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Antikonvulsiva: Gabapentin, Pregabalin...

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    • Antikonvulsiva: Gabapentin, Pregabalin...

      Moin,

      sind zwar keine natürlichen Heilmittel, da aber Tilidin auch hier erwähnt wird und es hier am besten passt einmal hier im Forum.
      Wie sind Eure Erfahrungen mit Gabapentin und Pregabalin, den Antikonvulsiva, die man häufig in der Epilepsie- und Schmerzbehandlung einsetzt? Ich stehe aktuell vor der Entscheidung eins davon zu nehmen (Gabapentin als 100er oder Pregabalin als 300er) und bin äußerst skeptisch bei diesen Substanzen. Wie sieht das hier mit der Verträglichkeit aus, wenn man mit der kleinsten Dosis anfängt? (z.B. Gabapentin 100 1x täglich, dann später 2x täglich bis man irgendwann bei 900 oder 1200mg täglich ist)
      Ich hab schon so schaudergeschichten gelesen von Kotzerei und Schwindel bei 100mg, was aber ja im Verhältnis zur Höchstdosis eigentlich fast schon an Homöopathie grenzt. (1/36el der Maximaldosis)
    • Um was geht es denn? Hast du Epilepsie?

      Pregabalin wird ja meines Wissens eher selten als Mittel gegen Epilepsie eingesetzt, dafür sehr häufig gegen neuropathische Schmerzen, Angststörungen oder als schlafunterstützendes Mittel. Ich habe es mal eine Weile bekommen, nach ca einem Monat aber wieder abgesetzt, weil ich keine Lust hatte davon abhängig zu werden und es ja doch nicht wenige Berichte von schlimmen Entzügen gibt. Geholfen hat es mir aber ziemlich gut. Gabapentin habe ich noch nie genommen, da kann ich leider nichts dazu sagen.
    • Pregabalin (Lyrica) ist auf jeden Fall besser von der Wirkung her.. macht schon eine gute Euphorie bei den ersten Einnahmen finde ich.. und man wird ziemlich geil davon ^^ am Anfang finde ich auch das 150 mg auf jeden Fall reichen.. es geht allerdings (bei mir) in höheren Dosierungen sehr auf die Augen, man kann z.b zahlen nicht mehr so gut lesen usw. ausserdem hast du natürlich das Abhängigkeitspotenzial das nicht zu verachten ist. Also alles in allem würde ich dir davon abraten! Kratom ist besser ;))

      schwindelig kann dir schon werden mit 300mg wenn du es nicht gewöhnt bist.. ist wie leicht betrunken sein und nicht dramatisch, aber wenn du so Angst vor Nebenwirkungen hast würde ich es sowieso sein lassen.. warum dann etwas nehmen was einen wieder in eine Abhängigkeit bringen kann?? Ist wirklich nur ein guter Rat von mir.. die Vorteile die es dir am Anfang vielleicht bringt sind es nicht wert.
    • Ah, ich habe merkwürdigerweise gar nicht bedacht, dass es um das Rauschpotential gehen könnte :D

      Ich habe immer zwischen 200 und 500mg zu mir genommen, wenn ich mich ordentlich berauschen wollte, spätestens ab 300mg torkelt man rum wie betrunken, ist im Kopf aber irgendwie noch einigermaßen klar; gleichzeitig hatte ich supergute Laune. Hat Spaß gemacht :) Wenn man das ab und an macht (vielleicht nicht öfter als einmal die Woche), dann denke ich auch nicht, dass die Gefahr einer (körperlichen) Abhängigkeit groß ist. Aber ich bin da durchaus bei @Skyro, ich würde auf jeden Fall aufpassen.

      Und naja, viele Menschen schwören beim Opi-Entzug darauf, das weißt du aber wahrscheinlich.
    • Pregabalin ist mit großem Abstand nebenwirkungsreicher als Gabapentin. Ich nehme hin und wieder Gabapentin. Nach diesen Einnahmen spüre ich nichts von einer Rauschwirkung, habe auch sonst keine Nebenwirkungen. Pregabalin habe ich früher auch hin und wieder genommen, da geht man wie auf Wolken, man ist vollkommen angstfrei und wie in Watte gepackt. Und beim Opi-Entzug hilft es auch, ich wäre trotzdem sehr vorsichtig damit. Wenn du auf einen Rausch oder auf Euphorie aus bist, dann ist Pregabalin wohl die bessere Wahl. Wenn du Angst hast vor Nebenwirkungen, dann würde ich dir eher zu Gabapentin raten.
    • Ich will das ganze nicht als Rauschmittel, sondern vielmehr gegen chronische Schmerzen. Und wenn es dann noch gegen die Panik wirkt noch besser, das wäre ja das Gebiet von Pregabalin. Dummerweise habe ich die nur als 300er da, und nicht in einer Einstiegsdosis, sonst würde ich ja vllt. mal auf 100er gehen und ausprobieren. Ich habe bislang mit diesen Antikonvulsiva null Erfahrungen, darum die Nachfrage hier, weil ich ja weiß, dass einige das hier schon genommen haben.

