vermischen muss und man die Mischung problemlos trinken kann. Auch hier kommt jedoch der bittere Geschmack zur Geltung, was sich hier wieder vermeiden lässt wenn man anstatt Wasser zum Beispiel Saft oder Kakao nimmt.

    Das Pulver bietet den großen Vorteil, das es sich problemlos per Hand oder mittels Kapselmaschinen in Kapseln füllen lässt. Die Kapselmaschinen gibt es in verschiedenen und teilweise sehr günstigen Ausführungen für unterschiedliche Kapselgrößen. Kapseln eignen sich besonders für kleinere Dosierungen und zum Konsum in der Öffentlichkeit. Um die Anzahl der für eine Dosis benötigten Kapseln zu reduzieren ist es empfehlenswert, möglichst große Kapseln zu verwenden, am besten eignen sich 00er, da die meisten Kapselfüllmaschinen für diese Größe ausgelegt sind und 00er Leerkapseln am günstigsten zu bekommen sind. Einige Shops bieten bereits befüllte Kapseln an, welche jedoch meistens deutlich teurer sind als loses Pulver.

    Kratom Extrakte in Pulverform sind zum selbst-verkapseln besonders geeignet, da man viel weniger Kapseln schlucken muss als wenn sie mit normalen Pulver befüllt wurden. Dadurch eignen sich Kapseln mit Extrakt beispielsweise gut für Personen, die es nicht vertragen, das reine Pulver bzw. mehrere Kapseln zu schlucken. Durch das geringere Volumen sind sie auch besser zum Transport geeignet (z.B. auf Reisen).

    Bei Extrakten muss erwähnt werden, das das Wirkungsspektrum nicht das gleiche wie das des ursprünglichen Pulvers ist. Dies hängt mit dem Verlust an Alkaloiden zusammen, da sie bei der Extraktion nicht vollständig aufgefangen werden können. Das bedeutet das im Extrakt nur ein Teil der ganzen Bandbreite an Wirkstoffen des Ausgangsmaterials zu finden ist, und es dadurch auch eine andere Wirkung hat. Man kann auch nicht davon ausgehen, dass ein 10:1 Extrakt um das Zehnfache potenter ist als die gleiche Menge des ursprünglichen Blattmaterials. Das Verhältnis gibt lediglich die verwendete und erhaltene Menge an Material an (10:1 = aus 10g Kratom wurde 1g Extrakt hergestellt). Des weiteren erhöhen Extrakte die Toleranz um ein vielfaches schneller als Plain Leaf Powder.

    Kratom lässt sich nicht rauchen, nicht durch die Nase ziehen, nicht spritzen, nicht verdampfen, nicht transdermal oder suppositorisch anwenden. Extrakte können jedoch theoretisch geraucht oder verdampft werden, jedoch ist diese Konsummethode sehr selten und ineffizient, weil ein Großteil der Alkaloide dabei verbrannt wird. Kratompulver lässt sich aber sehr gut zum Backen verwenden. Die Temperaturen beim backen, auskochen oder bei der Zubereitung von Tee zerstören die Alkaloide nicht.


    12. - Mischkonsum
    Erst wenn man die Wirkung unter verschiedenen Voraussetzungen und von verschiedenen Sorten kennt, kann man beurteilen ob sich ein Mischkonsum mit anderen Substanzen lohnen könnte. Bitte beachtet die teils erheblichen individuellen Unterschiede und Vorlieben. Der eine findet eine Mischung vielleicht sehr gut, bei dem anderen löst sie aber nur Übelkeit aus. Auch könnt ihr gegen eine Mischung eine Allergie oder Unverträglichkeit haben, ohne es zu wissen. Tastet euch daher bei ausnahmslos jeder Art von Mischkonsum langsam heran. Beachtet das diese Auflistung keine Allgemeingültigkeit besitzt und keine Empfehlung darstellt.

    Kratom und Alkohol: JA
    Kleine Mengen können durchaus harmonieren, die Kratomwirkung wird aber recht schnell vom Alkohol in den Hintergrund gedrängt. Größere Mengen Alkohol können zusammen mit Kratom Schwindel, Übelkeit und Erbrechen hervorrufen.

    Kratom und Cannabis: JA
    Cannabis kann die Euphorie des Kratomrausches verstärken, aber auch die Sedierung und Entspannung. Kratom schwächt eventuelle negative Auswirkungen von Cannabis ab (Angstgefühle, Unruhe), die besonders bei Überdosierung auftreten. CBD verstärkt die sedierende Wirkung von Kratom und schwächt die Nervosität ab, die manchmal bei Kratom mit weißen Blattvenen auftritt.

