Kratom und Depressionen

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  • Talking



    Tolles Beispiel für die Eigenverantwortung, ohne Veränderung und "sich auf den Weg machen", kann man nur schwer eine Depression oder eine Phase überwinden. Ich betreue ein paar schwer depressive Menschen und einige denken, durch Tabletten wird es schon wieder, ansonsten muss man nichts verändern. Das sind dann in der Regel auch die Klienten, die irgendwann komplett raus fallen. Nicht mehr arbeiten können, sich komplett zurück ziehen, Suchtkrank werden oder sich das Leben nehmen. Auch wenn es schwer fällt, ohne Veränderung, keine Veränderung...

  • Bei mir hilft Intervallfasten, Stimmung und Antrieb zu verbessern. Wissenschaftlich ist das umstritten und es heisst auch oft, bei Depressionen wären regelmäßige Mahlzeiten wichtig... aber das gehört wohl auch zu den Dingen, die man für sich ausprobieren muss.


    Ich komme mit der 5:2 Methode gut klar und esse an zwei nicht aufeinander folgenden Tagen pro Woche nur 500 Kalorien, meist als leichtes Abendessen. Die anderen Tage ernähre ich mich nach Lust und Laune.

    Nach den Tagen mit reduzierter Nahrungsaufnahme schlafe ich besser und wache am nächsten Morgen meist mit besserer Laune und mehr Antrieb als üblich auf. Man bekommt dann auch automatisch Appetit auf gesunde Lebensmittel, weil der Körper Nährstoffe braucht.


    Als ich vor drei Jahren damit angefangen habe, hatte ich nicht viel Kontrolle darüber, wie ich meine Zeit verbringe, wusste morgens nur ansatzweise, was der Tag mir bringen wird und welche Probleme zu bewältigen sein werden. Als Frustfresserin hatte ich gut zugelegt, was mir eine Zeit lang relativ egal war (obwohl eigentlich eitel). Dann kam eines Tages ich die Erkenntnis, dass ich wenigstens das selbst in der Hand habe und ändern kann.

    Es war für mich eine Art Wendepunkt, mich endlich wieder um mich selbst zu kümmern.


    Edit

    Sicherlich sollte man das nicht machen, wenn man ohnehin dünn ist oder unter Appetitlosigkeit leidet. Ist jetzt auch nicht so, dass ich dadurch Idealgewicht bekommen habe, dafür esse ich zu gern... aber ein gesundes Wohlfühlgewicht, das ich gut halten kann, obwohl ich ab und an auch richtig reinhaue. Was der Psyche, wie ich finde, beides gut tut.

  • Aleximilida, ohjaa, essen ist sehr wichtig!!

    Ich habe mal während einem Citalopram Entzug eine low carb diät gemacht mit -500 kcal.

    Das war überhaut garkeine gute Idee. Ansonsten ist das natürlich sehr individuell. Wenn man jetzt mega übergewicht hat und sich dafür selbst hasst ist es natürlich nicht gut noch darauf EXTRA ordentlich zu naschen.

    Gilt natürlich auch im gegenteiligen Fall. Wenn man sogar mal Probleme mit Magersucht und ähnlichem hatte kann dieses "gesund essen" mit nur Gemüse und wenig Fett etc oder Fasten ein versteckter Weg zu einem Rückfall sein.

    Ansonsten gibt es viele Lebensmittel denen man nachsagt das sie die Stimmung heben sollen. Da greif ich dann in schweren Zeiten gerne drauf zurück.

    Auch Süßkram ess ich gerne in schweren Zeiten. Das gibt Dopamin und das Gehirn wird mit schneller Energie gefüttert.

    Ansonsten Essen was man sonst liebt.

    Auch ein Kratom Entzug wird bei mir mit Süßlichkeiten erträglicher...

  • Kratom verschlimmert Depressionen?!


    Hallo liebe KratomfreundInnen,


    Ich starte diesen Beitrag mit einem Fragezeichen, obwohl ich mir sehr sicher bin, dass es diesen Effekt öfter geben muss!


    Vielleicht können meine Schilderungen eine Warnung oder zumindest ein Denkanstoß sein für alle, die wie ich versuchen Depressionen und Stimmungstiefs mit Hilfe von Kratom zu lindern.


    Zunächst funktioniert das sehr gut und ja, Kratom hilft schnell und akut bei depressiven Schüben und Ängsten, ein wahres Wundermittel. Nach kurzer Zeit hat sich der Effekt bei mir jedoch in das krasse Gegenteil gewendet.