      Also Rausch ist mir relativ egal dabei, ich will es rein als Heilmittel nutzen.
    • Also meines Wissens wird Pregabalin nur gegen neuropathische Schmerzen verschrieben, soll aber wohl auch potentiell gegen Schmerzen ansich helfen, was daran liegt, dass es die Ausschüttung verschiedener Neurotransmitter hemmt/unterbindet. Ich glaube, du solltest das einfach probieren. 300mg ist aber schon eine ein bisschen höhere Einstiegsdosis, 75-150mg wären wohl optimal. Andererseits schaden 300mg auch nicht, du musst du dich dann nur 3-6 Stunden auf einen leichten bis mittleren Rausch zusätzlich einstellen.
    • Okay, ich kann damit leben wenn ein leichter Rausch auftritt.. Ist der ähnlich wie bei Kratom? Und wie ist das Nebenwirkungsprofil bei solchen kleinen Dosen? Also z.B. wenn ich jetzt 75mg Dosen verschreiben lasse und damit mal anfange, dann auf 150 hochgehe, 225 und dann am Ende 300 oder mehr?

      Danke schonmal. :)
    • 150mg würde ich anfangen zum testen, wie man drauf reagiert. Ich persönlich nehm 300 - 600mg pro Tag. Dann geht's mir aber auch echt prima und von entzug keine Spur. Mache das so 4-5 Tage und dann dosiere ich das prega langsam ab , so dass ich maximal 10 Tage das Medikament einnehme. Konsumiere auch grundsätzlich keine anderen Substanzen während dessen, ausser ein wenig was zu Rauchen.
      Edit: wirkeintritt dauert ziemlich lange, 1,5 - 2 Stunden
    • Ich bin nur zufällig auf das Thema gestossen und mir ist bewusst, dass die Diskussion hier seit längerem durch ist. Trotzdem habe ich hier etwas beizutragen:

      Ich hatte Pregabalin von Sommer 2019 an verschrieben bis Ende 2020. Das "Missbrauchs"-Potenzial habe ich anfangs überhaupt nicht verstanden. Das Gefühl auf Pregabalin aber auch Gabapentin ist für mich sehr schwer zu beschreiben, das erste Wort, was mir damals in den Sinn kam war "wundersam", irgendwie betäubt und sediert, aber weder auf eine unangenehme, noch eine angenehme Art. Ich habe es gegen Ängste verschrieben gekriegt und den Wert darin nicht wirklich gesehen und es deshalb sehr halbherzig und unregelmässig genommen, ohne grosse Wirkung.

      Gegen Herbst 2020 hatten bei mir starke Frustgefühle zugenommen - zusätzlich zu den Ängsten - und ich habe das Pregabalin dann regelmässiger genommen, unvorsichtiger und dummerweise manchmal auch die Tagesdosis auf einmal. Das hat mir dann das Missbrauchspotenzial langsam gezeigt - ich habe sehr angenehme und chillige Abende erlebt, mein Appetit, der davor non-existent war, kehrte zurück. Zu dem Zeitpunkt habe ich das aber noch nicht als "klassischen Freizeitgebrauch" verstanden, sondern eher als "Oh, jetzt tut es, was es soll". Da ich mir des Missbrauchspotenzials auch dann noch nicht bewusst war - mir war auch komplett unbekannt, dass das Medikament tatsächlich missbrauch wird - habe ich unvorsichtigerweise manchmal auch einfach höher dosiert, um den gewünschten "Relief"-Effekt zu erzeugen. Sprich, statt 2x150 morgens und abens, wurden daraus auch mal 6x150 abends. Dass das eine sehr hohe Dosis ist, war mir nicht klar, weil meine Toleranz zu der Zeit aufgrund des unregelmässigen Therapiekonsums wohl doch schon einigermassen hoch war. Dazu kam hin und wieder etwas Rotwein - auch nicht empfehlenswert aus gesundheitlicher Sicht.