    Mischkonsum mit anderen Opiaten/Opioiden: VORSICHT
    Vor Mischkonsum mit anderen Opioiden und Opiaten muss gewarnt werden. Die sedierende Wirkung kann sich addieren und es kann zu einer Atemdepression kommen, die in Extremfällen zum Tod durch ersticken führen kann. Kratom selbst hat keine atemdepressive Wirkung, entspannt aber die Muskulatur und verstärkt somit die atemdepressive Wirkung von Opiaten. Wer Kratom unbedingt mit anderen Opioiden oder Opiaten zusammen nehmen möchte, sollte unbedingt mit einer kleinen Dosis anfangen und vorsichtig nachlegen. Außerdem sollte er dabei nicht alleine sein.

    Kratom mit Kokain und Amphetaminen: NEIN
    Kratom kann zusammen mit Amphetaminen oder Kokain Herzrasen, Bluthochdruck, Zittern und eine unangenehme Überstimulierung auslösen.

    Kratom und LSD oder Psilocybin: JA
    Kratom wird manchmal eingenommen, um die Wirkung von LSD oder psilocybinhaltigen Pilzen angenehmer zu machen. Obwohl einige Alkaloide im Kratom chemisch mit Psilocybin verwandt sind, potenziert sich die Wirkung nicht.

    Kratom und Benzodiazepine: VORSICHT
    Die sedierende Wirkung von Kratom kann durch Benzodiazepine verstärkt werden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es durch den Mischkonsum von Kratom und Benzodiazepinen in hohen Dosen zu einer Atemdepression kommt. Bitte seid entsprechend vorsichtig.

    Kratom und GHB, GBL oder BDO : NEIN
    Der Konsum von GHB, GBL und BDO kann bei Überdosierung zu Kreislaufkollaps und Atemdepression führen. Das gilt verstärkt bei Mischkonsum mit dämpfenden Substanzen. Deshalb sollte man GBL und Kratom nicht zusammen einnehmen.

    Kratom und N2O (Lachgas): JA
    Lachgaskonsum kann schon alleine gefährlich sein, wenn man gewisse Vorsichtsmaßnahmen nicht einhält (beim Konsum immer genügend Sauerstoff einatmen, nur mit Luftballon konsumieren, kein Lachgas vom Autotuning verwenden, nicht im stehen konsumieren). Der Sauerstoffmangel könnte durch Mischkonsum mit Kratom verstärkt werden. Dieser kann kurzfristig zu Ohnmacht und langfristig zu Hirn- und Organschäden führen. Sicher, in kleinen Mengen und richtig angewandt verstärkt Kratom aber die euphorisierende Komponente von Lachgas erheblich.

    Kratom und 5-HTP: VORSICHT
    Theoretisch kann es bei gleichzeitiger Einnahme von 5-HTP und Kratom zu einem Serotonin-Syndrom kommen ("Grippegefühl", Übelkeit, Kopfschmerzen, Unruhe, Halluzinationen etc.). Auch wenn keine solchen Fälle bekannt sind, ist es besser Kratom und hohe Dosen 5-HTP nicht in hohen Mengen oder dauerhaft zusammen einzunehmen.

    Kratom und Ibuprofen, Aspirin oder Paracetamol: JA
    Besonders um starke Schmerzen zu betäuben können besagte Schmerzmittel zusammen mit Kratom kombiniert eingenommen werden, jedoch verändert sich auch die Wirkung des Kratoms, welche dann teilweise als sehr unangenehm empfunden werden kann, daher vermeidet diese Kombination wenn möglich oder missbraucht sie nicht.

    Kratom und Lebensmittel: JA
    Es sind keine gefährlichen Kreuzwirkungen oder Unverträglichkeiten bekannt, die sich durch Kombination von Kratom mit Lebensmitteln ergeben. Einzige Ausnahme ist Grapefruitsaft, der Stoffe enthält, die die Kratomwirkung erheblich verstärken können, wodurch es zu einer unangenehmen, aber nicht gefährlichen Überdosierung kommen kann. Jedoch muss hierzu über mehrere Tage hinweg viel Grapefruitsaft getrunken werden. Mehr dazu in der Boosterliste.