    Zur Erklärung: Ich nehme Kratom erst seit diesem Juni. Am Anfang aus Neugierde, weil es diese Droge frei über das Internet gibt und weil ich interessiert war eine Leistungssteigerung damit zu erzielen.


    Meine Erwartungen wurden erfüllt und nebenbei bemerkte ich, dass Kratom meine Stimmung eklatant verbesserte - ein prima Nebeneffekt wie ich dachte.


    Schon bald nahm ich täglich kratom, dabei aber immer nur einmalig 2 g oder 2.5 g. Ich hatte eine stressige Phase und seit rund 4 Wochen hat sich die dosis gesteigert auf 3-3.5 g und Einnahmen von bis zu 3x täglich.


    Die wirkdauer hat sich in dieser Zeit auch sehr verkürzt auf max 4 Stunden. Und was dann kommt, ist echt reudig und für mich ein Grund jetzt erst mal wieder kürzer zu treten.


    Sobald die Wirkung abflaut, bekomme ich sehr starke depressive Schübe mit negativen gedankenspiralen, Ängsten (teilweise irrational, nicht am "hier und jetzt" orientiert), zittrige Hände, mitunter weinen. Der Zusammenhang zum kratom ist für mich persönlich unverkennbar. Ich kenne diese Gemütslagen, hatte das so krass und fast schon überfallartig aber vorher nicht. Das geschilderte setzt tatsächlich erst ein, sobald die Wirkung jeweils abflaut, also das ist für mich recht eindeutig einzugrenzen, dass hier ein Zusammenhang zum kratomkonsum bestehen muss.


    Wie auch immer, ich wollte dem Beitrag hier unbedingt meinen aktuellen Erfahrungsbericht beifügen als Warnung an andere in ähnlicher Situation, dass es eben auch diesen Effekt mit kratom geben kann.


    Mancherorts im Netz wird kratom hinsichtlich des gefahrenpotenzials mit dem von Kaffee verglichen (hier im forum kann man zum Glück schon deutlich realistischere Betrachtungsweisen lesen!) und das stimmt vielleicht, solange es nur gelegentlich konsumiert wird.


    Der tägliche, mehrfache Konsum führt zu deutlichen Nebenwirkungen und einer raschen toleranzbildung mit dosissteigerung. Nun kommt es natürlich darauf an, wer kratom aus welchen Gründen nimmt - mir ist klar, dass es zb für harte alkoholuser (in der entwöhnungsphase), oder Menschen mit chronischen Schmerzen anders aussehen kann.


    Wenn es um Stimmungsverbesserung und Leistungssteigerung geht, ist der tägliche Konsum gut zu überdenken, so würde ich das nach meinen Erfahrungen mal ausdrücken wollen.


    Ich werde das ganze jetzt erst mal wieder reduzieren und schauen, wie sich mein gesamtzustand dadurch verändert. Ich rechne auch damit mir bereits Entzugserscheinungen eingehandelt zu haben, so dass ich erst mal bei täglichen Einnahmen bleiben werde, diese jedoch auf einmal täglich begrenzen werde. Wenn das gut klappt, setze ich 1-2 Tage ganz aus.


    Mein Plan ist kratom dann nur noch nach Bedarf zu nehmen, in Situationen zu denen es mir am Anfang sehr geholfen hat. Das sind für mich soziale Situationen mit fremden Menschen, hormonell bedingte stimmungstief (die Frauen im forum werden verstehen, was ich meine) und es mir ansonsten zu verkneifen.


    Kratom ist für mich noch immer das Wundermittel geblieben, auch wenn ich nun auch schlechte Erfahrungen damit gemacht habe. Mir ist jetzt klar, dass Respekt vor dieser Pflanze extrem wichtig ist und das heißt für mich es wohl überlegt einzusetzen.


    Alles Gute!!


    Skyro


    "Was habt ihr so für Strategien um aus einer Depression herauszukommen, was sind Dinge die euch wirklich helfen?"


    Hallo Skyro, was mir gut hilft ist das Tagebuchschreiben! Hast du es mal versucht?


    Habe ich früher regelmäßig gemacht und werde bald wieder damit anfangen. Es hilft sich die Dinge zu vergegenwärtigen, statt sie zu verdrängen. Wenn es niedergeschrieben wird, ist es weniger belastend, weil es irgendwie "in der Welt ist" und nicht mehr nur diffus in meinem Kopf. Das Tagebuch ist für mich zu einem stillen gegenüber und Zuhörer geworden, fast wie ein Therapeut.


    wichtig ist für mich neben belastenden dingen auch zu notieren, was ich erreicht habe. Das können Kleinigkeiten sein, wie ein Treffen nicht abgesagt zu haben, obwohl man das wollte, oder größere Dinge, wie berufliche Erfolge.