      Über den Jahreswechsel 2020/2021 ist mir das Pregabalin ausgegangen. Da ich aber weder Cravings hatte, noch meinen Konsum als problematisch angesehen habe, war mir das zunächst auch egal. Ja okay, noch einen angenehmen Pregabalin-Abend und dann halt ohne. Zwei, drei Tage später bin ich dann plötzlich mit einem starken Tinnitus aufgewacht und konstanten Mini-Adrenalinschüben, dazu habe ich mich gefühlt wie kurz vor einer starken Grippe. Erst nach ein paar weiteren Tagen habe ich 1 und 1 zusammengezählt und begonnen, nach Pregabalin-Entzugssymptomen zu googlen. Gefunden habe ich einiges, was mir sehr, sehr zu denken gegeben hat. Sprich Menschen, die behaupten, selbst ein Opiat- und Benzo-Entzug könne leichter sein als einer von Pregabalin. Anscheinend ist das vielen Ärzten bisher entgangen, so auch meinem neuen Arzt, dem ich erzählt habe, ich würde Entzugssymptome vom Pregabalin spüren. Er fand zunächst, das sei wohl eher nicht der Fall, gab mir dann aber eine neue Packung mit.

      Kurz nach der Einnahme gingen die Entzugssymptome dann tatsächlich signifikant runter. Zu der Zeit war ich mir dann aber doch nicht 100% sicher, ob ich mir nicht vielleicht doch gleichzeitig einfach ein Virus eingefangen hatte. Im Vergleich zu dem, was ich im Netz gelesen habe, waren meine Symptome eher "mild" - ich habe den halben Tag geschlafen, hatte konstante Mini-Anxiety-Attacken und habe mich generell einfach mies gefühlt, dazu kamen viele depressive Gedanken. Die Entzugssymptome kamen aber erneut 24h nach der letzten Einnahme zurück und haben mir bestätigt: Das ist das Pregabalin. Ich lag nochmal eine halbe Woche flache – also insgesamt etwas mehr als 2 Wochen. Ich habe sonst noch nie einen Substanzentzug oder eine Abhängigkeit erlebt (auch nicht mit Kratom), bin mir aber zu 100% im Klaren, dass ich so etwas nicht mehr erleben möchte. Und, wie gesagt: Mein Entzug war vergleichsweise leicht. Andere berichten von monatelangen Panikanfällen, von epileptischen Anfällen und so weiter – bis zum Klinikaufenthalt.

      Das Perfide daran ist, dass anscheinend nur wenige Ärzte tatsächlich über das Missbrauchs- und Suchtpotenzial aufgeklärt sind, obwohl das Zeug ähnlich süchtig macht, wie es eben Benzos oder Opis können. Das scheint mir sehr, sehr gefährlich. Ich kann den Spass am Pregabalin-Rausch mittlerweile sehr gut nachvollziehen, aber ein Dauerrezept ist gerade bei fehlender Aufklärung der beste Weg in die Sucht, da bin ich überzeugt. Gerade bei Leuten, die sonst nicht mit Suchtproblematiken zu tun haben. Das Zeug taugt, um hin und wieder konsumiert zu werden, aber ich hätte persönlich mittlerweile Angst, dass tatsächlich als Dauertherapie zu verwenden. Auch in korrekter, tiefer Dosierung nicht. Ich könnte jetzt noch viel schreiben über die anderen negativen Nebenwirkungen von Pregabalin – ein seltsames Zeitgefühl, Libidoverlust, Körpergefühlsverlust, Anorgasmie, Lethargie/Teilnahmslosigkeit/Motivationslosigkeit, aber das ist noch ein ganz anderes Thema.

      Nochmal, als Fazit: Für ein paar wenige Räusche sicher lustig, vom Dauerkonsum rate ich dringend ab und wäre sogar bei rein therapeutischen Zwecken sehr, sehr, sehr vorsichtig mit dem Zeug.
    • Das ist ja das perverse... Ärzte mit Scheuklappen! Mir hat man Lyrica schon 2013 in ner Klinik geben wollen und ich hatte die Infos damals auch schon. Die können und wollen anscheinend selbst nicht googlen solang ihnen die netten Pharma Herren was anderes erzählen...