    Kratom und Koffein: VORSICHT
    Die Kombination von Koffeinhaltigen Getränken und Kratom ist zwar nicht gefährlich, kann aber unangenehm werden. Manche Konsumenten finden die Kombination sehr ansprechend, andere hingegen berichten von Herzrasen, Ängsten oder Schwindel. Dazu muss erwähnt werden das weiße Sorten die Koffeinwirkung am ehesten verstärken, was zu einer Überstimulierung führen kann. Zudem wirken verschiedene Formen von Koffein auch anders, man kann daher nicht unbedingt sagen das sich ein Energydrink nicht mit Kratom verträgt, wenn dies bei Kaffee der Fall ist.

    Weitere Informationen und Diskussion:
    >>>Kratom - Kombinationen mit anderen Stoffen<<<


    13. - Nebenwirkungen und Gefahren des Kratomkonsums
    Bei kleinen Dosierungen und seltenem Gebrauch sind keinerlei Probleme bekannt. Bei hohen Dosen, schlechten Chargen, Überdosierung oder bei Mischkonsum sind Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen oder Schwindel nicht ausgeschlossen. Sollte mehrmals pro Woche oder gar täglich konsumiert werden, können einige Nebenwirkungen auftreten, die abhängig vom Individuum und der konsumierten Menge sind, wie z.B. Verstopfung, Haarausfall, (sexuelle) Lustlosigkeit oder Schlafstörungen.

    Darüber hinaus gibt es Spekulationen zu möglichen Leberschäden durch anhaltend hohen Kratomkonsum, wobei es hierzu keinerlei verlässliche Daten gibt und auch nicht klar ist, ob die (undefiniert) erhöhten Leberwerte mit Kratomkonsum zusammenhingen. Einzelfälle kann es aber immer geben.

    Die wohl größter Gefahr bei Kratomkonsum ist, in psychische und/oder physische Abhängigkeit zu geraten. Mehr dazu im übernächsten Kapitel.


    14. - Was kann ich gegen die Nebenwirkungen tun?
    Die häufigsten Nebenwirkungen sind Übelkeit nach dem Konsum und Verstopfung bei Dauerkonsum. Gegen Übelkeit hilft besonders Ingwertee oder auch Kamillentee, eventuell auch ein klein wenig Brot, sofern die Übelkeit durch den Konsum auf leeren Magen verursacht wurde.

    Gegen die chronische Verstopfung bei Opioid- und Kratomkonsum helfen diverse Mittel. Besonders empfehlenswert ist Macrogol, Movicol, oder auch Lactulose, welche nebenwirkungsfrei und über langen Zeitraum eingenommen werden können. Gegen akute Verstopfung helfen Präparate mit Bisacodyl, oder auch Rizinusöl.

    Bei einer Überdosierung von Kratom helfen isotonische Getränke und Zucker sehr gut. Auch Vitamin C und Fruchtsäfte sind empfehlenswert.

    Diskussionsthread über Nebenwirkungen:
    >>>Risiken und Nebenwirkungen - Sammelthread<<<


    15. - Macht Kratom süchtig oder abhängig?
    Ja, Kratom kann bei übermäßigem und vor allem bei Dauergebrauch durchaus psychisch und/oder physisch abhängig machen.

    Da Kratom Opioide enthält, hat es auch ein Abhängigkeitspotenzial. Ob und wie stark jemand von Kratom abhängig wird, hängt zu aller erst und hauptsächlich vom jeweiligen Individuum und seinem Konsumverhalten ab.

    Mit der Zeit ist mit einer Toleranzsteigerung zu rechnen, das bedeutet man braucht für die gleiche Wirkung immer mehr Kratom. Dadurch muss entweder die Dosis erhöht, oder die Konsumhäufigkeit gesteigert werden. Da Opioide besonders gut Ängste, Depressionen und Schmerzen unterdrücken, neigen Konsumenten mit jener Problematik sehr häufig dazu, Kratom dauerhaft anzuwenden, was oft in eine mehr oder weniger schwere Abhängigkeit führt. Wird dann abrupt kein Kratom mehr eingenommen, kommt es nicht nur zu Entzugserscheinungen. Auch die unterdrückten Probleme wie Ängste machen sich wieder verstärkt bemerkbar.

    Bei häufigem Konsum kommt es zunächst nach einer gewissen Zeit zu einem starken Verlangen nach der Kratomwirkung, auch Craving genannt. Der Nutzer möchte immer häufiger, oder immer mehr Kratom nehmen. Wird dann eine Weile lang täglich Kratom genommen, kommt es zu Entzugserscheinungen wie Zittern, Kälteschauern, Naselaufen, Erkältungssymptomen, Niedergeschlagenheit, Ängsten, Gereiztheit, Unwohlsein oder Schlaflosigkeit, sobald Kratom nicht mehr in gewohntem Muster eingenommen wird.

    Natürlich ist die Tendenz dazu, eine Abhängigkeit zu entwickeln, genauso von Person zu Person unterschiedlich, wie alle bisher genannten Aspekte. Es gibt Konsumenten, die bereits nach wenigen Monaten mit geringer Dosierungen eine starke Sucht oder Abhängigkeit erzeugen. Dabei kommt es zu erheblichen Konsumverlangen und Beeinträchtigungen, wenn die Substanz nicht mehr zugeführt wird. Andere hingegen konsumieren Jahrelang große Mengen und entwickeln nur mäßige oder gar keine Abhängigkeit. Im Allgemeinen ist das Abhängigkeitspotenzial von Kratom ziemlich gering.

    Selbstverständlich ist eine Abhängigkeit und die korrespondierenden Entzugserscheinungen beim absetzen abhängig von der konsumierten Menge. Jemand der 6 Monate lang 10g am Tag genommen hat, wird eher geringere Symptome entwickeln, als jemand der 2 Jahre lang 30g am Tag genommen hat. Allerdings gibt es auch hierbei Ausnahmen und viel Spielraum. Manche setzten 50g Kratom pro Tag innerhalb von 3 Tagen ab und haben nur sehr geringe Entzugssymptome. Andere brauchen 8 Wochen um von 6g am Tag langsam abzudosieren. Das sind Extrembeispiele.

    Wenn es überhaupt Empfehlungen geben kann, dann raten wir Spaßkonsumenten Kratom maximal 2x die Woche zu nehmen, und nie an 2 aufeinanderfolgenden Tagen hintereinander. Patienten, die Kratom dauerhaft gegen chronische Schmerzen, Depressionen oder Angststörungen einsetzen wollen, empfehlen wir nur so viel zu konsumieren, wie unbedingt notwendig ist. Außerdem sollte jeder Konsument regelmäßige Konsumpausen von ein paar Wochen einlegen. Hohe Einzeldosen und Kratomextrakte steigern die Toleranz sehr stark und sollten gemieden werden. Sobald ihr merkt das ihr ohne Kratom schlecht drauf seid oder schon leichte Entzugserscheinungen bekommt, macht lieber gleich eine Pause von mindestens 2 Wochen, denn von diesem Punkt an werden eure Symptome beim Absetzen nur noch stärker wenn ihr weiterkonsumiert.

    Es ist essentiell, aufmerksam und mit Bedacht zu konsumieren, da eine Abhängigkeit nicht zu unterschätzen ist. Das gilt logischerweise für alle Substanzen.


    16. - Kratomentzug
    Erreichen die Nebenwirkungen oder die konsumierten Mengen durch den Dauerkonsum ein nicht mehr tolerierbares Level, ist es besser sich für eine Konsumpause oder zumindest zum abdosieren zu entscheiden. Je stärker die Abhängigkeit ist und je schneller man die Dosis verringert, desto schwerwiegender werden dabei auch die Entzugserscheinungen sein. Dementsprechend ist ein kalter Entzug auch meist der schmerzhafteste, aber auch der kürzeste. Als kalten Entzug bezeichnet man das direkt absetzen von einem auf den anderen Tag, und meist werden hierbei auch keine anderen Substanzen genommen um den Entzug abzufedern.

    Die Symptome bei kaltem Opioid-Entzug sind:
    Unruhe, Energiemangel, Kopfschmerzen, Schwitzen, Gähnen, eine laufende Nase, erweiterte Pupillen, Tränenfluss, Gänsehaut, Kältegefühl, Frieren, Gereiztheit, depressive Verstimmungen oder sogar Depressionen, Konzentrationsstörungen, Rastlosigkeit, Schlafstörungen, Schlaflosigkeit, Restless-Legs-Syndrom, Craving, Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Bluthochdruck, Herzrasen, grippeähnliche Beschwerden mit Schüttelfrost und Fieber, Gliederschmerzen, Angstgefühle.

    Die Symptome sind außerordentlich individuell, kommen in unterschiedlichen Kombinationen und verschieden starker Ausprägung vor. Manche haben nach dem Absetzen bzw. während des Entzugs sehr wenig Symptome, andere leiden stärker oder länger unter Symptomen, für andere ist es fast nicht auszuhalten. Manche haben hauptsächlich Schlafstörungen und sind gereizt, andere haben mit langanhaltender Übelkeit, Zittern und Gliederschmerzen zu kämpfen.

    Das Leiden unter den Entzugssymptomen scheint mit der allgemeinen Entzugserfahrung einherzugehen: Menschen, die schon (stärkere) Entzüge von eher hochpotenten Substanzen erlebt haben, nehmen die Stärke des Entzugs eher als geringer wahr als die, die zum ersten Mal damit konfrontiert sind.

    Das Abdosieren, also das schrittweise Verringern der Dosis über Tage bis Wochen reduziert die Symptome auf ein erträgliches Maß, erfordert aber recht viel Disziplin und Willensstärke. Um den Entzug erträglich und aushaltbar zu halten, ist für diejenigen mit entsprechender Disziplin ein warmer Entzug unbedingt zu empfehlen.

    Für einen warmen Entzug ermittelt man durch konsequentes Dokumentieren der Einzeldosen möglichst über einen längeren Zeitraum die Tagesdosis. Für das Ausschleichen ist es sinnvoll eine ausreichende Menge einer Kratomsorte vorrätig zu haben, damit man immer das selbe Wirkprofil hat und die Dosen gut einschätzen kann. Einige werden es vorziehen, die jeweiligen Einzeldosen kontinuierlich schrittweise zu verringern, andere schaffen es besser, mit einer Dosis so lange zu warten bis die Entzugssymptome zu unangenehm werden, an dieser Stelle muss jeder für sich den besten Weg finden.

    Sinnvoll ist auch das Einsetzen von Stem&Vein. S&V ist aus den Stängeln der Kratomblätter hergestellt und weist ein für das Reduzieren der Dosis günstigeres Alkaloidprofil auf. Wenn es möglich ist, schon die ganze Kratomdosis (oder einen Großteil) durch S&V zu ersetzen, ist das vorzuziehen. Auch S&V hat ein Abhängigkeitspotenzial, jedoch ein geringeres als normales Kratom.

    Sehr hilfreich beim kalten wie auch beim warmen Entzug sind Booster bzw. Hilfsmittel. Durch Booster (Wirkverstärker) kann man mehr Wirkung aus der Einzeldosis herausholen bzw. die Wirkung verlängern oder Craving (Substanzverlangen) zu mindern. Hier ist als wichtigster Booster das Schwarzkümmelöl (SKÖ) zu nennen. Stoffe im SKÖ binden ebenfalls an die Opioidrezeptoren, verstärken und verlängern die Einzelwirkung und vermindern das Craving. SKÖ sollte 3x am Tag mit je einem Esslöffel zu den Mahlzeiten genommen werden, und zwar am besten schon 1-2 Wochen bevor man den Entzug beginnt, und auch noch einige Tage weiter, wenn der Entzug geschafft ist. Mehr dazu in der Hilfsmittel-Liste.

    Viele weitere Booster können für den Entzug von Kratom oder auch anderen Opioiden Gold wert sein. Gut ist es, sich möglichst abzulenken, also den Fokus nicht auf die Symptome zu lenken, und wenn möglich auch, etwas Sport zu betreiben, um das körpereigene Endorphinsystem anzuregen. Wichtig ist, sich ein möglichst gutes Setting zu schaffen und ein ausreichender Zeitrahmen freizuhalten, möglichst die Einbeziehung nahestehender Personen und ein ausreichend liebevoller, geduldiger Blick auf sich selbst, wie auch die Fähigkeit, mit Rückschlägen gut umzugehen.

    Mit dem gelungenen Entzug der Substanz ist der Prozess allerdings noch nicht abgeschlossen. Meist schließt sich die "PAWS-Phase" an (Postacute Withdrawal Syndrom). Über einen längeren Zeitraum kann sich allgemeines Unwohlsein, Depression und auch Craving anschließen. Es ist wichtig zu wissen, dass es dies oft gibt, dass es dazu gehört und das auch dies zu überstehen gilt bis man den Entzug wirklich überstanden hat. Äquivalenz-Tabelle zum abdosieren (relative Potenz):

    Entzugsleitaden:
    >>>Kratom Entzugsleitfaden<<<

    Liste und Diskussion über Booster:
    >>>Boosterliste<<<

    Hilfsmittel und Strategien:
    >>>Liste von Hilfsmitteln für den Entzug<<<

    Äquivalenz-Tabelle zum abdosieren (relative Potenz):
    >>>Äquivalenz-Tabelle<<<

    Weitere Informationen und Diskussion
    >>>Kratomentzug - Sammelthread<<<


    17. - Weitere Informationen und Links

    Liste der im Forum gebräuchlichen Abkürzungen für Sorten, Shops, Eigenschaften und Konsummethoden:
    >>>Liste der Abkürzungen<<<

    Weitere Infos über Kratom:
    >>>Linkliste<<<


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