    Wenn man depressiv ist vergisst man leicht, dass man auch vieles schafft! So geht mir das oft.


    Hi Aleximilida


    Du schreibst "Manche (mich eingeschlossen) mussten die Wirkung erst "erlernen". Gegen Ängste wirkt es bei mir besser als Kratom... welches mir aber mehr Spaß macht."


    Das ist interessant! Ich habe jetzt einige Male Kava genommen und die Wirkung war jedes Mal, nun ja, irgendwie immer anders! In Gesellschaft hatte ich eine starke Wirkung, wir haben jeweils 1 Esslöffel "vertilgt" in Form von Cocktails - sehr lecker mit Kokosmilch, zusätzlich löst diese aufgrund des Fettgehalts wohl auch das Kava gut 😋 nahm ich es hingegen allein, dann war die Wirkung sehr, sehr subtil.


    Ich werde mir wohl testweise ein ähnliches Kava-Kratom-Muster wie deines zulegen in den nächsten Tagen, da ausschließlich kratom bei mir nicht mehr die gewünschte Wirkung erzeugt bzw Nebenwirkungen überwiegen und ich die dosis nicht weiter steigern will. Meinen Kava Vorrat habe ich schon aufgestockt 😅


    Ansonsten habe ich noch Johanniskraut da (kann ich im Sommer nicht nehmen), 5htp und Gras, wobei letzteres tagsüber ausscheidet.


    Bin aber überlegen es mal mit cbd zu versuchen, hast du damit zufällig Erfahrungen, was diese "spitzen" betrifft?


    Liebste Grüße, pulvernaschkatze

    Edited once, last by nO1: 2 Beiträge von Pulvernaschkatze mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Meiner Meinung nach sollte man Kratom als Depressionspatient ähnlich sehen wie Benzodiazepine.

    Es kann dir in schlimmen Situationen den Arsch retten. Aber bloss nicht täglich nehmen!

    Wahrscheinlich nicht mal mehrfach in einer Woche.

    Ich breche diese Regel aber immer wieder nur mit Kratom.

    Der Suchtfaktor ist bei mir einfach viel höher. Der Dopaminsturz am nächsten Tag oder auch nach ein paar Stunden kann sehr unangenehm sein, gerade für Depressive.

    Ich habe es akzeptiert für mich und nehme dann meist kleine Mengen Kratom zum abfedern.

    Wie ein Konterbier. Das klappt für mich so...

    Dazu muss ich auch immer wieder Traubenzucker fressen weil K mein Blutzuckerspiegel nach unten haut.

  • Also ich kann dass was Pulvernaschkatze schreibt, größtenteils bestätigen. Wenn man es nicht gleich schafft, diesen Mist abzusetzen, kann die Tagesklinik durchaus helfen. Ich nehme es immer am Nachmittag und am Abend. Während der Tagesklinik gar nicht. Wenn man erst mal Struktur hat und es einem durch die Aktivitäten dort einigermaßen bessert geht, kann man versuchen, es nacheinander abzusetzen.


    Ich schreibe auch ein Tagebuch und mir fällt leider auf, dass Kratom den Zugang zu meinem Gefühlen blockiert und ich kann dadurch die

    Probleme nicht angehen. Ich habe auch Schmerzen, aber die sind psychosomatisch und sind eben genau deshalb da, weil ich die Emotionen nicht zulasse.


    Also ich würde sagen, wenn man Kratom einmal in der Woche zum Spaß nimmt, ist es völlig okay, aber täglich bringt es nach einiger Zeit gar nichts mehr und die Wirkung kehrt sich teilweise einfach um.

  • Interessante Anregungen, dieses Intervallfasten bzw. auch normales Fasten würde ich sehr gerne machen. Einfach weil ich weiß dass Fasten wahrscheinlich das beste ist was man machen kann und zwar in jeder Hinsicht. Ich behaupte dass es nichts effektiveres gibt als Fasten. Kein Medikament der Welt kann Fasten toppen. Ich hab schon so viel darüber gelesen. Allerdings hab ich das blöde Problem, und jetzt lacht mich aus, dass ich extreme Lust auf Zucker bzw. Süßes habe und der Drang dann so stark ist, dass ich nachgeben muss. Ich esse eigentlich ziemlich oft nur eine Mahlzeit am Tag, aber dadurch habe ich anscheinend zu wenig Kalorien und esse dann abends immer Schokolade oder Erdnusscreme etc.. echt schade. Hat jemand einen Tipp wie man diese übermäßige Lust nach Süßem los wird? Das Paradoxe ist ja wirklich dass es dann alle paar Monate wieder Phasen gibt in der eine Tafel Schokolade einfach mal Wochen rumliegt und ich fast nichts Süßes esse.

  • Ich schreibe auch ein Tagebuch und mir fällt leider auf, dass Kratom den Zugang zu meinem Gefühlen blockiert und ich kann dadurch die

    Probleme nicht angehen. Ich habe auch Schmerzen, aber die sind psychosomatisch und sind eben genau deshalb da, weil ich die Emotionen nicht zulasse.

    Interessanter Punkt.

    Mir hat auch ein Bekannter mal so sinngemäß gesagt dass Substanzkonsum zum Regulieren von Gefühlen nicht funktioniert auf Dauer.

    Ich erfasse das zwar vom Verstand her, aber was bedeutet es praktisch, wenn wir bestimmte Gefühle blockieren bzw sie unterdrücken? Wir wollen sie nicht fühlen weil sie schmerzhaft sind?
    Inwiefern verhindert das unser Weiterkommen?
    Möchte das einfach weiter durchdringen auch als Motivation, Konsum zu reduzieren.
    Vielleicht fällt einem das aber auch erst wieder auf wenn man um einiges weniger bis nichts konsumiert.
    Vielleicht ist man selbst auch zum Teil schon blind oder unsensibel in der Wahrnehmung geworden dass es nicht mehr so auffällt?


    Ich würde auch sagen einerseits macht der K-Dauer-Konsum (und anderer) das Leben mit psychischen und auch sonstigen Belastungen erträglicher. Auf der anderen Seite nimmt er die Motivation und Klarheit Dinge im Leben anzugehen und zu ändern die für einen selbst schädlich sind.

    e: Und wir hatten ja hier auch schon das Thema dass der Dauerkonsum bei einigen Ängste verstärkt oder Angststörungen begünstigt hat. Wobei ich hier glaube dass das auch oft Vorbelastungen mit eine Rolle spielen.

  • Die Gefühle wollen gefühlt werden. Wenn du Gefühle unterdrückst, von mir aus auch unbewusst, dann wird das

    immer zu psychosomatischen Problemen führen. Der Körper sucht sich nur einen Ausdruck dafür, ein Ventil. Zum Beispiel eben mittels Schmerzen (z.B. typisch sind Rücken- oder Magenschmerzen). Alle Menschen die Probleme mit Gefühlen haben, wird das früher oder später mehr oder minder betreffen.


    Wenn Kratom die Gefühle unterdrückt, können sie ja auch nicht mehr gefühlt und gelebt werden. --> Dein ursprüngliches Problem bleibt bestehen. Schmerzen (seelische) vll. von traumatischen Erlebnissen, schlechter Kindheit und co., versucht man ja nur

    mit Drogen zu betäuben und dadurch erträglicher zu machen. Die Lösung ist aber (leider?), diese zu durchleben und zu verarbeiten, damit sich die Symptome bessern bzw. auflösen.

  • Hi Kid A, ich hatte vorhin in einem anderen thread schon gelesen, dass du den Gang in die TagesKlinik gewagt hast. Respekt dafür!!


    Was du über die "Einschränkung der gefühlswelt", so will ich es mal nennen, unter kratom schreibst, das habe ich exakt genau so erlebt! Hatte unter kratom bis vor kurzem so ein wohliges Gefühl von "ach, ist doch alles nicht so schlimm wie gedacht, mir geht's doch super"! Diesen Effekt wollte ich wohl auch erzeugen, aber ja, wenn man natürlich an sich arbeiten will, ist kratom ein verhinderer.


    Das wohlige Gefühl stellt sich zwar noch ein, aber ich merke jetzt deutlicher bereits die Kehrseite des ganzen: sobald die Wirkung nachlässt, kommen erst recht negative Gedanken und Depressionen.


    Nimmst bzw nahmst du neben kratom noch andere Dinge? Ich muss gestehen, ich bin seit mehr als 10 Jahren Cannabis dauerkonsumentin. Habe nie wirklich viel geraucht, weil mich das gern auch mal paranoid werden lässt, dafür aber täglich abends 1-3 sportzigaretten (Also so selbstgedrehte joints aus zigarettenpapier).


    Ich frage mich, ob kratom und thc miteinander interagieren, bisher war es nicht mein Eindruck. Kratom und Alkohol zusammen habe ich gar nicht vertragen, doch der ist seit kratom in mein Leben war eh so gut wie kein Thema mehr...

  • Skyro

    Kid A's Nachfrage wirkte auf mich, im Gegensatz zu deinem Beitrag, in keinster Weise zickig.

    Weißt du, wir sind im Durchschnitt hier ein ziemlich gutmütiger Haufen, von der du echt nicht befürchten müsstest, dass dich jemand direkt angreift.

    Dein Post wirkt im Chatverlauf tatsächlich erstmal ziemlich off-topic, zumal der Beitrag übers Fasten ja schon etwas weiter zurück liegt.

    Abgesehen davon geht eine Frage, ob hier jemand weiß, wie man die Lust nach süßem loswerden kann, doch schon in Richtung Off-Topic, findest du nicht?


    Kid A

    Ja deinem Beitrag bzgl. Emotionen kann ich genau so unterschreiben.

    Ich glaube das das fühlen bzw. Ausrücken von Emotionen ist ein wichtiger Punkt beim Thema Depressionen und Kratom.

    Ich selber habe auch die Erfahrung gemacht, dass mein Zugang zu meinen Emotionen durch Opioide blockiert oder erschwert ist.


    Auch, Freut es mich sehr zu lesen, dass hier das Thema Tagebuch schreiben mehrfach erwähnt worden ist.

    Wenn ich in der Vergangenheit Tagebuch schrieb, hatte dies einen wirklich beachtlichen positiven Einfluss auf mein Leben.

  • Hallo zusammen,

    dauerhaft die Gefühle mit Substanzen zu überdecken, kann nicht gut gehen... da stimme ich euch vollkommen zu. Bei Kratom - Dauerkonsum summiert sich logischerweise einiges, was dann geballt zum Vorschein kommt, wenn man entzügig wird oder die Dosis durch erhöhte Toleranz nicht mehr zum überdecken reicht.

    Aber ich finde es legitim, mir "Urlaub" von meinen Gefühlen zu verschaffen und den Zeitpunkt selbst zu bestimmen, um an mir zu arbeiten... zum Beispiel habe ich das Problem, dass mich sonst unproduktive Gedankenspiralen regelmäßig die halbe Nacht wach halten. Ich bin grundsätzlich überemotional und steigere mich zu oft in Dinge hinein, die ich mit etwas Abstand schon weitaus weniger schlimm finde.

    Letztlich würde ich sagen, dass mir dieser Abstand, das abendliche Runterkommen und ausreichend Schlaf erst ermöglichen, Probleme rationaler anzugehen... was mit durchgehendem Konsum und körperlicher Abhängigkeit in sich zusammenbrechen würde.


    Pulvernaschkatze

    CBD sorgt bei mir (vaporisiere Blüten) für eine subtile Entspannung. Wenn mich etwas wirklich aufregt, reicht das nicht aus.

    Ich drücke dir die Daumen, dass du für dich ein Muster findest, das dir die Vorteile von Kratom gegen Depressionen wieder zurück bringt.


    Skyro

    Meiner Erfahrung nach hilft Zucker reduzieren gegen den extremen Süßhunger. Das würde auch erklären, wieso du in manchen Phasen keine Probleme damit hast. Um das Muster zu durchbrechen, könntest du versuchen, ob du mit sehr dunkler Schokolade klar kommst. Gibt ja zB eine Sorte von Lindt mit 99 Prozent Kakao.


    Sorry, falls zu sehr OT, ich war das, die das Thema Intervallfasten angerissen hat, weil die Frage nach generellen Strategien gegen Depressionen aufkam. Aber ich versuche mal, den Bogen zu schlagen... Intervallfasten machte ich schon ca zwei Jahre, als ich mit Kratom anfing. Zuerst nahm ich es ein paar Monate täglich, um vom Alkohol weg zu kommen.

    Später habe ich an den beiden wöchentlichen Fastentagen auf Kratom verzichtet, um diese Tage als eine Art Reinigung zu benutzen und auch auf das opioide Gefühl zu verzichten. Dazu kommt, dass der Schlaf besser ist als üblich und ich als ewig leicht Übergewichtige mich nicht zu sehr dran gewöhnen wollte, Kratom zum unterdrücken des Hungergefühls zu missbrauchen.


    LG die Alex

  • Nimmst bzw nahmst du neben kratom noch andere Dinge? Ich muss gestehen, ich bin seit mehr als 10 Jahren Cannabis dauerkonsumentin. Habe nie wirklich viel geraucht, weil mich das gern auch mal paranoid werden lässt, dafür aber täglich abends 1-3 sportzigaretten (Also so selbstgedrehte joints aus zigarettenpapier).

    Kaum. Mal Pheni, selten Alk, aber das hat keine großartige Auswirkung.

  • Aleximilida volles Word!

    Bei einer psychischen Erkrankungen kann es genauso wichtig sein mal die Gefühle zu blockieren, zur Seite zu schieben, wie an ihnen zu arbeiten und sie bewusst zu "durchfühlen"

    Man schluckt sie ja nich runter oder verbannt sie.

    Meiner Meinung nach ist es bei einigen Dingen (z.B. Traumata) sogar sehr ungünstig wenn man sie immer wieder angeht. Das kann die Kerben auch tiefer oder beständiger einprägen.

    Außerdem kann man vor lauter Arbeit und Baustellen an sich vergessen auch mal in die Leichtigkeit zu tauchen.

    Aber dauerhaft Kratom zu nehmen halte ich auch für sehr kontraproduktiv!

  • Skyro

    Kid A's Nachfrage wirkte auf mich, im Gegensatz zu deinem Beitrag, in keinster Weise zickig.

    Weißt du, wir sind im Durchschnitt hier ein ziemlich gutmütiger Haufen, von der du echt nicht befürchten müsstest, dass dich jemand direkt angreift.


    Es ging weiter oben um Fasten und darauf hab ich geantwortet. Muss ich wirklich alles zitieren damit man einen Zusammenhang erkennt? Vielleicht sollten manche Leute einfach mal das "Topic" lesen und nicht alles besser wissen. Und wenn jemand schreibt "was hat das mit dem zu tun?" Ist das einfach zickig zumal jeder normale Mensch den Zusammenhang verstehen würde wenn er die letzten paar Beiträge gelesen hat. Und wenn es dann immer noch Off Topic wäre könnte man es netter ausdrücken. Das wars jetzt von mir dazu.

  • Ich stimme Aleximilida auch voll und ganz zu. Die Dosis macht, wie bei allem, das Gift. Wenn man ab und zu abschalten kann um die Kräfte zu sammeln ist Kratom Gold wert, aber egal welche Probleme man hat: wenn man sie dauerhaft unterdrückt kommen sie nüchtern nur stärker wieder.

    Zeigt mal wieder, dass man täglichen Konsum, wenn irgend möglich, meiden sollte um den Nebenwirkungen aus dem Weg zu gehen.

    Wäre übrigens interessant zu wissen ob die psychischen Entzugssymptome von dem abhängen, was man unterdrücken will.

  • Dexterian

    "Wäre übrigens interessant zu wissen ob die psychischen Entzugssymptome von dem abhängen, was man unterdrücken will."


    Die Frage habe ich mir schon bei Beginn meines Konsums Anfang Juni gestellt. Depressionen sind ja sehr vielseitig.


    Aber erst mal bin ich heilfroh in das "kratom Ding" nicht völlig uninformiert, oder gar desinforniert, hineingegangen zu sein. So von wegen "der Entzug ist nicht schlimmer als der von Kaffee"


    Stand bei mir ist: Ich bekomme nach 2 Tagen ohne Kratom tatsächlich genau die Symptome, gegen die ich es genommen habe: Unausgeglichenheit, Grübeleien, Stimmungsschwankungen. Ich habe mir die Regel auferlegt am Tag nicht über 5g zu gehen, nachdem ich vor 2 Wochen für meine Verhältnisse sehr zugelangt hatte und sich die Nebenwirkungen zeigten (Unwohlsein, starke Übelkeit mit 1x erbrechen).


    Normalerweise nehme ich seitdem nur eine Einheit, mit 2 g. Wenn es zu einer späteren Einheit kommt, gehe ich nicht über 3g. Bisher funktioniert das gut, obwohl ich davor schon bei 3 Einheiten a 3g war.


    Ich hab den Eindruck, dass Leute mit psychischen Problemen besonders aufpassen sollten, was kratom betrifft. Wenn man es schafft sich zu beherrschen, dauerhaft, auch wenns mal nicht so turnt wie gewohnt, dann ist es ein wahrer Segen. Andernfalls landet man echt schnell bei 10g plus am Tag. Das kann ich nach meiner recht kurzen kratomkarriere versichern...

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