      Dass aber 2021 noch das selbe abgeht schockt mich! Auch meine Ärztin die mir Gabapentin gab (ich hab das bewusst genommen mit dem Hintergrundwissen) habe ich darauf angesprochen - das wäre nicht so... ihre Antwort... also manchmal sorry - kann ich Ärzte nicht mögen..
    • Ich persönlich bin froh, dass mein Arzt mir Pregabalin als Bedarfsmedi verschrieben hat,
      denn das wird in der Regel nicht so gehandhabt, immer ist von einschleichender Medikation die Rede.
      Ich verstehe, warum jemand davon abhängig werden kann.
      Weil es eine depressive Episode schlicht ausschalten kann.
      Eben noch ein Wrack, keine Motivation das Bett zu verlassen um Körperpflege zu betreiben,
      sich was zu essen zu machen - auch nur ein Wort zu reden, egal mit wem,
      totale Bedeutungslosigkeit und Selbstverachtung…
      Dann plötzlich, wird das absolute Nichts ersetzt durch eine torkelig schwummrige Egaligkeit
      mit einer seligen Ignoranz gegenüber allem, was kurz zuvor noch bedeutungsschwere
      katastrophisierende Apokalypse war.
      Wer im Namen der fünfmal geschändeten Leiche Käptn Sackhubers wünscht sich
      im Auge des Orkans der Sinnlosigkeit nicht Linderung für ein paar Stunden?

      Kurz, ich danke den Ärzten mit Scheuklappen und den netten Pharmaherren für
      dieses Godsend von einem Medikament, weil ich damit im Notfall für viele Stunden
      aus dem Horrorkarussell aussteigen kann.

      Ich glaube jedoch , dass es bei der täglichen Einnahme wieder ganz anders aussehen kann.
      Viele erleben eine massive Gewichtszunahme, den Verlust der Libido, Langsamkeit im Denken,
      Wortfindungsstörungen, Gangunsicherheit, etc.
      Auch von schweren Entzugssymptomen wird berichtet, die denen der Benzosucht angeblich
      kaum nachstehen.

      Ich habe den Fehler bei Krtm gemacht und dachte, täglicher Konsum geht auf Dauer schon gut.
      Mit den bekannten Resultaten und der etwas traurigen Erkenntnis, dass ich mir das Potential
      eines an sich gut kontrollierbaren Mittels nachhaltig versaut habe.
      Viele hier sehen das sicher ebenso:
      „Hätte ich Krtm von Anfang an sporadisch und in einem ritualgebundenen Kontext konsumiert,
      hätte ich das bis an mein Lebensende tun können und hätte in der Retrospektive
      kaum Schlechtes darüber zu berichten.”

      Ist leider anders gelaufen…
      Habe mir vorgenommen, die für mich positive Wirkung von Pregabalin nicht auf die gleiche Art
      zu versauen. (Maximal zwei Mal in der Woche, IMMER mindestens drei Tage Pause, nie mehr als 150mg an einem Tag)
      Wenn Du vorhast, es als Opi-Entzugsmedikation zu verwenden und weißt, welches Suchtpotential
      es selbst hat, wirst Du alles tun, um nicht ausgerechnet eine Abhängigkeit von Zeug b.) zu entwickeln,
      welches Dir so gut beim Entzug von Zeug a.) hilft.
      Das sind meine Gedanken zu Lyrica, sorry für meine geschwätzigen Monologe.
      Was man besonders gerne tut,
      ist selten ganz besonders gut.

      W. Busch
    • Moment es geht darum den Menschen was zu verheimlichen- oder das nicht sehen wollen von Fakten/Negativfolgen.

      Genauso schlimm finde ich wenn Ärzte nicht nach den Wünschen ihrer Patienten gehen.

      Das muss sich ja nicht ausschliessen. du möchtest ein Medikament - deine Ärztin tut das. Was spricht jetzt dagegen dass sie sich auskennt- oder mal zuhört- oder sich mal erkundigt wenn man sie schon drauf hinweist?

      Was du dann draus machst oder ob du es nehmen willst ist doch deine Sache. Ärzte sind keine Hoheiten.

      Wer im Namen der fünfmal geschändeten Leiche Käptn Sackhubers wünscht sich

      im Auge des Orkans der Sinnlosigkeit nicht Linderung für ein paar Stunden?


      Ich feier den Satz grad :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: